Neuzugänge #7

Bild von den im Blogpost vorgestellten Neuzugängen

Angefangen habe ich diesen Blogpost voller Optimismus in den ersten Februar-Tagen. Da glaubte ich noch, dass ich mit diesem Beitrag Euch fast auf den aktuellen Stand bringen könnte, da dieser Blogpost alle neuen Bücher bis Ende Januar umfasst. Wie Ihr wahrscheinlich aber schon mitbekommen habt, haben wir mittlerweile schon Anfang März und ich habe in der Zwischenzeit sogar schon jede Menge Bücher ausgelesen, die ich erst danach erhalten habe. Daher wird dies mal wieder mehr so eine Art Sammel-Rezension.

„Empire of Sand“ von Tasha Suri

Ein von indischer Mythologie und dem Mogulreich inspiriertes Buch aus der Feder einer Britin mit indischen Wurzeln. Die im Buch geschilderte Kultur und das Setting waren ziemlich überzeugend, die Protagonistin Mehr leider nicht so ganz. Denn diese macht eine sehr gefährliche Sache, obwohl sie mehrmals eindringlich gewarnt wird. Ich habe nach einem temporären Abbruch den Buch aber noch eine zweite Chance gegeben und konnte so dann erfahren, dass Mehr zumindest auch entsprechende Konsequenzen tragen muss. Insgesamt war die Geschichte nicht schlecht und ich bin auch neugierig auf die Fortsetzung, wo die jüngere Schwester die Hauptfigur spielt. Aber es ist jetzt auch keine Geschichte, die ich weiterempfehlen „muss“.

„To Kill A Kindom“ von Alexandra Christo

Im letzten Sommer waren Geschichten mit Meereswesen und am Meer ein ganz großer Trend, aber erst im Winter hat eins der gehypten Bücher bei mir Einzug gehalten. Ich dachte übrigens wirklich, dass ich das Buch schon viel länger habe. Jedenfalls geht es um eine Sirenen-Prinzessin, die einen Sirenen-jagenden Prinzen das Herz abnehmen muss, literally. Bei Goodreads habe ich mit zur Geschichte notiert: „Für das Buch spricht auf jeden Fall, dass ich es sehr schnell durchgelesen habe und die Plotstruktur hinreichend abwechslungsreich und überraschend war. Außerdem wurde besonders Liras Sirenen-Charakter glaubwürdig dargestellt, sie ist absolut keine damsel in distress. Gegen das Buch sprechen die ständigen ellenlangen Beschreibungen, die sich auch in Variation sehr oft wiederholen. Hätte bei jeden zweiten Satz Nebensätze kürzen und inbesondere zahlreiche Adjektive und Adverbien rausstreichen können, ohne dass die Geschichte etwas verloren hätte. Außerdem habe ich nicht wirklich verstanden, wieso der Endkampf so abläuft, wie er abläuft. Insgesamt ein passables Buch mit Schwächen.“

„The Kiss Quotient“ von Helen Hoang

Dieses Buch hat den Goodreads-Choice-Award in der Kategorie Romance gewonnen. Für mich war es allerdings ein Buch vorwiegend über Sex mit etwas Romantik. Auch wenn es storymäßig erklärt wird, warum der Protagonist Michael sich als Escort verdingt hat, fand ich seine sehr bewegte Vergangenheit nicht ganz so sexy. Schwanken tat ich auch bei der Bewertung von Stellas Schwärmen über sein von schwedisch-vietnamesischen Wurzeln beeinflussten Aussehen, welches die Begierde etwas in den Fetisch-Bereich abzugleiten drohen ließen. Trotz der tollen Repräsentation von Menschen auf den Autismus-Spektrum kann ich daher das Buch nur eingeschränkt weiterempfehlen. Ich fand es allerdings ziemlich cool, dass die Protagonistin sich beruflich mit Daten beschäftigt, weil das auch mein Berufsziel ist.

