Fünf Gründe, warum ich Rezensionsexemplare kontraproduktiv finde

Symbolbild BücherFoto: congerdesign CC0 Creative Commons

Beim letzten #litnetzwerk entstand die Idee zu diesem Beitrag. Es gibt viele Gründe, warum ich Rezensionsexemplare nicht gut finde. In diesem Beitrag konzentriere ich meine Argumentation jedoch darauf, warum ich diese schädlich für die Rezensionsvielfalt und somit für den Pluralismus von Blogs empfinde. Entstanden ist diese Liste mit fünf Punkten, die ich bewusst kurz gehalten habe. Dies ist ein Beitrag in meiner neuen Kolumne „Gedankenfunken„, die sich mit ganz unterschiedlichen, aber überwiegend buchigen Themen beschäftigt.

1. Rezensionsexemplare führen zur Ballung von Rezensionen

Es gibt eigentlich nur einen Grund, wieso ein Buch von eine*r unbekannten Autor*in kurz hintereinander in zahlreichen Blogs besprochen wird: Es wurden offensiv Rezensionsexemplare dazu angeboten. Natürlich habe ich nichts gegen mehrere Rezensionen zu einem Buch einzuwenden, ich bin absolut für Meinungspluralismus! Aber für meine eigene Meinungsbildung brauche ich nicht zeitgleich ein Dutzend von ihnen zu einem Buch.

2. Nur bestimmte Bücher werden rezensiert

Ergibt sich aus dem ersten Punkt: Wenn sich alle auf die Rezensionsexemplare zu wenigen Büchern stürzen, bleibt die Vielfalt auf der Strecke. Ich zumindest hätte gern Rezensionen zu mehr verschiedenen Büchern, als ein Dutzend zu einem Buch. Leider scheint die Verfügbarkeit von Rezensionsexemplaren die Leseströme von Blogger*innen sehr entscheidend zu lenken und damit, was gelesen wird.

3. Nicht-Rezensionsexemplare werden nicht rezensiert

Daraus folgt auch direkt der nächste Punkt: Rezensionsexemplare müssen rezensiert werden, Nicht-Rezensionsexemplare nicht. Natürlich ist es verständlich, dass Verlage eine Gegenleistung möchten, wenn sie ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellen. Dennoch sind Bücher, von denen keine Rezensionsexemplare verfügbar sind, so doppelt im Nachteil: Erst einmal werden sie seltener besorgt und zweitens schreiben auch weniger Rezensionen über sie. Bei diesem Trichter ist klar, dass da wesentlich weniger Rezensionen bei herum kommen.

4. Kritik ist selten

Es kann natürlich sein, dass Rezensionsexemplare alle hervorragende Bücher sind. Aber mir fällt doch auf, dass ich selten kritische Rezensionen bei Blogger*innen lese, die viel mit Rezensionsexemplaren arbeite. Daraus ergeben sich zwei mögliche Schlussfolgerungen, die ich beide nicht so prickelnd finde. Option 1 ist, dass diese Blogger*innen generell wenig kritisch sind. Option 2 ist, dass diese sich nicht trauen, kritisch zu schreiben. In beiden Fällen fehlt mir der kritische Blick.

5.  Wenige Bücher dominieren

Aus all den vorherigen Punkten ergibt sich: bestimmte Bücher, die als Rezensionsexemplare ausgegeben wurden, dominieren die Buchbloggerwelt. Denn spätestens, wenn die Leute überall die positiven Rezensionen lesen, ist es verständlich, dass sie bevorzugt zu den Büchern greifen, zu welchen Rezensionsexemplare ausgegeben wurden. Für mich ziemlich fatal, was die Pluralität bei den Büchern angeht.

Wie steht Ihr zum Einfluss von Rezensionsexemplaren auf die Vielfalt?

