Buddy Read zu „Children of Blood and Bone“

Mit Kat von Teesalon werde ich in die faszinierende Welt von Orïsha eintauchen und mich von der dunklen Magie in diesem westafrikanisch inspirierten Fantasy-Debüt verzaubern lassen. Gemeinsam werden wir ab diesem Sonntag „Children of Blood and Bone“ lesen und vorher, währenddessen und nachher Fragen dazu beantworten. Kann der erste Teil von „Legacy of Orïsha“ unsere Erwartungen erfüllen?

Der Inhalt des Buches:

Tomi Adeyemi conjures a stunning world of dark magic and danger in her West African-inspired fantasy debut, perfect for fans of Leigh Bardugo and Sabaa Tahir.

Zélie Adebola remembers when the soil of Orïsha hummed with magic. Burners ignited flames, Tiders beckoned waves, and Zelie’s Reaper mother summoned forth souls.

But everything changed the night magic disappeared. Under the orders of a ruthless king, maji were targeted and killed, leaving Zélie without a mother and her people without hope.

Now, Zélie has one chance to bring back magic and strike against the monarchy. With the help of a rogue princess, Zélie must outwit and outrun the crown prince, who is hell-bent on eradicating magic for good.

Danger lurks in Orïsha, where snow leoponaires prowl and vengeful spirits wait in the waters. Yet the greatest danger may be Zélie herself as she struggles to control her powers—and her growing feelings for the enemy.

Hier sind unsere Fragen, die wir nach und nach beantworten werden:

Vor dem Lesen

Mit welchen Erwartungen gehst du an die Geschichte?

Elena: Normalerweise bin ich immer extrem skeptisch, wenn Bücher im Vorfeld so viel Aufmerksamkeit erfahren. Dieses Mal haben mich die vielen positiven Stimmen im Vorfeld aber überhaupt erst auf das Buch aufmerksam gemacht und da ich mir generell die Förderung von mehr Diversität verordnet habe, gebe ich dem Buch direkt eine Chance.

Inhaltlich erwarte ich mir mit Zélie eine starke PoC-Protagonistin in einer Welt, der nicht nur ein bisschen Afrika-Flair übergetüncht wurde, sondern die ein tiefes Verständnis der westafrikanischen Kultur zeigt. Dementsprechend hoffe ich auch auf spannende Mythologie. Und generell eine Geschichte, die „anders“ ist.

Kat: Da ich schon viel über das Buch gehört und gelesen habe, sind meine Erwartungen relativ hoch. Ich hoffe, in „Legacy of Orïsha“ eine Fantasyreihe mit ausgeklügeltem Weltenbau und interessanten Figuren zu finden, die ihrem Hype gerecht wird. Da mir Diversity in Romanen sehr wichtig ist, freue ich mich darüber, dass nun endlich einmal Fantasy gehyped wird, die nicht nur PoC-Figuren mitbringt, sondern auch in einem Setting spielt, das nicht an europäische Geschichte angelehnt und zudem noch ein „Own Voices“-Roman ist. Ich hoffe daher, dass „Children of Blood and Bone“ ein interessanter Einblick in phantastische Kulturen ist, die man in der Fantasy so noch nicht kennengelernt hat, und vor allem, dass das Buch seinen Figuren und der Kultur, an die das Setting angelehnt ist, gerecht wird.

Hast du bereits Geschichten mit ähnlichen Setting gelesen?

Elena: Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich mich zumindest an keins erinnern kann. Wenn ich Bücher aus fremden Ländern gelesen habe, dann waren es immer welche mit weißen Protagonisten von Weißen geschrieben. Mittlerweile habe ich schon einige Bücher von PoC-Autoren gelesen, aber diese spielten dann eigentlich immer in anglo-amerikanischen Raum.

