Jahresrückblick: Tschüss 2021, hallo 2022!

Goldgelber Hintergrund mit stilisierten Feuerwerk, den Wunsch "Frohes neues Jahr!" und "Jahresrückblick 2021".

Auch 2021 erwies sich als kein Spaziergang. Einerseits scheine ich bei vielen Dingen am Ziel angekommen zu sein, anderseits fängt das Abenteuer vielleicht grad erst richtig an? Ich werfe zum Jahreswechsel einen Blick auf das, was war, und auf das, was kommt. An dieser Stelle wünsche ich zudem allen Leser:innen einen guten Rutsch und ein hoffentlich schöneres Jahr 2022!

Mein Jahresrückblick 2021

Bücher

Aufgrund des sehr anstrengenden Berufsleben im vergangenen Jahr blieb das Lesen einmal mehr auf der Strecke.

Auf Goodreads gibt es wie jedes Jahr eine Übersicht über alle 2021 von mir gelesenen Bücher. Es sind statt der ursprünglich geplanten 24 Bücher lediglich 14 Bücher geworden, welche insgesamt einen Umfang von 4.097 Seiten hatten. Die durchschnittliche Seitenzahl betrug 292 Seiten, war also ziemlich kurz. Das kürzeste Buch war „A Psalam für the Wild-Built“ von Becky Chamber mit 147 Seiten, das längste Buch „Black Sun“ von Rebecca Roanhorse mit 454 Seiten.

Das populärste Buch, welches ich 2021 gelesen habe, war „The House in the Cerulean Sea“ von T.J. Klune, rund 600.000 Personen haben das Buch im virtuellen Regal stehen. Das unpopulärste Buch war mit 300 Personen „Barbara stirbt nicht“ von Alina Bronski, als noch nicht ins Englische übersetztes Buch sehr im Nachteil. Das im Durchschnitt am besten bewertete Buch, dass ich gelesen habe, war mit 4,49 „The House in the Cerulean Sea“ von T.J. Klune.

Bei grad mal 14 gelesenen Büchern ist eine Top Ten übertrieben, so mal ich nicht alle gelesenen Bücher empfehlen würde. Allerdings gefielen mir einige Bücher hervorragend, deshalb gibt es dieses Mal eine Top Five:

  1. The House in the Cerulean Sea“ von T.J. Klune, in Deutschland erschienen als „Mr. Parnassus‘ Heim für magisch Begabte“, was wunderbar heimelig war.
  2. Black Sun“ von Rebecca Roanhorse, fantastischer Reihenauftakt, der mich wirklich umgehauen hat.
  3. A Psalm for the Wild-Built“ von Becky Chambers, eine Geschichte, die Hoffnung für die Zukunft gibt und eine interessante Reihe verspricht.
  4. Green Rising“ von Lauren James, mit dem Buch wurde mir das Subgenre Climate-Change-Fiction eröffnet.
  5. Barbara stirbt nicht“ von Alina Bronsky, urdeutsche und herrlich bissige Gegenwartsliteratur.

Blog

Der Blog litt auch im Jahr 2021 unter meinem geschäftigen Leben. Es gab nur sieben Beiträge, die keine Rückblicke waren. Nicht umsonst habe ich mir im Mai die Frage gestellt: „Bin ich noch Buchbloggerin?„. Mittlerweile habe ich eine Antwort für mich gefunden, die lautet: Ich möchte gern wieder Bloggerin sein. Auch über Bücher berichten, aber nicht nur. Dafür muss ich mir aber auch die Mittel in Form von entspannter Zeit zum Verfassen von Texten einräumen. Ich bin gespannt, ob und wie mir das gelingt.

An dieser Stelle auch der Link auf meine einzige Rezension im abgelaufenen Jahr:  „The Collapsing Empire“ von John Scalzi, Auftakt einer wirklich sehr spannenden Sci-Fi-Trilogie.

Mit diesem Beitrag habe ich 2021 dann 20 Beiträge veröffentlicht, das ist wahrscheinlich das beitragsärmste Jahr seit ich zu bloggen begonnen habe. Dementsprechend sehe ich es positiv, dass immer noch rund 19.000 Aufrufe und 15.000 Besuche erfolgten. Kommentiert wurde hingegen sehr  wenig, es gab rund 50 Kommentare, von denen etwa die Hälfte von mir sind. Außerdem gab es 7 Likes und die Followerzahl fiel auf 37.

Bei Bloglovin‘ sank die Zahl der Follower auf 269. Sinkende Zahlen gab es auch anderswo: Bei Facebook hat die Seite 36 Likes, auf Instagram folgen mir 120 Profile, auf Twitter sind es 842 Follower. Finde ich aber wenig überraschend, denn meine SoMe-Kanäle sind mäßig bis gar nicht gepflegt.

