Reloaded: Nachgefragt bei … Sandra

Wie kamst du auf die Idee, über Bücher zu bloggen?

Ich hatte vorher schon ein Blog. Eines, das man heute wohl als „Lifestyle Blog“ bezeichnen würde. Ich habe dort über alles Mögliche geschrieben: Schule, Sport, Mode, Filme, Musik, Partys und eben auch Bücher. Ursprünglich gehörte dieses Blog mal zu unserer Schülerzeitung bzw. zum Schulnewsletter, an dem ich mitgearbeitet habe. Nach meinem Abschluss habe ich das Blog dann einfach weitergeführt. Nebenbei habe ich auch immer schon andere themenbezogene Blogs gelesen, u.a. die von Nina (Libromanie) und Maren (Bibliomanie). Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass ich am liebsten über Bücher schreibe und habe dadurch alle anderen Themen immer mehr vernachlässigt. Damals war ich der Meinung, dass es besser wäre, nur ein reines Lit-Blog zu haben, da dies einfach etwas „seriöser“ wirkt. Daher habe ich das alte Blog gelöscht und nach einigem hin und her dann ein neues, also mein jetziges Blog eröffnet. Es ist ganz witzig zu beobachten, da nun viele ursprüngliche Bücherblogs auch über andere Dinge schreiben. Mittlerweile finde ich das sogar ganz interessant und es stört mich gar nicht so sehr, wie ich damals angenommen hatte. Ich bereue es aber nicht, das alte Blog gelöscht zu haben. Damals mit 16 habe ich einfach noch anders geschrieben, als ich es heute tue.

Wie viel Zeit wendest du ungefähr die Woche zum Bloggen auf?

Eine genaue Stundenzahl kann ich da nicht nennen. Wenn ich solche Sachen wie Twitter und Goodreads, die feste Bestandteile meines Blogs sind dazurechne, dann sind das bestimmt 3-4 Stunden am Tag. Als ich mit dem Bloggen angefangen habe, hatte ich noch etwas unterschätzt, wie viel Zeit das tatsächlich erfordert. Klar ist mein Blog immer noch nur ein Hobby, aber gewisse Anforderungen an mich selber habe ich da schon und das umzusetzen kostet einfach Zeit. Das Aufwendigste sind immer die Rezensionen. Nicht nur das Schreiben, sondern auch die Informationen bzw. Quellen zusammensuchen und die Bilder zurechtzuschneiden. Aber eben genau die Rezensionen machen mir auch am meisten Spaß. Gott sei Dank bin ich recht anspruchslos, was mein Layout betrifft. Dieses Standard WordPress Theme reicht mir da völlig, zumal ich keine besonderen Kenntnisse im Programmieren habe. Würde ich mich da noch „reinfuchsen“ wollen, müsste ich sicherlich noch deutlich mehr Zeit fürs Bloggen aufbringen.

Was war dein schönstes Erlebnis mit deinem Blog?

Das Schönste ist eigentlich immer, wenn Besucher mir schreiben, dass sie meine Kritiken mögen oder wenn sie durch mich auf ein Buch aufmerksam geworden sind, das ihnen sehr gefallen hat. Einmal hat mir ein Schüler geschrieben, ob ich ihm verraten könnte, wie ein bestimmtes Buch ausgeht. Er würde morgen einen Test darüber schreiben und hätte „vergessen“ das Buch zu lesen. Die E-Mail klang so kleinlaut, als ob ich schon der Lehrer wäre. Er hat mir hoch und heilig versprochen, das Buch trotzdem noch zu lesen und mir ein paar Tage später ein Foto von dem Test geschickt, mit einem großen, roten „Sehr gut“ drauf.

Für mich persönlich war es natürlich schön, als eine kleine Tageszeitung angefragt hat, ob sie einen Teil meiner Rezension drucken dürften. Zudem habe ich durch mein Blog schon einige tolle Menschen kennengelernt, mit Steffie (Steflite) und Carina (All About Books) auch schon zwei ganz wunderbare Mädels persönlich.