64 Kommentare

  1. Ich sehe das ganz ähnlich, weshalb ich persönlich auch keine Rezensionsexemplare mehr annehme. Besonders schade finde ich, dass damit auch ein bisschen gelenkt wird, um welche Bücher Hypes entstehen, sodass andere Bücher dann untergehen. Es muss natürlich jeder selbst wissen, wie und über was er bloggt, aber ich kann deinen Gründen nur zustimmen.

    • Hallo Kat,

      danke für das Einweihen des Kommentarbereiches unter dem Beitrag 😀 Ich bin mittlerweile auch völlig weg von Rezensionsexemplaren. Und ja, ich glaube, dass sogar eine recht starke Lenkung entsteht, wenn ein Verlag eine interessante Aktion zur Veröffentlichung eines Buches macht oder sogar eine Blogparade an die Rezensionsxemplare koppelt. jedenfalls wollte ich mit diesem Beitrag etwas Awareness für das Thema schaffen und das ist hoffentlich gelungen.

      Viele Grüße
      Elena

  2. Ich kann alle von dir genannten Punkte nur so unterschreiben und möchte noch einen weiteren hinzufügen: Die Buchwelt scheint dadurch noch schnelllebiger zu werden. Dass Verlage vor allem ihre Neuerscheinungen bewerben wollen, ist klar, aber gerade BlogerInnen, die sich stark auf Rezensionsexemplare konzentrieren, greifen dann kaum jemals zu etwas älteren Romanen, die auch noch Aufmerksamkeit verdienen.

    Ich persönlich mag Rezensionsexemplare ja vor allem deshalb nicht, weil sie mich zu sehr stressen. Ich glaube, ich hatte in all meinen Blogjahren zwei Rezensionsexemplare und das hat für mich einfach nicht funktioniert.

    • Hallo Neyasha,

      stimmt, da sprichst du etwas wichtiges an: Die meisten Rezensionsexemplare werden zum Erscheinen eines Buches „bestellt“ und gelesen. Allerdings wird das auch durch die Verlage gefördert, die zum Teil kurz vor dem Erscheinungstag extra Mails mit einer Bestellaufforderung verschicken. Aber „ältere“, nicht aus der aktuellen Vorschau stammende, Bücher teilweise gar nicht mehr anbieten.

      Ich hab es ja auch einige Jahre probiert und bin zu den Schluss gekommen, dass es für mich nicht funktioniert.

      Viele Grüße
      Elena

  3. Liebe Elena,

    ich mag Rezensionsexemplare und lese tatsächlich sehr viele. Bekäme ich keine würde ich wieder mehr ausleihen, bei Freunden und in der Bücherei.

    1 -2.
    Mir fällt es massiv auf Instagram auf, dass ein Buch plötzlich bei vielen auftaucht und glaube das funktioniert. Irgendwann schaut man vielleicht genauer hin, was das eigentlich für ein Buch ist, dass „so viele“ gerade lesen.
    Es ist ja auch so, dass man gerade denen folgt, die ein ähnliches Interesse haben und so ähnliche Bücher anfragen, eventuell auch die Bezugsquellen ähnliche sind.
    Die Leseströme werden nicht nur von den Verlagen gelenkt, sondern auch von den Blogger*innen. Ja, ich habe auch schon mal ein Buch angefragt, nachdem ich einen Blogbeitrag dazu gelesen habe ;-).
    Welche Beiträge jeder liest, dafür sind wir selbst verantwortlich, ebenso in der Auswahl der Blogs, die wir lesen, es gibt sooooo viele verschiedene.

    2-3.
    Mir drängte sich die Frage auf, ob es Bücher gibt, die gar nicht angefragt werden können (siehe Twitter).
    Natürlich gibt es Bücher, die mehr Marketing erfahren, das war schon immer so und bezieht sich nicht nur aufs Bloggen. Finde es gut, dass kritisch zu betrachten! Viele Blogger*innen lesen ja bewusst keine Hype-Bücher. Ich erlebe in Kennenlern-Gesprächen oft, wenn man darüber spricht, welche Genres man so liest, dass gesagt wird: „Dann kennst du sicher XY“ und meist sage ich dann nein, weil ich tatsächlich z.B. noch nie einen Schätzing gelesen habe.
    Nicht-Rezensionsexemplare werden nicht verbloggt – dabei hab ich mich auch schon erwischt 🙁 Weihnachtsgeschenke stehen noch ungelesen im Regal.