„Artifical Condition“, „Rogue Protocol“ und „Exit Strategy“ von Martha Wells

Wer den Monatsrückblick für Februar gelesen hat, weiß es schon: Nachdem mir auch der zweite Teil der Murderbot-Diaries so gut gefiel, habe ich mir auch noch den dritten und vierten Teil besorgt und gelesen. Es ist wirklich eine sehr interessante Sci-Fi-Reihe mit einem außergewöhnlichen Protagonisten, nämlich den Anxiety geplagten Murderbot, der eigentlich ein ganz lieber Kerl ist. Hier hindert mich an der uneingeschränkten Empfehlung nur der Preis, selbst als ebook-Bundle sind für die komplette Novellen-Reihe dreißig Euro weg. Aber falls Ihr wie ich tendenziell mehr Probleme habt, überhaupt zu lesen, als den Lesestoff zu bezahlen, dann empfehle ich Euch die Bücher.

„In An Absent Dream“ von Seanan McGuire

Der nächste Grund, warum das Jahr ziemlich teuer anfing. Der vierte Teil der Wayward-Children war sein Geld aber auf jeden Fall wert, für mich vielleicht sogar die bisher beste Geschichte in der Reihe. Ich freue mich schon jetzt sehr, weitere Novellen zu lesen. Übrigens gibt es die ersten drei Novellen ins Deutsche übersetzt als „Der Atem einer anderen Welt“, so dass Ihr recht günstig Seanan McGuire auch hierzulande lesen könnt.

„Bring Me Their Hearts“ von Sara Wolf

Die Geschichte klang wirklich sehr vielversprechend. Aber dann habe ich angefangen und durfte feststellen, dass die Protagonistin Zera einfach nicht den Mund halten kann und beständig mäßig intelligente Äußerungen von sich gibt. Und sich auch gern dämlich verhält. Ich mein, einerseits sollen die Menschen von der Hexenhütte ferngehalten werden und nicht auf die Hexe aufmerksam werden, andererseits beklaut Zera beständig Reisende? Sehr unauffällig! Außerdem altern Herzlose nicht, aber damit wir dennoch eine Teenager-Schmonzette draus machen können, ist Zera erst seit ganz kurzer Zeit herzlos. Ich könnte endlos weitermachen und deshalb habe ich abgebrochen.

„This Mortail Coil“ und „This Cruel Design“ von Emily Suvada

Was hat mich der erste Teil geflasht. Und der zweite Teil enttäuscht. Grundsätzlich finde ich die Serie sehr cool, weil es viel um DNA und Programmieren geht. Die Autorin hat Astrophysik und Mathematik studiert und das macht sich auch bemerkbar, weil die technische Vorgehensweise im Buch weitestgehend plausibel ist. Aber während ich im ersten Band noch die Twists mochte, artete mir das im zweiten Band dann doch in etwas viel Beziehungswirrwarr aus. Ich habe daher den zweiten Band erst einmal zur Seite gelegt und probiere es später vielleicht noch einmal.

„Legion: The Many Lives of Stephen Leeds“ von Brandon Sanderson

Für mich als Fan von Brandon Sanderson brechen demnächst wohl harte Zeiten an, da 2019 ganz den Schreiben des vierten Stormlight-Bandes gewidmet werden wird. Was einerseits gut ist, die Reihe ist wirklich grandios, aber anderseits bedeutet es auch, dass 2019 wohl nur ein neues Buch erscheinen wird: „Starsight“, die Fortsetzung von „Skyward“. Daher könnte „Legion“ für eine Weile das letzte Sanderson-Buch für mich gewesen sein. Aber mal zum Buch selbst: Es ist eine Sammlung von drei Novellen zur Figur von Stephen Leeds. Ich fand die ersten zwei Geschichten richtig klasse, die letzte fiel aus meiner Sicht etwas ab. Insbesondere die psychologische Komponenten in den Novellen sind faszinierend. Für Fans daher eine Empfehlung, aber ein Must-Read ist es jetzt auch nicht.

Konnte ich Euch auf ein Buch neugierig machen? Wenn ja, welches?

2 Kommentare

  1. Huhu 🙂
    ich möchte schon länger mal etwas von Seanan McGuire lesen und vielleicht ist es dann nun endlich mal so weit 😀
    To kill a Kingdom konnte mich, als ich es gelesen habe, leider auch nicht so wirklich überzeugen. Ich fand es insegsamt einfach zu langatmig und mochte Elian irgendwie auch nicht so.
    Liebe Grüße
    Kat 🙂

    • Huhu,
      ich kann dich jedenfalls nur bestärken, Seanan McGuire mal eine Chance zu geben 🙂
      Und ja, Elian war auch nicht so wirklich mein Fall. Aber insgesamt war das Buch schon noch okay.
      Liebe Grüße
      Elena

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