Funkenflug 06/2020

Symbolbild für Monatsrückblick in sommerlichen Gelb und Grüntonen, im Hintergrund Farne

Im Juni ist mir ziemlich die Puste ausgegangen, die letzten Monate waren doch ziemlich anstrengend. Zum Monatsende hin war ich auch krank und da passierte dann erst recht nicht mehr viel. Über Konsequenzen habe ich mir bereits Gedanken gemacht: Wofür möchte ich meine Kräfte einsetzen? In der Folge habe ich mich aus einigen Sachen rausgezogen, bei anderen den temporären Ausstieg angekündigt, weitere Freizeitaktivitäten werden auf Eis gelegt werden. An den wöchentlichen Blogbeiträgen möchte ich jedoch gerne festhalten, schließlich habe ich zahlreiche Ideen für Postings und das Schreiben kann zeitlich flexibel erfolgen.

Lesefunken: Nachdem ich Anfang des Monats die zahlreichen Vorwörter gelesen hatte, habe ich letztes Wochenende dann das eigentliche „Brave New World“ von Aldous Huxley gelesen. Ich fand es ein schreckliches Buch, weil die Gesellschaft ableistisch, frauenfeindlich, rassistisch und vieles mehr ist. Ja, der Anfang und eine Passage am Ende sind sehr interessant, aber der Mittelteil ist nicht sonderlich gelungen und der Schluss gefiel mir auch nicht. Von mir bekommt das Buch keine Empfehlung.

Film- und Serienfunken: Der Juni war bei mir ein Miss-Fisher-Monat, denn ich habe ausschließlich Folgen von „Miss Fisher’s Murder Mysteries“ geschaut, dabei bin ich von Anfang Staffel 1 bis Mitte Staffel 3 gekommen. Die Serie wollte ich schon ewig schauen und jetzt war sie genau das Richtige. In der australischen Serie geht es darum, dass Miss Phryne Fisher Ende der Zwanziger Jahre nach Melbourne zurückkehrt und dort immer wieder mit mysteriösen Mordfällen konfrontiert wird. Ich habe schnell den ganzen Cast lieb gewonnen. Allen voran Inspektor Jack Robinson, der bei seinen Ermittlungen zu Beginn immer wieder von Miss Fischers unkonventionellen Methoden und ihrer Hartnäckigkeit, an den Ermittlungen mitzuwirken, überrascht wird. Und Gesellschafterin Dorothy, die von der sehr liberalen und unerschrockenen Miss Fisher regelmäßig an ihre Grenzen gebracht wird, schließlich aber an den Herausforderungen wächst. Ich hoffe, ich schaffe es demnächst auch mal an eine bezahlbare Möglichkeit zum Schauen von „Miss Fisher and the Crypt of Tears“ zu gelangen. Vielleicht schaue ich mir auch mal „Ms Fisher’s MODern Murder Mysteries“ an, auch wenn die Rezensionen dazu ziemlich miserabel sind und ich auch nicht ganz verstehe, warum dort eine Länge von 80 Minuten pro Fall gewählt wurde.

Spielfunken: „Animal Crossing: New Horizons“ ist weiterhin täglich eingeplant. Aber ich werde wohl zukünftig die Konsole unter der Woche nicht mehr für eine morgendliche Runde anpacken, sondern nur noch abends, um hoffentlich besser aus dem Haus zu kommen. Nach dem Umzug habe ich auch keine Zugzeiten mehr, wo ich die Konsole rausholen könnte.

Bei meinen PnP-Runden hatte ich schon länger überlegt zu reduzieren. Eine Runde hat sich von selbst verlaufen, bei einer Runde habe ich den Tod meines Charakters zum Ausstieg genutzt. Netterweise wurde er in einer späteren Session wiederbelebt, also vielleicht kehre ich zu einem späteren Zeitpunkt zurück. Aber davor möchte ich den Abschluss von mindestens zwei meiner vier verbliebenen Runden schaffen. Die von mir geleitete Runde „Dragon of Icespire Peak“ wird noch mindestens in den Spätherbst gehen, von den DnD-Kampagnen ist „Dragonlords of the Odyssey“ immer noch ganz am Anfang und die Myranor-Runde macht auch den Eindruck, dass wir da noch mehrere Monate brauchen. Aber vielleicht endet die Kampagne zu „Die verlorene Mine von Phandelver“ noch in diesem Sommer.