    4. Kritik ist selten aber wertvoll
    Habe von vielen Blogger*innen gehört, dass sie bewusst nur Empfehlungen schreiben, das sind aber auch meist welche, die genau deswegen keine Rezensionsexemplare anfragen.
    Es gibt auch andere, die wirklich gute Kritiken schreiben können. Konstruktiv und nachvollziehbar, so dass man es auch als Empfehlung nehmen kann, wenn man genau das mag, was diese*n Blogger*in genervt hat.

    5
    Ja, Verlage haben einen Einfluss darauf, welche Bücher verbloggt werden, indem sie einige besonders anbieten oder besondere Aktionen machen, vielleicht sogar ungefragt verschicken oder in Goodie-Beutel packen. Das ist Marketing und dessen sollten wir uns bewusst sein, denn wir sind Teil dieser Marketing-Strategien!
    Was ich im Einzelnen auf meinem Blog beobachte: Schreibe ich über ein Buch, über das sonst keiner schreibt, bekomme ich auch mehr Klicks, teile die Aufmerksamkeit ja auch nicht mit den anderen. Es lohnt sich also eine gute Mischung ;-).

    Mein Rat an uns alle: Lies wozu du Lust hast 😉
    Nein sagen ist schwierig, aber es hilft gezielt die Exemplare auszuwählen, ganz besonders für das eigene Lesevergnügen. Für die Vielfalt im eigenen Blog und untereinander sind wir selbst verantwortlich!

    Liebe Grüße
    Stephanie

    • Liebe Stephanie,

      schön, dass du dir die Zeit für einen ausführlichen Kommentar genommen hast.

      1.-2.
      Du hast natürlich recht, dass die Blogger*innen ebenso lenken. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob diese sich ihrer lenkenden Funktion immer so bewusst sind. Aber natürlich ist es jetzt nicht so, dass der Verlag bloß paar „Tasten drücken“ braucht und dann läuft das, da spielen mehr Variablen rein. Auch recht hast du damit, dass wir selbst entscheiden, welche Blog wir lesen und vielleicht habe ich da ein „schlechtes“ Händchen, dass sich dann manchmal die Rezensionen zu einem Buch so häufen.

      2.-3.
      Bücher von der Backlist sind häufig schwierig zu bekommen, so meine Erfahrung. Da wurde mir dann auch schon einfach ein anderes Buch zugeschickt … jedenfalls ist die Diversität definitiv noch groß genug, dass wir nicht alle dieselben Bücher gelesen haben. Aber ich habe schon das Gefühl, dass wenn ich eine Liste mit zehn populären Büchern am Ende des Jahres zusammenstellen würde, ich zumindest im YA-Blogger*innen-Bereich da mindestens immer drei Treffer landen würde. In anderen Bereichen lese ich zu wenig, aber wäre vermutlich auch möglich.

      4.
      Ich bin da etwas zwiegespalten, wenn Menschen nur gute Kritiken schreiben. Schließlich steht es jeder Person frei, was sie rezensieren möchte und wenn sie sich nicht „blöden“ Büchern auseinandersetzen möchte, ist das ihr gutes Recht. Allerdings finde ich manchmal diese Empfehlungen ziemlich nichtssagend und kann kaum herauszulesen, was einer Person wichtig für ein gutes Buch ist. Aber klar, das ist meine persönliche Sicht.