Einzige löbliche Ausnahme in jüngerer Zeit ist da „Forest of a Thousand Lanterns“ von Julie C. Dao, wobei die Evil Queen mir doch eher ein westliches Motiv scheint. Ich will das Buch irgendwann noch fertig rezensieren … Jedenfalls zeigt das alles ganz gut, dass trotz der Globalisierung des Buchmarktes viele Kontinente weitestgehend ausgespart bleiben, wobei zumindest Asien jetzt in Kommen zu sein scheint.

Kat: Ich habe noch nie zuvor Fantasy gelesen, die ein afrikanisch inspiriertes Setting hatte, und leider muss ich zugeben, dass ich auch noch nie ein Buch gelesen habe, das auf dem afrikanischen Kontinent spielt. „Children of Blood and Bone“ hat mir das erst vor Augen geführt und mir ist aufgefallen, wie wenig Romane es gibt, die in Afrika spielen – oder deren Setting von Afrika inspiriert ist – und die keine reinen Problembücher sind, in denen meist weiße AutorInnen nur die dort bestehenden sozialen Probleme anprangern. Das ist zwar nichts Schlechtes, doch mich hat schon ein wenig erschreckt, wie wenig Literatur außerhalb dieses Genres dort spielt. Ich hoffe daher, dass das westafrikanisch inspirierte Setting von „Children of Blood and Bone“ dieser Kultur gerecht wird und vielleicht als gutes Beispiel für andere AutorInnen vorausgeht, mehr Fantasy mit Settings außerhalb der ausgetretenen Wege zu schreiben.

Während des Lesens

Chapter One – Nine (S. 3-97):

Was ist dein erster Eindruck vom Buch?

Elena: Als ich das Buch das erste Mal aufgeschlagen habe, fand ich zwei Dinge direkt sehr interessant: Die Übersicht über die zehn Clans und die Karte von Orïsha. Vor allem die Karte hat sich direkt als nützlich beim Behalten der Orientierung erwiesen. Ich habe nur den Eindruck, dass Orïsha ziemlich klein ist, aber vielleicht täuscht das ja auch.

Außerdem fand ich sehr eindrücklich, wie Diskriminierung und Rassismus bis hin zu religiöser Verfolgung geschildert werden. Die Themen tauchen ja in vielen  YA-Fantasy-Büchern auf, aber eher nach Schema F: Erobertes dunkles Volk wird unterdrückt von machtgierigen weißen Volk. In diesem Buch unterdrücken Schwarze andere Schwarze, die Freunde, Familie und Nachbarn sind bzw. waren. Je heller die Haut, desto besser – dieses Schönheitsideal ist ja leider auch in der Realität nur zu oft zu beobachten. Auch wird Sprache hier mal wirklich als Waffe genutzt.

Kat: Mich hat direkt der Weltenbau in seinen Bann gezogen. Orïsha ist ein faszinierendes Setting und Tomi Adeyemi beschreibt Orte, Kleidung und Tiere sehr detailliert, sodass man sich diese Welt sehr gut vorstellen kann. Allerdings kommt auch mir Orïsha sehr klein vor, da zwischen den Städten und Dörfern kaum Tagesritte zu liegen scheinen und man vom Meer aus anscheinend innerhalb weniger Tage in einen Dschungel gelangen kann. Interessant und toll beschrieben finde ich die Geschichte der Verfolgung der maji, der magisch begabten Menschen, da dieser Konflikt gut durchdacht wirkt und man mit Zélie mitfühlen kann, wie unheimlich und brutal ihre Diskriminierung ist. Nicht erwartet habe ich, dass der Roman aus mehreren Ich-Perspektiven erzählt ist, was mir allerdings gefällt, denn so bekommt man einen Einblick in verschiedene Sichtweisen auf den Konflikt, die einem nur aus Zélies Sicht verwehrt bleiben würden. Auch ist der Roman sehr viel actionlastiger, als ich erwartet hätte. Ständig passiert etwas, die Handlung geht gut voran und ist immer spannend, nach den ersten rund hundert Seiten und neun Kapiteln ist gerade einmal ein einziger Tag vergangen. Ich bin gespannt, ob der Roman dieses Tempo beibehalten wird.