Die Kommentare auf meinem und auf anderen Blogs sowie meine Goodreads und Twitter Timeline gehören für mich mittlerweile fest zum Alltag dazu. Mit einigen Leuten dort habe ich wirklich täglich Kontakt.

Wie würdest du die Entwicklung in der Buchbloggerwelt beurteilen?

In den letzten zwei Jahren sind viele deutsche Bücherblogs entstanden, was ich schön finde. Mein Blog gibt es ja auch erst seit gut anderthalb Jahren, daher kann ich die Entwicklung zuvor etwas schlecht bewerten. Ich mag es neue Bücherblogs zu finden und zu durchstöbern und ich finde man merkt relativ schnell, ob hinter diesem Blog jemand steckt, der das Ganze mit einer gewissen Ernsthaftigkeit macht. Wenn mir persönlich ein Blog nicht gefällt, dann besuche ich es einfach nicht mehr. Klar, auch mir stößt es bitter auf, wenn Blogger nur auf hohe Klickraten oder kostenlose Bücher aus sind oder wenn jemand sich sein Layout und den Inhalt auf anderen Blogs zusammenklaut. Man sollte sich nicht an allem aufhalten, aber gerade bei letzterem finde ich nicht, das man da einfach immer wegsehen und den Mund halten sollte; irgendwann trifft es einen selbst und dann ist man für Unterstützung sehr dankbar. Durch so etwas verliert man doch ganz schnell die Lust am Bloggen. Aber mir gefallen diese Seitenhiebe und dieses anonyme Lästern dabei nicht, das löst schließlich das Problem nicht. Wenn ich ein Problem mit jemand oder etwas habe, dann schreibe ich denjenigen sofort an. Zumindest in den meisten Fällen lässt sich da ganz schnell eine Lösung finden und selten steckt eine böse Absicht dahinter.

Tja, und die Unbelehrbaren. Ich hoffe darauf, dass deren Blogs früher oder später von selber einfach wieder verschwinden werden.

Hast du eine Lieblingsbücherseite (Buchhomepage, Büchermagazin, etc.) im Netz?

Meine absolute Lieblingsseite ist in den letzten zwei Jahren Goodreads.com geworden. Ich finde die Seite ist sehr übersichtlich und durch Listopia bin ich schon oft auf ein Buch aufmerksam geworden. Durch Goodreads habe ich auch Kontakt zu einigen amerikanischen Lesern geknüpft, mit denen ich mich immer wieder gerne unterhalte. Ein großer Vorteil ist auch, dass sich dort viele Autoren angemeldet und keine Scheu davor haben, mit ihren Lesern in Kontakt zu treten. Oder man kann dem Autor eben selber schnell und unkompliziert eine Frage stellen. Büchermagazine lese ich eigentlich nicht. Wenn ich mit der Bahn fahre gibt es in Langstrecken-zügen allerdings immer das Bahnmagazin, wo ein Großteil tatsächlich über Literatur handelt und u.a. auch Lovelybooks neue Bücher vorstellt. Das Magazin lese ich mir dann immer ganz gerne durch.

Was macht für dich eine gute Rezension aus?

Begründen. Ich kann jede Meinung und jedes Argument nachvollziehen, wenn es logisch  begründet wird. Ich weiß selber, dass das manchmal schwer ist. Mitunter weiß man selber nicht genau, warum einem etwas gefallen oder eben nicht gefallen hat. Aber wenn ich etwas behaupte, z.B. das mir die Figuren „ans Herz gewachsen sind“ oder „die Story zu oberflächlich war“, dann will doch jeder wissen: Wieso?

Ich persönlich habe mir eine Art Schema für meine Rezensionen entworfen, bzw. es ist eigentlich einfach mit der Zeit entstanden. Ich teile die Kritik beim Schreiben in drei Teile auf: Den Inhalt zusammenfassen mit einem leichten Teaser am Ende des Absatzes. Dann gehe ich auf den Inhalt ein und tue dies meistens anhand von ein bis zwei Beispielen, die ich dann aber auch begründen kann. Zum Schluss fasse ich meine Meinung zusammen und stelle klar gegenüber, was mir gefallen hat und was nicht und ob ich das Buch weiterempfehlen würde.