      5.
      Mich wundert das gar nicht, dass du mehr Klicks bei unbekannten Büchern bekommst. Wenn mich der Titel anspricht, schaue ich bei unbekannten Büchern gern nach, worum es in ihnen eigentlich geht 🙂

      Deinen Rat kann ich mich definitiv anschließen.

      Liebe Grüße
      Elena

  4. Witzigerweise hatten wir das Thema gestern bei der lbc kurz angeschnitten. Fazit: Lieber selbst aussuchen, weniger Neuerscheinungen beim Verlag anfragen. Da hat man mehr Vielfalt und ist nicht „gezwungen“ aktuelles zu lesen 😀
    Mich törnt es nämlich teilweise sogar ab, wenn zu viel Werbung dank Blogs erscheint! (und meist dann auch noch reinstes Lob… was uns zu deinen Punkten oben führt)

    • Hallo Christin,

      was für ein Zufall! Aber das Thema ist ja auch ein Dauerbrenner. Kann euren Fazit auf jeden Fall nur zustimmen. Bücher werden schließlich nicht „schlecht“, nur weil sie nicht mehr brandneu sind.

      Viele Grüße
      Elena

  5. Ich kann dir da nur zustimmen. Bemerke es auch dass ich in meinem Dashboard dann Besprechungen zu ein und demselben Buch habe, die dann auf fast jedem Blog zu finden sind. Finde ich auch schade, weil meist les ich mal 1-2 Rezensionen zu einem Buch und dann ist auch wieder gut.

    Ich selbst habe bisher erst ein Rezensionsexemplar bekommen und kaufe mir Bücher bevorzugt dann doch selbst. Ich verbinde Rezensionsexemplare immer mit Stress, weil man die ja doch in einer bestimmten Zeit gelesen haben sollte und somit lese ich da immer mit einer bestimmten Deadline vor Augen. Davon bin ich kein Fan. Ab und an ist das Okay ,aber wenn ich nun einen ganzen Stapel hätte, dann würde mich das doch sehr unter druck setzen.

    • Hallo Nicole,

      mir geht es da ähnlich, wenn die Rezensionen gut geschrieben sind, brauche ich da nur 1-2 Stück.

      Was du gegen Rezensionsexemplare anführst, war bei mir auch der Fall, weshalb ich mich nun gänzlich davon verabschiedet habe. Aber wer mit den Zeitdruck etc. gut umgehen kann, bei den spricht natürlich (zumindest unter diesem Gesichtspunkt) nichts dagegen.

      Viele Grüße
      Elena

  6. Hmm, ich bin etwas zwiegespalten, weil die Beobachtungen, die du gemacht hast, kann ich durchaus nachvollziehen. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch so, dass man als Blogger ja eh eher Romane anfragt, wo man schon im Vorfeld das Gefühl hat, das einem das Buch gefallen könnte. Ich hab selber direkt mal bei mir geguckt. Überwiegend sind die Rezensionen positiv, aber an sich ist von 2 – 5 Sterne alles dabei.
    Dass viele das gleiche Buch besprechen, habe ich auch schon öfter beobachtet. Dass das bei mir eher nicht der Fall ist, liegt wohl an meinem Buchgeschmack. Historische Romane werden glaube ich an sich nicht so gehypt.

    LG, Moni

    • Hallo Moni,

      es wäre eine interessante Forschungsfrage, nach welchen Aspekten Blogger*innen die Bücher aussuchen, bewusst und unbewusst. Jedenfalls gibt es hier Antworten, die sagen, dass sie sich mit Rezensionsexemplaren mehr trauen. Ich hingegen habe vor allem Bücher ausgesucht, von denen ich ausging, dass sie mir gut gefallen werden.

      Mit dem Genre hat das bestimmt auch was zu tun, es bloggen zumindest gefühlt viel weniger Menschen über historische Romane und dementsprechend kommt auch seltener der Eindruck einer Schwemme auf.