Gibt es ein Zitat oder eine Textstelle, welche dir besonders gefällt?

Elena: Puh, da ich mich mit den Einstieg etwas schwer getan habe, fällt mir die Antwort gar nicht so leicht. Ich denke, mir hat die Verfolgungsjagd am besten gefallen, da dort richtig Action war und Zélie dort keine große Zeit hatte, negative impulsive Handlungen zu begehen.

Chapter Ten – Twenty (S. 98-185):

Wie ist dein erster Eindruck von Zélie und den anderen Protagonisten?

Da schon das erste Drittel des Buches gelesen ist, ist es etwas mehr als ein erster Eindruck. Was sich aber ganz gut trifft, da ich mich grad zu Beginn nicht so recht mit ihnen anfreunden konnte.

Zélie ist ein rechter Hitzkopf und schreckt auch nicht vor Gewalt zurück. Ihre impulsive Art mag ich immer noch nicht wirklich. Aber es ist eine gute Abwechslung, dass hier mal das weibliche Geschlecht unbeherrscht ist, sich jedoch auch zu verteidigen weiß. Ich hoffe, dass hier eher früher als später die Entwicklung zur weisen und geduldigen Frau einsetzt.

Amari ist die Protagonistin, die mir bisher am besten gefällt. Es zeigt sich schnell, dass ihr Prinzessinnen-Status sie nicht behütet hat aufwachsen lassen, ganz im Gegenteil. Das kommt ihr auf der Flucht aber nun zu Gute und sie zeigt eine große Willensstärke. Überhaupt mag ich ihre große Anpassungsfähigkeit und finde sie mutiger als Zélie.

Dritter Protagonist ist Inan und für seine Perspektive habe ich offen gestanden bisher eher wenig übrig. Er scheint sein Herz eigentlich am rechten Fleck zu haben, aber ist letztlich zu schwach, seinen guten Absichten Taten folgen zu lassen. Und statt nach einer bestimmten Entwicklung rational nachzudenken, folgt er nur seiner Fixierung. Auch wenn ich zugebe, dass es bei seinem Weltbild schwer ist, die Dinge sachlich zu betrachten.

Kat: Ich hatte mit Zélie meine Startprobleme, die sich auch noch nicht wirklich gelegt haben, da sie mir sehr impulsiv und auch selbstsüchtig vorkommt. Auch, dass sie auf Amari herabzublicken scheint, macht es mir nicht leicht, sie zu mögen. Was ich allerdings gut finde, ist, dass die anderen Figuren ihr Verhalten kritisieren und Zélie so eine Chance bekommt, etwas dazuzulernen und als Person zu wachsen. Ich bin gespannt, wie sie sich entwickeln wird. Bisher ist jedoch auch Amari meine liebste Figur. Schon in Etappe eins habe ich sehr bewundert, dass sie ihr behütetes Leben im Palast aufgibt, um das Richtige zu tun und obwohl sie nie gelernt hat, so gut zu kämpfen wie Zélie und sich vielleicht oft nicht körperlich wehren kann, ist sie intelligent und entschlossen, was mir sehr gefällt. Zélie und Amari bieten bisher einen guten Kontrast zueinander und ich hoffe, dass sie vielleicht beide etwas von der anderen lernen können.

Die dritte Ich-Perspektive, die des Kronprinzen Inan, finde ich zwar interessant, doch ich kann Inan nicht mögen. Es kommt mir ein bisschen vor, als sollte er eigentlich ein guter Mensch sein, der durch seine Erziehung und die Ideologien, die er von kleinauf gelernt hat, geblendet ist, doch er wirkt sehr schwach auf mich und besonders als zukünftiger König kann er mich gar nicht überzeugen, denn er ist nur eine Spielfigur seines Vaters. Den Symbolismus, was das angeht, finde ich total gut gemacht, aber es wird noch einiges passieren müssen, damit ich Inan verzeihen kann, was er in den wenigen Kapiteln bereits alles an Leid verursacht hat. Ich habe mir den Kronprinzen nach dem Klappentext irgendwie anders vorgestellt und ich glaube, ich hätte es besser gefunden, wenn Inan wirklich böse hätte sein dürfen, aber ich lasse mich natürlich auch gern noch von ihm überraschen!