Ich lese andere Rezensionen grundsätzlich erst, nachdem ich das Buch selber gelesen und meine Kritik geschrieben habe, einfach weil man sich selbst, auch unbewusst sehr schnell von anderen Meinungen beeinflussen lässt. Ich habe daher nichts gegen Spoiler, wenn sie für andere als solche deutlich gekennzeichnet werden.

Wie viel man vom Inhalt preisgibt, soll jedem selbst überlassen sein. Ich orientiere mich da meistens am Klappentext und schreibe niemals über Dinge, die in der zweiten Hälfte des Buches passieren.

Tja und ansonsten, einfach ehrlich sein und das schreiben, was man tatsächlich denkt, ohne beleidigend oder abwertend zu werden. Zumindest grundlegende Kenntnisse in der Grammatik und Zeichensetzung setzte ich dabei einfach mal voraus 😉

Ein kleiner Tipp von mir: Wenn ihr eure Rezension in Word schreibt, gibt es mit einem Rechtsklick auf das Wort die Funktion Synonyme, die manchmal echt hilfreich ist, wenn einem ein Wort nicht einfallen will oder ihr das gleiche Wort schon sehr oft verwendet habt.

Wie hältst du es mit Rezensionsexemplaren in deinem Blog?

Da ich viel auf Englisch lese, hält sich das bei mir (nach eigener Einschätzung^^) in Grenzen. Die Rezensionsexemplare, die ich bekomme, habe ich selber angefragt und ich lese sie sofort, nachdem ich sie bekommen habe. Ich frage generell immer nur für ein Buch an, das ich sofort lesen möchte. Ich denke es bringt auch einen Buchblogger nicht um, wenn er oder sie ab und zu auch mal ein Buch kaufen muss 😉 Portale wie BloggdeinBuch, NetGalley oder Vorablesen finde ich ganz hilfreich, besonders für den Verlag, solange sie einem beim Schreiben der Rezension alle Freiheiten lassen. Denn in den Aufbau und den Inhalt meiner Kritik lasse ich persönlich mir äußerst ungerne reinquatschen 😉

Wenn dich ein Litblogneuling nach einem Tipp fragen würde, welchen würdest du ihm geben?

Ich finde es immer seltsam, wenn mich jemand fragt, wie man als Blogger möglichst schnell bekannt wird. Gehen diese Leute auch auf der Arbeit oder in der Uni auf fremde Menschen zu und fragen: „Willst du mein Freund sein? Stellst du mich bitte auch direkt all deinen anderen Freunden vor?“ Das funktioniert doch im Netz genauso wenig, wie im richtigen Leben. Es gibt keinen besonderen Tipp, den ich Neulingen geben kann, außer dem Selbstverständlichen: Sei du selbst, mach dein Ding, trau dich ruhig was und sei gesellig. Beteilige dich an Diskussionen, hinterlasse auf anderen Blogs Kommentare, zeig Interesse. Die Leute finden so ganz von selber auf deinen Blog. Dabei wirst du selber irgendwann merken, dass du beim Bloggen und vor allem beim Schreiben immer besser wirst.

Dein absolutes Lieblingsgenre ist Young Adult – gab es da ein Schlüsselerlebnis oder „warst“ du schon immer so?

Na ja, als mein absolutes Lieblingsgenre würde ich YA nicht bezeichnen. Ich habe überhaupt erst vor einem Jahr angefangen, wirklich YA zu lesen. Vor allem Stephies Jugendbuch Challenge ist daran schuld 😉 Da bin ich auf wahnsinnig viele YA Bücher aufmerksam geworden.

