Fremde Funken #8

Durch das #litnetzwerk-Wochenende vom 22./23. September habe ich wieder jede Menge tolle Blogs besucht. Einige davon habe ich schon lange im Feedreader, so dass mir die Beiträge auch so ins Auge gefallen wären, aber so mancher Post wäre mir sonst wahrscheinlich entgangen. Dementsprechend dürften aufmerksame Teilnehmer*innen des #litnetzwerk den ein oder anderen Beitrag schon kennen. Da ich mich pro Ausgabe auf zehn Linktipps beschränke, kann es auch gut sein, dass sich der ein oder andere neue Blogpost in der nächsten Ausgabe wiederfindet.

Erst vor kurzen bin ich auf den Buchblog-Award #auserlesen aufmerksam geworden. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Kategorien, in denen Blogs antreten können. Im Gegensatz zum bubla gibt es hier in der ersten Runde eine Expertenjury bestehend aus fünf Blogger*innen, welche nach objektiven Kriterien Punkte vergibt. Die besten Blogs kommen auf eine Shortlist, erst dann kommt die Community ins Spiel. Ich finde, dieser Award klingt wirklich vielversprechend, auch wenn das mit den Kategorien mal wieder so eine Sache ist. Jedenfalls könnt Ihr Euch noch bis Ende des Monats Blogs nominieren!

Einmal mehr habe ich bei Sabine von Ant1heldin einen tollen Blogbeitrag entdeckt, dieses Mal: „Fiktive Figuren sind keine realen Menschen„. Aus meiner Sicht spricht sie da etwas ganz wichtiges an, nämlich, dass Buch- und Serien-Figuren Kunstprodukte sind. Das heißt, sie wurden mit Hintergedanken erschaffen und dienen in aller Regel der Handlung. Natürlich können die Charaktere einen sympathisch sein oder nicht, aber dass ist nicht ihr vornehmlicher Zweck. Wie sie handeln, reden, fühlen, all dass hat sich jemand ausgedacht, um bestimmte Dinge beim Rezipienten zu erreichen. Oder um es mal zu Vergleichen: Wir können bei einem Bild darüber reden, wie wir uns beim Betrachten fühlen. Für eine kritische Diskussion ist das aber unzureichend …

Fiktive Figuren sind keine realen Menschen!

Für Nicole startet bald der Master und sie hat die Gelegenheit genutzt, Bilanz darüber zu ziehen, was sie das Studium gelehrt hat. Sieben Punkte sind dabei zusammengekommen, die ich weitestgehend unterschreiben kann. Es gibt gute Gründe jeweils für Ausbildung oder Studium (ich habe wie Nicole beides absolviert) und ich kann jeden Menschen nur ermutigen, ein Studium zu erwägen, wenn die Person das nötige Interesse und den entsprechenden Wissensdurst mitbringt.

Ich habe das Buch zwar nie im Blog rezensiert, aber mir hat „The Darkest Minds“ von Alexandra Bracken letzten Sommer ziemlich gut gefallen. Daher war ich natürlich auch neugierig auf die damals bereits angekündigte Buchverfilmung, doch die schlechten Kritiken haben mich abgeschreckt. Friederike von Buch & Gewitter hat die (bisherige) Trilogie gelesen und sich nun den Film „The Darkest Minds – Die Überlebenden“ im Kino angesehen. Ihre Filmkritik vergleicht die Verfilmung mit dem Buch und deckt dabei Punkte auf, die mich definitiv auch gestört hätten.

Buch vs. Film: The Darkest Minds – Die Überlebenden

Nachdem mich „To All the Boys I’ve Loved Before“ doch einigermaßen begeistert hat, war ich recht neugierig auf „Sierra Burgess is A Loser“. Ja, ich gebe zu, ich fand Noah Centineo als Peter Kavinsky recht hübsch anzuschauen. Allerdings bekam ich beim Lesen der Beschreibung schon ziemliche Zweifel und nachdem ich den Film etwa eine Viertelstunde gesehen hatte, brach ich in ab. Jenny von Bücherpanda hat aufgeschrieben, was sie am Film „Sierra Burgess is A Loser“ störte.