Gibt es ein Zitat oder eine Textstelle, welche dir besonders gefällt?

Elena: Mir gefiel die Beschreibung des Doms total! Dieser Ort muss wirklich magisch sein und ich freue mich jetzt schon, die Szene im geplanten Film zu sehen.

Kat: Mir hat ebenfalls die Szene im Dom sehr gut gefallen. Generell sind die Beschreibungen von Orten, Kleidung und Tieren immer wieder ein Highlight für mich, da sie richtiges Kopfkino entstehen lassen.

Chapter Twenty-One – Thirty-Five (S. 185-268):

Wie wird sich die Handlung deiner Meinung nach weiterentwickeln?

Elena: Da die Handlung bisher ziemlich rasant war und noch ein halbes Buch verbleibt, bin ich mir ziemlich sicher, dass sich noch das ein oder andere Hindernis in den Weg stellen wird. Auch wenn ich keine Ahnung habe, in welcher Form. Aber einfach nur mehrere Kapitel lang mehr oder weniger friedlich durch die Gegend reisen passt nicht zu dieser Geschichte.

Aufgrund von Inans Methode der Spurensuche glaube ich zudem, dass ein erneutes Zusammentreffen der Protagonisten bald unvermeidbar ist. Generell erwarte ich mir zudem noch etwas Charakterentwicklung, was grad Inan und Zélie echt gut tun würde. Zu mal die Dynamik zwischen den beiden bisher eher seltsam ist.

Kat: Ich erwarte auch, dass die Figuren sich alle noch ein wenig entwickeln werden, wovon bisher leider noch nicht so viel zu merken war. Allerdings ist ja auch noch sehr viel Buch über, sodass noch viel passieren kann. Wirklich viel Zeit zum Durchatmen gibt das Buch einem nicht und bisher bin ich noch nicht ganz sicher, in welche Richtung es weitergehen könnte, was ich jedoch gut finde. Die Geschichte ist recht unvorhersehbar und eigentlich könnte auf der Reise jetzt alles passieren. Vielleicht kommen die Figuren ja unbehelligt an, vielleicht aber auch nicht, vielleicht gibt es noch einen Twist, der alles verändern wird… Ich bin sehr gespannt, wie es jetzt weitergehen könnte. Ein bisschen befürchte ich, dass die YA-Liebesgeschichte, die der Klappentext andeutet, noch kommt, hoffe aber, dass das nicht passieren wird.

Gibt es ein Zitat oder eine Textstelle, welche dir besonders gefällt?

Elena: Der Kampf in der Arena war einfach episch und zudem so aufgebaut, dass ich den noch nicht in ähnliches Form bereits öfters gelesen habe. Da das Buch noch ein gutes Stück weitergeht, war ich mir fast sicher, dass es keinen großen Verlust gibt. Aber eben nur fast. War auf jeden Fall sehr spannend!

Kat: Ich fand die Szenen auf dem Schiff auch sehr gut. „Episch“ ist einfach das richtige Wort und der Kampf hat mich richtig mitgerissen. Falls die Szene im geplanten Film genauso stark rüberkommen wird, wie im Buch, freue ich mich darauf schon richtig.

Chapter Thirty-Six – Fifty-Two (S. 269-351):

Was denkst du über die verschiedenen Clans?