Unterwegsfunken: Ich sollte mir echt mal wieder aufschreiben, wann ich was mache, selbst wenn es nur digital ist. Ehrenamtlich habe ich an einigen Veranstaltungen virtuell teilgenommen. Am langen Wochenende von Fronleichnam habe ich meine Eltern besucht und einiges an Kleidung eingekauft. Meine alten Schuhe brachen auseinander, das gingt wirklich gar nicht mehr. Außerdem noch paar Oberteile, da meine sommerliche Auswahl an „seriösen“ Teilen doch sehr eingeschränkt war. Dazu eine wunderschön luftige Sommerhose mit Blumenprint. Somit bin ich jetzt auch für hohe Temperaturen gerüstet.

Blogfunken: Ideen zum Bloggen hatte ich reichlich, aber mir fehlte die Zeit und die Energie. Daher ging nur die Rezension zu „Das kleine Café in Kopenhagen“ von Julie Caplin online.

Zukunftsfunken: Weniger ist mehr. Ich möchte einmal mehr versuchen, meine Zeit auf die Dinge zu fokussieren, welche mir Freude bringen und wo ich mich dann auch am Ende des Tages zufrieden fühle, dass ich da Zeit reingesteckt habe. Es ist schön, mit netten Menschen gemeinsam was zu spielen oder zu erreichen, aber derzeit fühlt es sich mehr nach Stress als Freizeit an. Abgesehen davon steht Ende des Monats mein Umzug an, dieser wird sich durch den veränderten Arbeitsweg und die neue Umgebung vermutlich generell ziemlich disruptiv auf Routinen auswirken. Schauen wir mal, ob es mit dem Bloggen dennoch wieder besser klappt.

1 Kommentare

  1. Freizeitaktivitäten sollten definitiv immer Spaß machen und nicht in Stress ausarten, passiert letzteres sollte man dann auf jeden Fall da ein paar Dinge streichen oder was ändern – gut, dass du das dann auch gemacht hast und zu dem Fazit kommst, dich auf die Dinge zu konzentrieren, die dir Freude bereiten. Von Ms. Fishers Murder Mysteries habe ich auch schon viel gehört – viel Gutes, aber irgendwie hat mich die Serie trotzdem noch nicht gereizt. Aktuell gibt es die Serie ja noch bei Netflix und mal schauen, wie viel da in den nächsten Monaten noch so an Content online geht – ab wann man dann evtl. doch die Corona-Drehstopps bemerkt, dann bleibt ja Zeit sich mal genauer das Angebot anzuschauen und so manche Watchlist-Leiche mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Ist aber ärgerlich, wenn es da ein Special oder Spin-Off hierzulande mal wieder gar nicht zu sehen gibt. Mich nervt das bei anderen Serien auch sehr, dass man die in Deutschland nicht sehen kann, nicht mal via Staffelpass. Wieso das immer noch bei einigen Produktionen der Fall ist, erschließt sich mir 2020 überhaupt nicht mehr, da ja eh viele den O-Ton mit Untertiteln schauen, man könnte das also dann auch erstmal auf Englisch anbieten. Ich warte nämlich recht gespannt auf Love, Victor, würde aber auch gerne mal in Roswell, New Mexico reinschauen, das ja mittlerweile sogar schon um ne dritte Staffel verlängert wurde und hier noch nicht gelaufen ist oder das The Fosters Spin-Off Good Trouble, auch da wurde schon um eine dritte Staffel verlängert und hierzulande kann man das nicht mal kaufen. So ärgerlich, weil ich die Mutterserie echt liebe. Toller Drama-Geheimtipp um das Pflegesystem in den USA und zwei Frauen, die sich entscheiden Kinder zu adoptieren.

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