Die Tribute von Panem waren mitunter die ersten Jugendbücher, die ich gelesen habe und natürlich ein super Einstand. Vorher bin ich in Buchhandlungen an der Kinder- und Jugendbuchecke immer sofort mit dem Gedanken „Pferde, Prinzessinnen, Pokémon und Power Rangers“ vorbei gelaufen *g*

Ich bin schon sehr wählerisch, was meine Bücher betrifft. Ich bewege mich da meistens immer zwischen YA, Science Fiction bzw. Urban Fantasy, Unterhaltungsliteratur und (Historical) Romance. Als Jugendliche habe ich viele historische Romane gelesen, danach gab es eine Phase, da habe ich viele Thriller gelesen. Auch heute habe ich immer noch gewisse Phasen, wo ich Lust auf eine bestimmte Art von Buch habe. Immer nur das gleiche Genre zu lesen, wäre mir auf die Dauer dann doch zu langweilig.

Was macht einen guten YA-Roman aus?

Ich versuche immer den Hintergedanken zu bewahren, dass diese Bücher vorrangig für Kinder und Jugendliche geschrieben wurden. Wenn die Sprache eben etwas flacher gehalten ist, dann kann ich damit leben. Ich denke die Unterschiede sind ansonsten doch ehr gering im Vergleich zur Erwachsenenliteratur. Für YA ist es sicherlich wichtig, das eine Botschaft hinter der Story erkennbar, das ein gewisser Lerneffekt vorhanden ist. Die Probleme der Jugendlichen sind eben andere, als die der Erwachsenen und ich denke, in YA-Büchern ist es wichtig, dass sich jeder darin wiedererkennen kann. Entweder in einer Situation, in der man sich als 16-Jährige gerade befindet oder in der man sich in dem Alter mal befunden hat. YA-Bücher können von allen Altersgruppen nachempfunden und verstanden werden, während man für so manche Erwachsenenromane doch schon eine gewisse Lebenserfahrung haben muss, um ein Buch wirklich nachvollziehen zu können.

In einigen englischen YA Büchern ist oftmals ein ganz bestimmtes Muster erkennbar, was einen besonders als „älteren Leser“ nach kurzer Zeit doch schnell langweilt. Besonders diese Dreiecksbeziehungen nerven mich persönlich neuerdings sehr.

Du liest fast nur englische Bücher – gibt es keine deutschen Autoren, die dir gefallen?

Das hat eigentlich gar nichts mit dem Autor zu tun. Ich will jedes Buch möglichst in der Originalsprache lesen, damit nichts in der Übersetzung verloren geht. Gerade wenn die amerikanischen Autoren den britischen oder australischen Akzent ein wenig auf die Schippe nehmen, würde das in der deutschen Übersetzung gar nicht rüberkommen. Andersherum natürlich genauso. Ich würde niemals eine englische Übersetzung eines deutschen Buches lesen.

Als Anglistik Studentin muss ich in der Uni alles auf Englisch lesen, wobei ich immer versuche, von meinem Studium so wenig wie möglich in meinen Blog einfließen zu lassen.

Es gibt schon viele deutsche Autoren, deren Bücher mir sehr gefallen haben. Nina Blazon, Kai Meyer, Kerstin Gier, Thomas Thiemeyer oder Ursula Poznanski sind da nur einige Beispiele.

In welches Buch würdest du gern einmal hineinklettern, wenn du könntest – außer Harry Potter?

Aus Harry Potter würde ich ganz schnell wieder hinausklettern 😉 Ich glaube, ich bin die einzige Lit-Bloggerin, die die Bücher nicht gelesen hat und auch nicht lesen will. Im Grunde klettere ich ja in alle Bücher hinein, die ich lese. Mhh, aber in einem Nicholas Sparks Roman würde ich gerne einmal dabei sein, z.B. in Wie ein einziger Tag. Besonders die Szene auf dem Rummel würde sicherlich Spaß machen. Oder in The Maze Runner von James Dashner, wobei ich mir die Stimmung dort schon sehr klaustrophobisch vorstelle. Aber mir gefiel einer der Jungs in dem Buch sehr, sehr gut 😀

Ich würde hier auch eines meiner All time Lieblingsbücher nennen, The Bronze Horseman von Paullina Simons. Allerdings spielt dieses Buch während des Zweiten Weltkriegs und in dieser Zeit möchte ich nicht wirklich gerne sein wollen.

Gibt es ein Genre, welches dir absolut nicht zusagt?