Elena: Es ist sehr schade, aber nachvollziehbar, dass wir bisher nicht allzu viel über die verschiedenen Clans erfahren haben. Da die Maji so gründlich vernichtet wurden, ist einfach fast keiner mehr da, der die alten Sitten und Gebräuche weitergeben könnte. Zumindest haben unsere Protagonisten mittlerweile noch ein paar andere Maji getroffen und so haben wir zumindest mal ein paar Fähigkeiten erlebt.

Ich denke jedenfalls, dass für alle Maji gilt, dass ein verantwortungsbewusster und vor allem kontrollierter Umgang mit ihren Kräften wichtig ist. Was sonst passieren kann, durften wir ja bereits erleben. Wenig hilfreich also, dass die ältere Generation nahezu komplett ausgelöscht worden ist. Das wird definitiv noch spannend, wenn die Magie zurückkehren sollte.

Kat: Bisher hat man über die Clans leider kaum etwas erfahren. Man weiß, dass es sie gibt und, dass sie alle verschiedene Fähigkeiten haben, doch wie genau sie organisiert waren und was das für Orisha bedeutet hat, erfährt man leider nicht. Auch bin ich im Moment etwas enttäuscht, dass die Fähigkeiten der Clans so wenig ausgearbeitet wirken. Man weiß zwar, dass Zélie genau wie ihre Mutter eine Reaper ist und mit den Seelen der Toten Magie wirken kann, allerdings scheinen ihre Fähigkeiten ein sehr weites Feld zu sein und manchmal wirkt sie auch Magie, die mit den Toten gar nichts zu tun zu haben scheint. Da hätte mir mehr Bezug zu den Clans besser gefallen. Interessant fand ich den Hinweis, dass die Clans dem gedankenkontrollierenden Clan misstrauisch gegenüberstanden und ich würde gern wissen, wie sich das auf das Zusammenleben ausgewirkt hat, da ich bis zu diesem Zeitpunkt dachte, alle Majiclans hätten zusammengehalten. Spannend finde ich die Clans auf jeden Fall, ich würde nur gern mehr über sie wissen.

Gibt es ein Zitat oder eine Textstelle, welche dir besonders gefällt?

Elena: Mir gefiel insbesondere der taktische Einsatz des Sonnensteins gut, das war eine Überraschung. Ansonsten dachte ich in diesem Teil oft weniger vorteilhaft über Inan und Zélie.

Kat: Eine Stelle, die mir wirklich gefällt, hatte ich diesmal nicht wirklich. Mir ist leider auch eher einiges negativ aufgefallen, doch ich hoffe, dass die letzten knapp zweihundert Seiten das nochmal rausreißen werden.

Chapter Fifty-Three – Sixty-Seven (S. 352- 438):

Wie gefällt dir die Magie in Orïsha?

Elena: Vor einigen Jahren hätte ich vermutlich noch von der magischen Welt geschwärmt, schließlich wirkt die Magie so mächtig und doch natürlich. Aber seit ich das erste Mal Brandon Sanderson gelesen habe, weiß ich ausgefeilte Magiesysteme zu schätzen. Der Sonnenstein erscheint mir daher leider mehr als eine billige Lösung, wie die von der Magie abgeschnittenen und ungeschulten Diviners doch kraftvolle magische Angriffe zu Stande bringen können.

Kat: Im Prinzip gefällt mir die Magie ganz gut, in der Umsetzung jedoch leider nicht so. Alles bleibt sehr schwammig und ich habe nicht wirklich einen Überblick darüber, was es jetzt wirklich bedeutet, dass Zélie eine Reaper ist, wie ich es ja auch schon im letzten Update angesprochen habe. Auch nervt mich ein bisschen, dass Zélie und die anderen Diviners sehr viele Situationen beinahe schon einfach mit Magie retten können, sodass man irgendwann einfach weiß, dass man sich keine Sorgen machen muss, wenn die Figuren wieder in Gefahr geraten, die Magie wird sie schon retten. Mir kommt die Magie daher eher vor wie ein praktisches Plot Device und eher wenig durchdacht, was ich schade finde.