Aber es gibt tatsächlich auch Filme und Serien, die mir gefallen. Anfang des Jahres hat mich zum Beispiel „Altered Carbon“ ziemlich begeistert, aber ich habe es irgendwie nie geschafft, einen Beitrag zur Serie zu schreiben. Zum Glück hat nun Ani von Tiefseezeilen eine Serienempfehlung für „Altered Carbon“ verfasst und dabei fünf Gründe aufgezählt, warum Ihr Euch die Netflix-Produktion nicht entgehen lassen solltet. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt, wie es in der nächsten Staffel weitergeht!

5 Gründe für Altered Carbon | Serienempfehlung

Karo von Fiktion fetzt hat sich ausführlich mit „Zeitreisen und ihren Tücken“ beschäftigt. So beschreibt sie unter anderen drei unterschiedliche Zeitreise-Modelle, nämlich Fixed Timeline, Dynamic Timeline und Multiverse. Ich fand es spannend, über die Reize und Schwächen von Zeitreisen nachzudenken.

Eine Rezension möchte ich Euch auch empfehlen und ich habe mich für die von Steffi von angeltearz liest entschieden. Sie hat eine Rezension zu „Im Kreis des Drachen“ zu Frank Bergmann geschrieben und auch wenn mir der Genitiv-Fehler im Titel etwas weh tut, hat mich ihre Besprechung echt neugierig gemacht. Vielleicht greife ich doch tatsächlich mal wieder zu einem deutschen Buch!

Rezension zu Im Kreis des Drachen von Frank Bergmann

Das Verhältnis zwischen Autor*innen und Blogger*innen ist immer wieder Thema, dieses Mal hat sich Kerstin von booknerds Gedanken gemacht. Unter dem Titel „Lesender Blogger oder bloggender Leser?!“ schreibt sie insbesondere darüber, welche Erwartungshaltungen manche Autor*innen entwickeln und dass sie nicht bereit ist, diese zu erfüllen. Recht so, denn Blogger*innen sollten für sich und ggf. noch ihre Leser*innen bloggen. Sie müssen dabei keineswegs dankbar jeden möglichen Content verarbeiten, der ihnen angeboten wird. Vor allem, weil Bezahlung der Arbeit von Blogger*innen meistens gar nicht vorgesehen ist … aber ich schweife ab. Wenn Autor*innen Inhalte streuen wollen, stehen sie selbst in der Pflicht.

Meine letzte Empfehlung geht dieses Mal an einen Beitrag von Sarah von Pergamentfalter. Ihre Anleitung „In 10 Schritten zur perfekten Rezension“ ist mit einem Augenzwinkern zu lesen, enthält aber viel Wahres. Mir ist aber bei diesen #litnetzwerk aufgefallen, dass sowohl bei Blogdesign als auch bei Rezensionen mittlerweile viele Blogs gut aufgestellt sind und da keine Nachhilfe mehr benötigen. Eine erfreuliche Entwicklung!

Konntet Ihr einen spannenden Beitrag für Euch entdecken?

4 Kommentare

  1. Hallöchen,
    vielen Dank für deine tollen Link-Tipps. Ich verpasse das litnetzwerk ja irgendwie leider immer. Naja, jetzt habe ich trotzdem was davon 🙂 Und ich freue mich schon auf die nächsten Funken.
    Liebste Grüße, Kate

    • Hallo Kate,

      da es recht kurzfristig und nur auf Twitter angekündigt wurde, haben es dieses Mal so einige verpasst. Ich hoffe, dass die Info nächstes Mal wieder mehr Menschen erreicht 🙂 Danke dir!

      Liebe Grüße
      Elena

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Mit dem Absenden des Kommentars stimmst du der Speicherung deiner Daten auf gedankenfunken.de zu. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung. Erforderliche Felder sind mit * markiert.