Würde ich jetzt aus der Sicht der Anglistik-Studentin sprechen, würde ich sofort sagen: Drama. Egal ob Wedekind, Goethe oder Max Frisch. Drama habe ich schon in der Schule gehasst und jetzt an der Uni tue ich das noch viel mehr. Erzählende Literatur gefällt mir einfach viel, viel besser.

Aber als Bloggerin würde ich sagen: Frauenliteratur. Ich habe auch dort schon Ausnahmen gelesen, aber meistens sind mir die Bücher einfach zu oberflächlich. Ich kann einfach nicht nachvollziehen wie Kosmetik, Mode und Beziehungskrach der ganze Inhalt eines Buches sein kann.

Bis vor kurzem habe ich auch immer einen riesigen Bogen um Vampirromane gemacht, doch mit Blutbraut von Lynn Raven wurde ich sehr positiv überrascht und habe so ein wenig Frieden mit den Blutsaugern geschlossen. Aber generell kann ich mit High Fantasy nur schwer umgehen, da mir die Bücher oftmals zu abgedreht, einfach schon zu skurril sind.

Wonach wählst du deine Bücher aus?

Ganz simpel nach dem Klappentext. Sicherlich springt mir ein schönes Cover oder ein außergewöhnlicher Titel auch immer direkt ins Auge, aber kaufen tue ich ein Buch nur dann, wenn der Klappentext interessant klingt. Da meine Lieblingsfarbe Grün ist, habe ich gemerkt, dass ich sehr schnell auch auf grüne Cover anspringe. Aber kaufen tu ich das Buch dann noch lange nicht. Ich stöbere für mein Leben gerne bei Amazon, Goodreads oder in der Buchhandlung und so werde ich auf den größten Teil meiner Bücher aufmerksam. Ansonsten natürlich auf anderen Buchblogs sowie in den Verlagsvorschauen.

Wie würdest du deinen Sub charakterisieren? War er schon immer so groß? Gibt es ein Prinzip dahinter?

Mein SuB ist mir eigentlich egal. Ich zähle nicht mit oder versuche krampfhaft die Zahl der Bücher zu verringern. Laut Goodreads liegt mein Stand derzeit bei 190, wobei da auch E-Books und Hörbücher mitzählen. Ein wenig erschrocken war ich in meiner letzten Jahresstatistik, wie viel Geld ich 2011 für Bücher ausgegeben habe. Irgendwie hat das so einen kleinen Hallo-Wach-Effekt bei mir ausgelöst, da es doch eigentlich witzlos ist, Bücher zu kaufen, die es immer zu kaufen gibt. Daher habe ich für 2012 beschlossen, nur noch Bücher zu kaufen, die ich sofort lesen will oder die gerade besonders günstig zu bekommen sind.

Wie groß ist deine Wunschliste?

Ich habe eine bei Goodreads und eine bei Amazon. Wobei beide auch ein wenig als Merkliste dienen. Ich denke nicht, dass ich jemals alle Bücher, die da drauf stehen kaufen/haben/lesen werde. Derzeit sind es etwa 290 Bücher. Und es werden eigentlich täglich mehr. Dummerweise schenken mir Freunde und Bekannte z.B. zum Geburtstag kaum noch Bücher. Erst vor kurzem durfte ich mich fragen lassen, wieso ich mir überhaupt noch Bücher oder Gutscheine wünsche, ich hätte doch schon alle Bücher, die es gibt! Unglaublich oder? ^^

Gibt es Autoren, die du nie wieder freiwillig lesen würdest – und warum?

Nein gibt es nicht, da ich bei einem Buch niemals nach dem Autor gehe, sondern nur nach dem Inhalt. Ich lese auch nicht automatisch alle weiteren Bücher von einem Autor, nur weil mir eines davon gefallen hat. Natürlich wird es für einen Autor schwer, mich nochmal für eines seiner Bücher zu begeistern, wenn mir ein Vorgänger nicht gefallen hat. Aber spricht der Klappentext mich an, gebe ich auch jedem eine weitere Chance.

Magst du Buchverfilmungen? Wenn ja, welches Buch sollte unbedingt verfilmt werden? Oder eben grade nicht?