Gibt es ein Zitat oder eine Textstelle, welche dir besonders gefällt?

Elena: Das greift jetzt ein wenig vor, da die Szene erst ein paar Kapitel später kam. Aber aus meiner Sicht wird da eine der verstörendsten Sexszenen überhaupt geschildert. Wobei sich der Verstörende aus den Kontext heraus ergibt. Für mich gehört so etwas nicht in ein Jugendbuch.

Kat: Leider ist mir eher wieder einiges negativ aufgefallen und weniges positiv. Die Liebesgeschichte finde ich unglaublich verstörend, nach allem was passiert ist, und auch steckt mir einfach viel zu viel Gewalt in dieser Geschichte, es ist mir einfach zu brutal.

Chapter Sixty-Eight – Epilogue (S. 439- 525):

War das Ende zufriedenstellend bzw. passend?

Elena: Es war insofern passend, dass der eingeschlagene Kurs beibehalten wurde. Die grauenhafte Liebesgeschichte gipfelt in einem fürchterlichen Höhepunkt, der finale Kampf wird dank Magie aus sämtlichen Proportionen gerissen. Ach, und einen ordentlichen Cliffhanger gibt es auch.

Gibt es ein Zitat oder eine Textstelle, welche dir besonders gefällt?

Elena: Mir gefiel diese Szene nachts auf dem Schiffsdeck, wo es darum ging, dass eigentlich niemand nach solchen Erfahrungen direkt wieder kampffähig ist. Nichtsdestotrotz bleibt es ziemlich absurd, dass Zélie nach so abscheulichen Erlebnissen auch nur ansatzweise in der Lage ist, irgendwohin zu gehen.

Nach dem Lesen

Was hat dir besonders gut gefallen?

Elena: Ich fand viele Szenen wirklich wunderbar beschrieben, ich konnte richtig mitfiebern und mitstaunen. Da gab es öfters wirklich Kopfkino! Auch faszinierten mich die vielen Details wie die besonderen Reittiere und der Kampf mit dem Stab. Zudem gefiel mir als Amari als Charakter sehr gut. Erst als verwöhnte Prinzessin präsentiert, zeigt sie sich zum Schluss als kampferprobte Löwin.

Womit hattest du deine Schwierigkeiten?

Elena: Mein Hauptproblem war Inan, er ist einfach ein verstörender Charakter. Am Anfang fand ich die Zerrissenheit noch sympathisch, auch wenn seine Taten gegen ihn sprachen. Aber je weiter die Geschichte fortschritt, desto weniger interessierte mich, ob er vielleicht ein gutes Herz hat. Die Krönung war aber die Liebesgeschichte mit Zélie. Seinerseits Besessenheit und Wahn, ihrerseits Faszination und … keine Ahnung. Ich glaube, ich habe nie mit größeren Entsetzen den „romantischen Höhepunkt“ einer Liebesgeschichte gelesen. Von der recht plumpen Handlung und der Magie als Allzweck-Waffe (in einer Welt ohne Magie) will ich gar nicht erst anfangen, außerdem wurde die nigerianische Kultur wohl nur oberflächlich eingebaut …

4 Kommentare

  1. Liebe Elena,

    ich wünsche euch eine großartige Zeit mit „Children of Blood and Bone“! Mir ist es in den letzten Wochen auch gelegentlich begegnet und ich bin neugierig geworden, möchte aber erst etwas mehr über das Buch bzw. Eindrücke von Lesern erfahren. Daher bin ich gespannt, was ihr uns berichten werdet. 🙂

    Liebe Grüße
    Kathrin

    • Liebe Kathrin,

      vielen Dank 🙂 Das Lesen des Buches wird für mich auf jeden Fall ein längeres Projekt, da die Seiten echt klein und dicht bedruckt sind. Ich werde berichten, ob sich der „Aufwand“ lohnt.

      Liebe Grüße
      Elena

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