„Das kleine Café in Kopenhagen“ von Julie Caplin

Foto vom Buch "Das kleine Café in Kopenhagen"

Der Auftakt der Romantic-Escapes-Reihe wird als als „süße Liebesgeschichte im idyllischen Kopenhagen – mit sympathischen Figuren, warmherzigem Humor und viel Lokalkolorit“ vermarktet. Konnte das Buch mich wie viele andere Blogger_innen verzaubern? Meine Meinung zu diesem Cick-Lit-Roman erfahrt in der Rezension!

Mehr Informationen zum Buch
Autorin: Julie Caplin
Originaltitel: „The Little Café in Copenhagen“
Deutsche Übersetzung: „Das kleine Café in Kopenhagen“
Serie: Romantic Escapes #1
Seitenzahl: 416 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Veröffentlichungsdatum: 18. Dezember 2018

Eine im wahrsten Sinne süße Liebesgeschichte im idyllischen Kopenhagen – mit sympathischen Figuren, warmherzigem Humor und viel Lokalkolorit!

PR-Frau Kate organisiert eine Pressereise nach Kopenhagen. Unter den eingeladenen Journalisten ist auch der zynische Ben, der von dem Hype um den dänischen Hygge-Trend überhaupt nichts hält und eigentlich lieber gegen die Ungerechtigkeit in der Welt anschreiben würde. Kein Wunder, dass zwischen ihm und Kate sogleich die Fetzen fliegen. Überhaupt entpuppt sich die bunte Reisegruppe als reinster Flohzirkus. Aber dem Charme des idyllischen Kopenhagens kann sich auch Ben letztlich nicht entziehen. Und erst recht nicht dem von Kate …

Inhalt

Das Leben von PR-Frau Kate schien alles zu haben, was sie dachte, dass sie wollte: Erfolg, Glamour und ein charmanter Freund. Doch dann entwickelt sich alles anders als geplant und Kate ist am Boden zerstört. Zum Glück kann sie bald darauf eine Presse-Reise nach Kopenhagen organisieren, um einer Gruppe von Journalisten die Geheimnisse von Hygge näherzubringen.

Während die Reisegruppe der Lebensart der glücklichen Dänen nachspürt, hat Kate alle Hände voll zu tun. Denn die Journalisten entpuppen sich schwerer als ein Sack Flöhe zu hüten und fordert Kates Organisationsgeschick heraus. Insbesondere der zynische Ben, der sich vom dänischen Hygge-Trend absolut unbeeindruckt zeigt und lieber über wichtigere Sachen schreiben würde, stellt eine Herausforderung dar. Doch so schnell gibt Kate nicht auf.

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Meinung

Das Buch lag eine Zeit lang in vielen Buchhandlungen aus und wurde von vielen Blogger_innen begeistert besprochen. Gekauft habe ich es allerdings auf den Tipp einer Arbeitskollegin hin. Diese empfahl mir das Buch, als ich über meine bevorstehende Dienstreise mit verlängerten Wochenende nach Kopenhagen sprach.

Den ersten Teil empfand ich ziemlich durchwachsen. Der Einstieg war noch vorhersehbarer als er es in diesem Genre üblicherweise ist und dementsprechend war es unbehaglich, auf das Eintreten des Unvermeidlichen zu warten. Auch der Part mit der Entdeckung von Hygge schmerzte mich schon fast beim Lesen, da dies plump geschah. Am Unangenehmsten empfand ich jedoch die recht derbe Sprache und den eher unrunden Schreibstil, wobei letzteres möglicherweise zum Teil auf die Übersetzung zurückzuführen ist. Da mir das Buch aber empfohlen worden war, wollte ich nicht vorschnell aufgeben.

Tatsächlich empfand ich die Geschichte ab dem zweiten Teil wesentlich angenehmer zu lesen. Vielleicht, weil die Autorin nun alle ihre Figuren in die gewünschte Position gebracht hatte und nun endlich erzählen konnte, was sie eigentlich erzählen wollte? Jedenfalls wuchsen mir die verschiedenen Figuren mit der Zeit ans Herz, das Geschriebene las sich wesentlich flüssiger. Auch aus touristischer Perspektive fand ich die Geschichte recht interessant, später habe ich beispielsweise deshalb das Designmuseum besucht. Jedenfalls konnte ich hier ziemlich gut verstehen, warum so vielen das Buch sehr gefallen hat.

Leider mussten dann in Teil Drei die anscheinend in fast keinen Chick-Lit-Roman fehlen dürfenden Irrungen und Wirrungen noch eingebracht werden, so dass aus meiner Sicht die Geschichte um etwa hundert Seiten aufgebläht wurde. In diesem Fall fand ich die Missverständnisse im Bezug auf die Protagonistin und ihren love interest besonders unnötig. Immerhin wurden erfreulicherweise dafür paar andere tendenziell problematische Aspekte entschärft.

Insgesamt bleibt mir doch recht rätselhaft, wieso „Das kleine Café in Kopenhagen“ so ein großer Erfolg geworden ist. Vielleicht liegt es an der Kombination eines Chick-Lit-Romans mit dem Trendthema Hygge und den noch nicht so häufig bemühten Setting Kopenhagen? Das soll nicht heißen, dass mir das Buch keine Freude bereitet hat, denn immerhin habe ich es ziemlich zügig komplett durchgelesen und das kommt bei mir derzeit nicht so häufig vor. Allerdings empfand ich es eben auch nicht als überragend gut, sondern lediglich gefällig mit handwerklichen Schwächen.

Für alle an der Autorin Interessierten noch folgender Hinweis: Julie Caplin nutzt auch das Pseudonym Jules Wake.

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Empfehlung?

Wer einen gefälligen Chick-Lit-Roman in Verbindung mit Hygge und Kopenhagen lesen möchte, könnte hier durchaus glücklich werden. Allerdings weist die Geschichte Anlaufschwierigkeiten sowie Längen auf, der Schreibstil besitzt noch Verbesserungspotenzial. Möglicherweise empfiehlt es sich, vorab eine Leseprobe zu lesen.

In einem Satz

„Das kleine Café in Kopenhagen“ verbindet Chick Lit mit Hygge, kann jedoch handwerklich nur bedingt überzeugen.

3 Kommentare

  1. Das war anscheinend ja ein recht durchwachsenes Leseerlebnis. Das Inhalt klingt ja recht kuschelig-nett, aber doch auch so, als könnte das schnell ins nervige oder plumpe umschlagen.

    • Hallo Neyasha,

      ist wohl echt Geschmackssache, vielen hat das Buch ja total gut gefallen. Ich hoffe ja weiter darauf, dass ich neue gute Chick-Lit-Autor:innen auftue. Wenn ja, gebe ich Bescheid.

      Viele Grüße
      Elena

  2. Hey Elena,

    ich glaube, viele verbinden diese Reihe mit Urlaubsfeeling, leichter, etwas dramatischer Lektüre, die das Setting und Kultur nicht außer Acht lässt.
    Ich lese sowas tatsächlich manchmal im Sommer, wenn nix anderes mehr geht, selbst wenn die Lektüre in einigen Szenen überzogen ist.
    Ich hoffe, dir hat Kopenhagen gefallen. Ich mag diese Stadt sehr und hoffe irgendwann wieder hin zu fahren.

    Liebe Grüße
    Tina

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