Ganz ehrlich, ich stehe Literaturverfilmungen eher skeptisch gegenüber. Gerade diese ganzen YA Bücher, bei denen die Rechte oftmals schon an große Filmproduktionen verkauft wurden, bevor das Buch überhaupt erschienen ist. Es folgen dann Filme immer mit den gleichen Schauspielern sowie den gleichen Regisseuren und drum herum eine einzige, riesige Marketingindustrie. Generell sehe ich mir Filme immer erst dann an, wenn ich das Buch schon gelesen habe. Letzten Sommer gab es aber so eine Phase, wo Bücher echt schneller verfilmt wurden, als das man sie hätte lesen können. Sowas mag ich gar nicht, wenn ich von Anfang an keine Chance habe, mir die Figuren und die Szenen selber vorzustellen. In den Medien kommt man ja nicht dran vorbei. Dann habe ich schon gar keine Lust mehr, das Buch überhaupt noch zu lesen.

Nichtsdestotrotz gibt es natürlich einige schöne Beispiele für Literaturverfilmungen, z.B. Wie ein einziger Tag von Nicholas Sparks, Wasser für die Elefanten von Sara Gruen oder erst vor kurzem im Kino Zwei an einem Tag von David Nicholls und natürlich auch mein absoluter Lieblingsfilm: Schindlers Liste.

Wie stehst du zu E-Books?

Ich liebe E-Books und lese mittlerweile mit meinem Kindle genauso gerne wie ein herkömmliches Buch. Ich war eine der ersten Blogger, die einen Reader hatten und wurde früher oft gefragt, wie ich nur digital lesen könnte? Das wäre doch überhaupt kein Vergleich zum Papier in der Hand halten. Vor ein paar Monaten brach dann irgendwie das Kindle Fieber aus und ganz viele Blogger haben die E-Books für sich entdeckt. Ich freue mich über diese Entwicklung und habe mir neben meinem alten Sony Reader auch einen Kindle Keyboard gekauft. Und den würde ich niemals wieder hergeben!

Ich würde nie ganz auf gedruckte Bücher verzichten wollen, zumal ich es liebe, sie zu fotografieren (^^), aber auf Reisen oder morgens in der S-Bahn begleitet mich eigentlich nur noch der Kindle.

Wie viele Stunden liest du die Woche?

Ich versuche jeden Tag mindestens 50 Seiten zu lesen. Das klappt ganz gut. Klappt es mal nicht, sollten es am nächsten Tag 100 Seiten sein. Durchschnittlich lese ich ca. 2 Stunden am Tag, was demnach 14 Stunden in der Woche wären. Aber ganz genau kann ich das nicht sagen, denn mal sind es mehr und dann mal wieder weniger. Durch die ReadMore App habe ich herausgefunden, dass ich anscheinend nie länger als 50 Minuten am Stück lesen kann, dann brauche ich einfach eine kleine Pause. Aber es kommt natürlich auch immer auf das Buch an, zudem ich gegen Ende eines Buches immer schneller werde, da ich schnell wissen will, wie es ausgeht.

6 Kommentare

  1. Lieben Dank, dass ich nochmals dabei sein durfte =)
    Es hat Spaß gemacht das erste Interview nach so langer Zeit zu lesen, das zeigt doch wie man sich verändert hat.
    Sonnige Grüße!

    • Gerne doch! hat mich gefreut, dass du mitgemacht hast 🙂

      Ich finde diesen Abgleich zwischen damals und heute sowieso jedes Mal wieder sehr spannend, aber mein eigenes Interview war natürlich nochmal etwas anderes.

      Viele Grüße
      Elena

  2. Sehr spanend, von der neuen Sicht auf so einige Dinge zu lesen. Ich freue mich außerdem immer, wenn langjährige Blogger weiterhin mit Freude und Schwung dabei sind und dafür gegebenenfalls auch ihren Themenkreis erweitern.

  3. Aww, danke für die liebe Erwähnung. Ich find’s immer sehr spannend die (neuen alten) Interviews von Bloggerinnen zu lesen, die ich gefühlt schon ewig kenne 🙂

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