Serien

Wenn fast nichts mehr geht, geht immer noch Serien schauen. Wie im letzten Jahr werde ich mich im Jahresrückblick auf Serien konzentrieren, für die im Jahr 2022 keine Fortsetzung zu erwarten bzw. die sogar beendet sind. Denn wie in den Vorjahren plane ich auch für das kommende Jahr einen gesonderten Post zu Serien, bei denen ich 2022 mit einer Fortsetzung rechne. Hier nun fünf Serien, die meiner Meinung nach einen Blick wert sind:

  • Nach dem sehr abrupten Ende von Staffel 4 habe ich sehnsüchtig Staffel 5 von „The Bold Type“ erwartet. Mit sechs Folgen fiel die finale Staffel kürzer als die vorherigen aus, aber dennoch konnte die Serie aus meiner Sicht zu einem gelungenen Abschluss geführt werden. Ich hoffe, dass ich eine ähnliche neue Serie finde, denn trotz einiger Schwächen fand ich das Empowerment super.
  • Generation 56k“ war für mich ein Zufallsfund, empfehle ich aber allen, die sich an die Anfangstage des Internets zurückerinnern wollen. Was waren das noch Zeiten, als der gängige Datenträger eine Diskette war. Das italienische Setting gefiel mir auch.
  • Ich stehe dazu, dass ich die für Hallmark sehr typische Drama-Serie „Chesapeak Shores“ schaue, denn sie begleitet eine Großfamilie bei überwiegend nicht zu dramatischen Entwicklungen, das empfinde ich sehr wohltuend. Irgendwie war ich total überrascht davon, dass es jetzt eine fünfte Staffel gab. Zu einer sechsten Staffel konnte ich jetzt aber trotz kleiner Cliffhanger am Ende der letzten Staffel nichts finden, mal abwarten.
  • Nachdem „Squid Game“ im September große Erfolge feierte, habe ich es mir auch angeschaut. Sehr brutal, aber ich mochte die Beziehungen zwischen den Figuren. Bis zu den nächsten Staffeln wird es aber wohl ein Weilchen dauern und ich persönlich hab es auch nicht so eilig, da viele Figuren aus der ersten Staffel wohl kaum weiter vorkommen werden.
  • Gespannt habe ich mir auch die zweite Staffel von „The Witcher“ angeschaut und für gut befunden. Auf die dritte Staffel müssen wir aber leider wohl bis 2023 warten. Allerdings kommen dafür andere Serien rund um den Witcher raus, worüber ich im Vorschau-Posting berichten werde.

Spiele

Work hard, play hard? Auf jeden Fall habe ich auch 2021 wieder viel Zeit mit Spielen verbracht, es überwogen Dungeons & Dragons und Escape-Rooms.

Seit Herbst 2020 spiele ich bei der Kampagne „Tomb of Annihilation“ mit, hier könnten wir uns nun allmählich den Ende nähern, aber vielleicht auch nicht. Aus der Kampagne „Odyssey of the Dragonlords“ bin ich zu Jahresbeginn ausgestiegen, weil sie für mich in Stress ausartete. Nachdem wir „Dragon of Icespire Peak“ beendet hatten, habe ich für meine Gruppe einen neuen Dungeon Master gesucht. Nun spielen wir zusammen „Das Lied der sterbenden Sonne“ und ich bin ein Charakter, den ich ursprünglich in „Ghost of Saltmarsh“ verwendet hatte. Die Myranor-Runde ist leider endgültig der Pandemie zum Opfer gefallen. Stattdessen spiele ich nun etwa einmal im Monat Abenteuer aus „Candlekeep Mysteries„, wobei die „One Shots“ bei uns doch mehrere Sitzungen benötigen. Die gespielte Zeit habe ich nicht wirklich nachgehalten, aber durch die vielen Ausfälle würde ich die Stundenanzahl im sehr niedrigen dreistelligen Bereich vermuten.

Mit Kolleg:innen habe ich vor allem im Winter und im Frühjahr diverse Online-Escape-Rooms gespielt. Etwa jedes zweite bis dritte Wochenende haben wir uns zusammengeschaltet und uns an einem Abenteuer versucht. Der RL-Escape-Room, welchen ich zum diesjährigen Geburtstag geschenkt bekam, hatte durch seine Plastizität jedoch auch einige Vorteile. Und auch beim Einlösen meines Geburtstagsgeschenks aus dem Vorjahr hatten wir in „Die unheimliche Villa“ einige Kopfnüsse zu lösen.

