Fremde Funken #11

Symbolbild für die Linksammlung Fremde Funken DezemberFoto: Jakub Skafiriak auf Unsplash

Die letzte Ausgabe der Fremden Funken für dieses Jahr ist da! Auch wenn es gefühlsmäßig auf vielen Blogs zu den Feiertagen hin ruhiger geworden ist, gab es einige interessante Postings. Hier kommt nun eine Auswahl in meinen Augen besonders gelungener Beiträge. Völlig unsortiert, quer durch die verschiedenen Themengebiete. Und ohne Erwartung einer Gegenleistung.

Im Beitrag „Das Lieblingsbuchproblem“ beschreibt Jacqueline von Jacquy’s Thoughts ein Problem, dass ich selbst nur zu gut kenne: Dass es immer schwieriger wird, Lieblingsbücher zu benennen. War früher gefühlt fast jedes gelesene Buch ein neues Lieblingsbuch, gestaltet es sich mittlerweile als herausfordernd, überhaupt am Ende des Jahres Bücher als solche einzustufen. Wieso das so ist und was sich dagegen unternehmen lässt, das wird im Beitrag und in den Kommentaren diskutiert.

Sandy von Tintenmeer hat einen Beitrag dazu geschrieben, wieso sie fast mit den Bloggen aufgehört hätte und wann jemand das tun sollte. Darin erzählt sie von den liebsten Ausreden, nicht zu bloggen, und wie die das zurück zu ihren Blogger-Wurzeln gebracht hat, statt das Bloggen gänzlich einzustellen. Ein wichtiger Beitrag, wie ich finde, denn ich kenne kaum langjährige Blogger*innen, die nicht in eine oder mehrere Krisen beim Bloggen geraten sind.

Wieso ich fast aufgehört hätte zu bloggen – und wann du es tun solltest

Im Post „Wieso ich nicht glaube, dass ich Bücher zu gut bewerte“ erläutert Ela von Literaturliebe, welche Gründe es dafür gibt, dass bei ihr (und anderen Blogger*innen) die Bücherbewertungen „zu gut“ ausfallen. Beispielsweise vergibt sie (wie ich) keine Bewertungen bei abgebrochenen Bücher, so dass für schlecht befundene Bücher im Durchschnitt oftmals fehlen. Nicht nur deshalb habe ich bei mir im Blog die Sternebewertungen vor einiger Zeit ganz abgeschafft und nutze sie auf Goodreads nur noch gelegentlich, wenn ich dort tatsächlich eine Rezension einstelle.

Eine lustige Methode um Schreibblockaden zu überwinden hat Sina von Sinas Geschichten vorgestellt. Durch das Gespräch mit einer Gummiente lassen sich die unterschiedlichsten Probleme lösen. Ich habe den Beitrag vor allem im Blick auf meine Masterarbeit gelesen, aber auch für Blogbeiträge lässt sie sich sicherlich gut verwenden.

Mit der Gummiente gegen deine Schreibblockade

Katriona von Stürmische Seiten hat sich in ihrer Rezension zu „Was ist schon normal?“ von Holly Bourne kritisch mit dem Buch auseinandergesetzt. Ebenso wie sie finde ich es sehr schade, dass viele feministische Blogger*innen die Probleme des Buches nicht erkannt oder zumindest nicht in ihren Rezensionen benannt haben. Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben, bis nicht mehr gefährliche Aussagen einfach unter dem Tisch gekehrt werden.

Es gibt ein neues Buch von Walter Moers mit dem Titel „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“. Viele Zamonien-Fans dürften sich wie ich sofort gekauft haben oder es unter dem Tannenbaum gefunden haben. Aber wer das neueste Werk noch nicht hat, sollte vielleicht vorher noch ein paar Rezensionen wie die von Rike von RikeRandom lesen. Denn sowohl Qualität als auch Umfang scheinen zu wünschen übrig lassen.

Moers, Walter: Weihnachten auf der Lindwurmfeste

Karo von Fiktion fetzt. hat gemeinsam mit Sabine von Ant1heldin eine Beitragsreihe zum Thema Sherlock Holmes durchgeführt, in welcher die beiden ganz viele Aspekte dieser ursprünglich literarischen Figur beleuchteten. Unter anderem setzte sich die beiden mit serialen Verfilmungen des Stoffes auseinander, hier geht es zu Karos Beitrag „Die beste moderne Holmes Adaption: Elementary, Sherlock oder doch Guy Ritchie?„. Falls Ihr also Sherlock-Holmes-Fans seid, solltet Ihr Euch unbedingt durch die Beiträge der Beiden klicken!

Recht passend zum Jahresabschluss könnt Ihr auf Epic Reads Euren YA-Fantasy-Geschmack vergleichen. Im Beitrag „How Normal Are Your Fantasy Book Opinions?“ gibt es in Form eines Quizzes die Möglichkeit, recht aktuelle Bücher mit eins, zwei oder drei Sternen zu bewerten. Anschließend seht Ihr die Verteilung der abgegebenen Stimmen. Übrigens könnt Ihr an Euch unbekannten Büchern auch einfach vorbeiscrollen.

How Normal Are Your Fantasy Book Opinions?

