Fremde Funken 04/2019

Im April habe ich die Masterarbeit beendet und direkt im Anschluss bis weit in den Mai viele Termine rund um das Thema Jobeinstieg gehabt. Lange Rede, kurzer Sinn: Auch die fremden Funken für April haben sich reichlich verspätet. Immerhin konnte ich so noch viele Entdeckungen aus der letzten #litnetzwerk-Runde in Mai aufnehmen. Hier kommt nun wie gewohnt eine Auswahl in meinen Augen besonders gelungener Beiträge. Völlig unsortiert, quer durch die verschiedenen Themengebiete. Und ohne Erwartung einer Gegenleistung.

Super spannend fand ich dieses Interview mit der Leseforscherin Maryanne Wolf, die sich damit beschäftigt, welche Auswirkungen der Wechsel von Papier zum Bildschirm hat. Unter dem Titel „Wir bekommen Twitter-Gehirne“ geht es seitenweise um die Konsequenzen. Der Artikel ist leider mittlerweile hinter einer Paywall verschwunden. Ich habe mich aber entschieden, den Link drin zu behalten, da ich befürchte, dass diese nachträgliche hinzugefügte Paywall sowieso öfters bei Verlinkungen passiert.

Katharina von die traumrealistin hat einen Erfahrungsbericht dazu veröffentlicht, wie sich daran rangetastet hat, mit Textmarkern in ihren Büchern zu markieren. Mittlerweile möchte sie dies nicht mehr missen. Auch wenn ich mich bisher dazu nicht überwinden konnte, kann ich ihre Gründe gut nachvollziehen und finde es eigentlich ziemlich cool.

Ein Buch, ein Textmarker und Ich: Ein Erfahrungsbericht (und eine kleine Liebesgeschichte)

Zu „Die innere Stimme: Hörst du sie beim Lesen?“ hat Sarah von Pergamentfalter gebloggt. Außer wenn ich kurz vorher über die innere Stimme gelesen habe, höre ich sie normalerweise nicht, das war mir schon länger bekannt. Was aber für mich neu ist, war der Gedanke, dass dieses die meiste Zeit nicht hören vielleicht mit ein Grund ist, warum ich Geschichten vielleicht weniger emotional wahrnehme als andere Personen. Allerdings beeinflusst die Stimme auch das Lesetempo und mir geht es sowieso nie schnell genug.

Sehr interessant fand ich auch den Beitrag „Wie lesen Blinde? – Punktschrift Tutorial„, indem Emma von Ge(h)schichten erläutert, wie die Brailleschrift funktioniert. Mir war vorher gar nicht bewusst, dass es Unterschiede zwischen der konventionellen Punktschrift und der Computerbraille gibt. Ich stelle es mir wirklich anstrengend vor, dies alles im Kopf zu behalten und dann zuverlässig zu erfühlen. Wobei hierzu positiv anzumerken ist, dass die Computerbraille zumindest einheitlich für Westeuropa ist.

Ela von Literaturliebe hat sich selbst eine Challenge auferlegt: Ein Jahr lang will sie ohne Rezensionsexemplare auskommen. Damit liegt sie meines Erachtens gewissermaßen im Trend, denn gefühlsmäßig wird der „Rezensionsexemplar-Konsum“ grad bei vielen Blogger*innen weniger. Auf jeden Fall bin ich sehr gespannt, wie ihre Bilanz am Ende des Jahres aussehen wird. Ein erstes Update gab es bereits Mitte Mai.

(M)Ein Jahr ohne Rezensionsexemplare

Mit dem sensiblen Thema „Behinderungen in Zukunftsfiktion“ hat sich Taaya von Let ‚em eat books beschäftigt. Ich stimme ihr zu, dass in Science Fiction auf jeden Fall erwähnt werden sollte, wie das mit den Behinderungen etc. gelöst wurde, wenn alle Menschen gesund sind. Das Thema einfach totzuschweigen empfinde ich als feige. Und ja, ich persönlich ziehe Heilung der besten Inklusion vor. Wenn ich so lese, dass sich von Menschen mit bestimmten Gen-Defekten ja so viel lernen lässt, rollen sich mir die Zehennägel auf. Aber das führt an dieser Stelle zu weit, daher einfach nur meine persönliche Meinung, dass das zukünftige Nicht-Vorhanden-Sein von Behinderungen und Co. für mich keine Schreckensvision ist.

Sehr heftig fand ich den Beitrag „Kathleen Hale – Eine Autorin stalkt eine Buchbloggerin und schreibt ein Buch darüber„. In diesem legt Aurora von Weltentänzerin die dahinterliegende Geschichte dar und ich muss sagen, ich finde es unfassbar, dass dieses Buch trotz der überhaupt nicht vorhandenen Einsicht veröffentlicht wird. Anscheinend gibt es persönliche Verbindungen zum Verlag, aber trotzdem. Das lesen des Beitrags führte dazu, dass ich mich mal wieder recht unwohl mit der Impressumspflicht gefühlt habe.

Kat von Minas Morgul hat sich damit auseinandergesetzt, warum sie größtenteils englische Bücher liest. Dazu hat sie sechs Gründe zusammengestellt, aber es gibt natürlich noch viel mehr. Sage ich als jemand, der seit Jahren fast ausschließlich auf Englisch liest, High Fantasy ausgenommen.

Warum ich größtenteils englische Bücher lese

Zum Abschluss noch zwei Rezensionen, da ich derzeit selbst keine schreibe – Asche über mein Haupt). Zum einen Miss Bookiverse auf ihren Blog die englische Ausgaben der Weitseher-Trilogie von Robin Hobb rezensiert. Mir hat Band 1 davon ziemlich gut gefallen und die Rezension schwirrt hier noch irgendwo rum, der zweite Band war mir dann allerdings zu dem Zeitpunkt zu umfangreich. Robin Hobb ist generell für alle Leser*innen interessant, die sich für von Frauen geschriebene High Fantasy interessieren.

Zum anderen hat Jacqueline von „Jacquy’s Thoughts“ das Buch „The Loneliest Girl in the Universe“ von Lauren James rezensiert. Da ich großer Fan von dem Buch bin, wie Ihr auch auf der Rezension hier im Blog nachlesen könnt, hat mich das sehr gefreut. Zum Inhalt wisst Ihr vorab am besten so wenig wie möglich, aber es ist eine Sci-Fi-Geschichte, die sich anders als erwartet entwickelt.

2 Kommentare

  1. Hey Elena,

    vielen Dank für Deine Erwähnung. Einige der verlinkten Beiträge habe ich im Rahmen des letzten litnetzwerk Wochenendes ebenfalls entdeckt und sehr gerne gelesen.
    Ich drücke Dir die Daumen, dass es mit Deiner Jobsuche vorangeht und Du bald eine Stelle findest, die Dir gefällt.

    viele Grüße

    Emma

    • Hallo Emma,

      ich hoffe, du konntest auch noch den ein oder anderen Beitrag neu entdecken 🙂

      Die Jobsuche ist bereits abgeschlossen, muss nur noch durch die Gremien. Dennoch vielen Dank!

      Viele Grüße
      Elena

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