Wirklich intensiv habe ich am PC nur „Cyberpunk 2077“ gespielt, wo ich fast alle möglichen Nebenquests gelöst habe. Bis mich dann Ende März bei etwa 160 gespielten Stunden die Lust verließ. Ich bin gespannt, ob ich irgendwann noch die verschiedenen Enden durchspiele. Überhaupt hoffe ich, dass bald mal wieder ein PC-Spiel rauskommt, wo ich richtig Lust drauf habe. Derzeit sehe ich in absehbarer Zukunft nur den vierten Teil von „Dragon Age“ und selbst der könnte erst 2023 rauskommen.

Und sonst so?

Draußen tobte zwar weiterhin die Pandemie, aber das hielt mein Berufsleben nicht davon ab, sehr wild zu sein. Nachdem ich Ende des letzten Jahres in eine neue Statistik eingearbeitet worden war, habe ich zu Jahresbeginn den ersten Durchlauf selbst stemmen müssen. Dies habe ich in weiser Voraussicht dann auch umfassend dokumentiert. Denn ich konnte mich wie von mir gehofft erfolgreich auf eine Dauerstelle als Referentin bewerben! Das hieß dann noch schnell die Jahresschätzung durchführen und im zweiten Durchlauf die alten Kolleg:innen intensiv einarbeiten. Ein ziemlich anstrengendes erstes Jahresdrittel, aber es hat sich gelohnt, der Einsatz wird jetzt noch geschätzt.

Danach hieß es dann neue Statistiken, neue Rolle, neue Kolleg:innen. Als Vertretung des Chefs fand ich mich plötzlich in Besprechungen wieder, an die ich letztes Jahr noch gar nicht gedachtet hatte. Ob ich mich gut oder schlecht schlage, da möchte ich mir derzeit noch kein Urteil erlauben. In den letzten Wochen ist mir allerdings klar geworden, dass ich mich nicht weiterhin so von der Arbeit vereinnahmen lassen möchte. Ich liebe Herausforderungen und bin sehr ehrgeizig, aber verheizen lassen will ich mich trotzdem nicht. Aber wenn mir das letzte Jahr auch etwas gezeigt hat, dann dass sich jederzeit ungeahnt neue Möglichkeiten eröffnen können.

Bei meinen Ehrenämtern habe ich auch einen Gang runtergeschaltet, insbesondere mein politisches Engagement habe ich reduziert. Bei der FES besuche ich gern Veranstaltungen, initiiere aber grad wenig selbst. Bei ArbeiterKind.de bin ich weiterhin aktiv, bin aber auch dort zurückhaltender geworden. Dennoch freue ich mich darüber, dass mir alle paar Wochen jemensch schreibt und meinen Rat sucht oder sich gleich für das Empowerment durch meine Beiträge bedankt.

Die gewonnene Freizeit stecke ich in verschiedene andere Dinge, wie regelmäßige Kino-Besuche und die Erwanderung des Rheinsteigs. Ich genieße es, dass ich fast jeden Arbeitstag zum Mittagessen verabredet bin und mit Freund:innen recht regelmäßig nach Feierabend was unternehme. Ich hoffe, dass es nächsten Sommer noch mehr wird, wenn die Situation es zulässt.

Zukunftspläne

Im abgelaufenen Jahr habe ich Ziele erreicht, von denen ich das so schnell nicht erwartet hatte. Glücklich gemacht haben mich jedoch eher andere Dinge, die ich ursprünglich nicht im Fokus hatte. Daher bin ich derzeit unschlüssig, ob und was ich mir nun als nächstes großes Projekt vornehmen möchte. Für eine so zielstrebige Person wie mich sehr ungewohnt.

Als kleineres Projekt möchte auf ich jeden Fall fleißig weiter den Rheinsteig erwandern. Es hängt vom Wetter, der Gesundheit und der Gesellschaft ab, wie weit ich tatsächlich komme. Die zwei noch fehlenden Etappen im Rheingau sollte ich auf jeden Fall schaffen. Bis St. Goarshausen zu gelangen halte ich auch noch für sehr realistisch. Ein Traum wäre es, wenn ich schon im Jahr 2022 Koblenz erreiche, dann hätte ich nämlich gut die Hälfte des Rheinsteigs geschafft. Verbunden mit den Wanderungen will ich meine Schrittzahl steigern und am Ende des Jahres auf 3.000.000 Schritte kommen.

Ansonsten versuche ich den Schwerpunkt mehr auf gesellige Kontakte sowie unverplante Freizeit zu legen, um Zeit für Bücher, Puzzle, Spiele usw. zu haben. Und dafür die nötige Kraft und Konzentration zu haben, denn daran mangelte es häufig. Mir ging es dieses Jahr selbst auf den Keks, wie sehr mich die Arbeit beschäftigte und wie müde ich oft war. Wie viel einfach endlos liegen blieb oder ganz ausfiel. Wir leben nur einmal und zwar jetzt.