Wenn Ihr zwischen den Jahren Lust auf Kino habt, ist vielleicht Nicoles Beitrag zu Kino-Neustarts im Dezember interessant. Dort stellt sie die diesen Monat neu anlaufenden Filme vor. Früher bin ich ja zwischen den Jahren oft ins Kino gegangen, aber irgendwie reizt es mich in letzter Zeit nicht mehr so …

Der letzte Linktipp für dieses Jahr tanzt ein wenig aus der Reihe, denn es ist ein Rezept. Pink Anemone stellt eine schnelle Art, einen British Steak Pie zuzubereiten, vor. Ich halte ja nicht allzu viel von den Kochkünsten der Briten, aber ich würde wirklich gern wieder einen Steak Pie essen.

9 Kommentare

  1. Danke für die vielen tollen Artikel-Tipps und vor allem die Verlinkung! Freut mich, dass dir die Gummientchen-Methode weitergeholfen hat 😉

    LG Sina

    • Habe dich gerne verlinkt 🙂 Eingesetzt habe ich die Methode bisher noch nicht, aber wer weiß, ob ich sie nicht bald gebrauchen kann.

      LG Elena

  2. Mein Problem mit „Lieblingsbüchern“ ist nicht, dass ich kritischer geworden bin – das bin ich natürlich, aber das hindert mich nicht daran Lieblingsbücher zu finden, sondern dass ich so viele Lieblingsbücher habe, dass ich von Vornherein weiß, dass ein vollständiges Aufzählen nicht möglich ist, also lasse ich solche Verschubladungen einfach.

    Außerdem geht mir wirklich nicht in den Kopf, dass es sich manche Leute so schwer mit dem Bloggen machen. Auch wenn ich weiß, dass diese Blogunlust aufgrund von „Professionalisierung“ erschreckend viele betrifft, liegt es mir so fern solchen Ehrgeiz in ein Projekt zu stecken, das mir einfach nur Spaß machen soll und das – eben weil es ganz allein mein Ding ist – so flexibel ist, dass ich es jederzeit meinem Leben anpassen kann. Habe ich keine Zeit, gibt es weniger Beiträge, habe ich mehr zu erzählen, dann gibt es mehr, habe ich nur Bücher gelesen und sonst nix erlebt, gibt es eben Rezensionen, habe ich keine Zeit zum Lesen gehabt, habe ich eben andere Dinge, von denen ich erzählen kann. Und habe ich mal die Nase voll, weil zu heiß und zu müde, dann setze ich für einen Monat aus … Ist doch echt nicht so schwierig! 😉

    • „Verschubladungen“ sollen ja das Leben auch einfacher, nicht komplizierter machen. Jedenfalls kann ich zwar viele Bücher benennen, die ich toll fand, aber zum Lieblingsbuch braucht es irgendwie mehr, was im letzter Zeit aber oft fehlt …

      Ist doch gut, wenn du dir beim Bloggen nicht selbst das Leben schwer machst 🙂 Mein Jahresrückblick wird übrigens den interessanten Effekt zeigen, dass trotz deutlichen Rückgang beim quantitativen Output sich praktisch alle Werte wie Views oder Kommentare verbessert haben. Das zeigt mir dann auch nochmal anhand „harter Fakten“, dass es völlig unnötig ist, sich zu sehr wegen Beiträgen zu stressen. Mittlerweile sind mir ja schon meine drei fixen monatlichen Beiträge fast zu viel. Mal schauen, wenn es in die Endphase der Masterarbeit geht, setze ich vielleicht auch mal zwei, drei Monate aus …

  3. Dankeschön für die Verlinkung meiner Kino-Neustarts, freue mich immer dass die bei euch so gut ankommen, denn da sitze ich auch echt sehr lange dran :D. Da ist es umso schöner, wenn der Beitrag dann auch oft geklickt, gelesen und kommentiert wird.

    Die anderen Beiträge aus deiner Liste hören sich aber auch spannend an, die muss ich die nächsten Tage unbedingt noch nachholen. Das Quiz werde ich jetzt aber glaube ich direkt mal machen, finde sowas ja immer unterhaltsam.

    • Ja, das glaube ich gerne, dass das viel Arbeit ist 🙂 Dass du diesen Beitrag und ein paar andere jeden Monat machst, verlangt Ausdauer. Ich gebe zu, ich bin mittlerweile für so etwas viel zu faul *g*

  4. Hallo Sandra,
    erstmal vielen Dank für Deine Erwähnung meines British Steak Pie. Freut mich, dass somit die britische Küche nicht vollends als schlecht abgestempelt wird. Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich nicht mit Minze koche, die bei den Briten ja wirklich fast überall verwendet wird. Manchmal schmeckt das durchaus lecker, aber zeitweise frage ich mich schon welche Geschmacksnerven die haben müssen XD.
    Deine übrigen Blog-Schmankerln sind auch toll und ich klickte mich bereits durch alle Blogs mit ihren interessanten und auch inspirierenden Beiträgen. Manche werden nun wohl öfters von mir besucht werden.
    Ich wünsche Dir einen Guten Rutsch und schicke Dir liebe Grüße aus Wien
    Conny

    • Hallo Conny,

      ich finde, die Küche schmeckt auch viel besser unter den klimatischen Bedingungen dort, hierzulande ist das Wetter einfach oft „zu freundlich“. Bei meinen Schottland-Besuchen war ich übrigens auch von den ganzen Cider-Varianten fasziniert …

      Wenn ein paar „neue“ Blogs für dich dabei waren, dann hat sich der Beitrag doch gelohnt 🙂

      Guten Rutsch und viele Grüße zurück
      Elena

  5. Pingback: Linkempfehlungen im Januar 2019 | Part 1 | Kateastrophy

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