In diesem Sinne Euch einen guten Start ins neue Jahr.

4 Kommentare

  1. Hey Elena,

    Ein interessanter und auch sehr persönlicher Rückblick. Am meisten bekomme ich dich glaube ich tatsächlich auf twitter mit.
    Für deine Vorhaben drücke ich dir auf jeden Fall die Daumen. Wandern werde ich im nächsten Jahr auch mal ausprobieren, allerdings erstmal eine kleine Strecke von hier in den nächsten Ort. Wer weiß, wozu dieses Wissen mal gut sein wird. Eine Freundin von mir ist im letzten Jahr viel gewandert und ich mochte ihre Bilder von diesen Touren sehr.
    Ich hoffe, im nächsten Jahr wird es wieder möglich sein. Diesen Sommer hat es mir gut gefallen, kleinere Tanzcrashkurse mitzumachen und mit meinen Grundschritt-Kenntnissen vom Zumba auch ein bisschen Paartanz auszuprobieren.

    Komm gut ins neue Jahr und ich hoffe sehr, dass dies auch ein paar mehr Bücher für dich bereithält.

    LG, Moni

    • Hallo Moni,

      das mit dem Mitbekommen kann gut sein, auf Twitter bin ich mit Abstand am aktivsten *g* Jedenfalls danke dir 🙂

      Ich würde beim Wandern auch eher klein anfangen, damit es nicht in Frust statt Genuss ausartet. 2-3 Stunden auf leichten Wegen sind grad am Anfang wahrscheinlich schon fordernd genug. Ich „trainiere“ jetzt schon seit gut zwei Jahren und bin trotzdem nach halbtägigen Touren mit einigen Auf- und Abstiegen geplättet. Aber da du tanzt, dürfte bei dir eine gewisse Grundkonstitution vorhanden sein!

      Ich wünsche dir auch ein schönes neues Jahr mit vielen tollen Büchern.

      LG Elena

  2. Ein sehr schöner Rückblick :). Was das bloggen anbelangt, geht es aber gerade vielen so bzw. gibt es bei all meinen Lieblingsbloggern weniger Beiträge, teilweise pausieren einige auch. Bei mir selbst ist das auch nicht anders, liegt einfach daran, dass privat viel los ist und dadurch kommen weniger Beiträge online. 2021 hat sich bei mir viel getan und geändert, da geht es mir wie dir. Glückwunsch auch zur neuen Stelle, weiß gar nicht, ob ich das hier schon geschrieben habe ;).

    Die Kommentare sind auch bei mir rückläufig, dass ist ja auch schon was, was seit Jahren zu beobachten ist :/. Ist etwas Schade, bleibt nur zu hoffen, dass Blogs irgendwann wieder ein Revival erleben. Ich finde die tiefgründige Auseinandersetzung mit Themen einfach schöner.

    Deine Vorsätze klingen doch super, wünsche dir beim Wandern viel Spaß und Erfolg.

    Oh das freut mich zu hören Elena, danke für das Kompliment <3.
    Netflix ist mittlerweile halt echt nicht mehr zimperlich, was Absetzungen angeht. Serien, die da nicht genügend Neu-Abonnements kreiieren, sind schnell weg vom Fenster. Wenn es nicht eine Serie ist, auf die ich schon länger hinfieber, dann warte ich erstmal die Reaktion ab und ob es überhaupt weitergeht. In meinen Augen ist das eh nicht unbedingt die richtige Strategie, weil jeder Streaming-Dienst auch ein paar Kernmarken braucht, die mehr als 2-3 Staffeln umfassen. Ich hoffe wie du also auch auf eine Änderung bzw. eher ein Umdenken.

    • Hallo Nicole,

      vielen Dank, doppelt hält im Zweifel besser!

      Ich denke, dadurch dass viele nun viel mehr am PC oder Laptop arbeiten müssen und die persönlichen Kontakte zurückgegangen sind, hat Bloggen auch etwas an Attraktivität verloren. Jedenfalls ist es doch schön, dass dein Privatleben dich gut auf Trab hält (nehme jetzt mal an mit positiven Dingen). Bin mir nicht sicher, aber stehst du nicht aus kurz vorm Abschluss des Masters? Dann wird es jetzt nochmal besonders aufregend 🙂

      Beim Thema Kommentare muss ich mir vor allem an die eigene Nase packen. Habe vor, dass ich nun immer sonntags Kommentare beantworte und an Beiträgen arbeite. Mal schauen, wie das klappt.

      Und ich sollte mal paar Dienste wieder kündigen, nutze sie ja doch nicht.

      Viele Grüße
      Elena

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