      LG Elena

  7. Hallo!

    Ich kann deinen Punkten nur halb zustimmen, denn ich finde nicht, dass das immer ein Problem von REs ist, sondern viel mehr schon von den Bloggern an sich. Ich habe das Gefühl, der Großteil der Blogger die ich kenne, rezensiert YA/NA und Fanatasy . Schon allein dadurch geht eine große Vielfalt an Buchgenres unter den Blogs verloren. Wenn dann eben all diese YA-Blogger das selbe Buch rezensieren, dann ist es natürlich klar, dass es noch einfältiger wird. Und auch die mögliche eingeschränkte Kritik ist in erster Linie ein Problem des Bloggers, wenn der/diejenige meint, dass man nicht zu kritisch sein kann, weil’s dann vielleicht „Ärger“ gibt. Dennoch denke ich, dass viele ehrlich sind. Diese Diskussion kam ja schon oft auf. Aber wenn jemand seinen Buchgeschmack nun mal gut kennt, dann ist das eben so. Ich selbst habe bisher erst 3 REs angefragt & das ist natürlich sehr gezielt. Zwei davon waren wie erwartet super. Eines war nicht so toll und das habe ich dann eben auch so geschrieben. Gebissen hat mich deshalb keiner.

    Des Weiteren kenne ich sehr viele Blogger, die auch außerhalb von Neu-Erscheinungen rezensieren. Ich selbst rezensiere zum Beispiel jedes Buch das ich gelesen habe. Auch wenn es schon 30 Jahre auf dem Buckel hat und nur noch gebraucht zu kaufen ist. Aber ja, da gehöre ich wohl zu einer Minderheit. Trotzdem ist auch das wieder nicht die „Schuld“ des REs, sondern der persönliche Geschmack der Blogger.

    Grundsätzlich finde ich also, dass REs nicht übel sind, es ist eher die ausgebliebene Vielfalt an Blogs & Genres, die dazu führen, dass RE-Wellen wiederum zu noch weniger Vielfalt führen. Wie verwirrend!

    Liebe Grüße,
    Pia

    • Hallo Pia!

      Dass viele vorwiegend im YA/NA- und Fantasy-Bereich unterwegs sind, schränkt die Vielfalt natürlich schon ein Stück weit ein. Allerdings gibt es so viele Neuerscheinungen in dem Bereich, dass mehr als „genug“ Bücher da sind, dass jede Person andere Bücher rezensieren könnte.

      Natürlich hast du recht, dass Rezensionsexemplare nicht per se gut oder böse sind, sondern es auf dem Umgang der Blogger*innen mit diesen ankommt. Das hätte ich vielleicht noch deutlicher herausarbeiten können. Jedoch reicht für mich schon der Aspekt, dass viele (Ausnahmen wie du bestätigen die Regel) im Zweifel die REs besprechen anstatt die anderen Bücher, dass ich den Einfluss eher negativ sehe.

      Zuletzt bleibt auch die Frage, wann die Ausgewogenheit in einem Blog kippt. Wenn jemand nur noch REs bespricht? Schon vorher? Jedenfalls sehe ich jetzt nicht so sehr das Problem bei 2-3 Rezensionsexemplaren im Jahr, sondern wenn eine gewisse Anzahl zusammenkommt. Aber es lässt sich wahrscheinlich nicht an konkreten Zahlen festmachen, denn jede*r Blogger*in ist anders.

      Liebe Grüße
      Elena

  8. Hallo Elena,

    ich kann deine Punkte größtenteils nachvollziehen. Diese Ballung von Rezensionen zu einem bestimmten Buch – insbesondere im YA- und Jugendfantasy-Bereich – ist mir auch schon oft (negativ) aufgefallen. Wenn mich das Buch reizt, lese ich da ein oder zwei Rezensionen, aber mehr auch nicht. Wenn es dann aber zehn, fünfzehn Mal oder noch öfter als Rezension erscheint, immer mit ähnlichem Inhalt und ähnlichem Aufbau des Posts, nervt das und ich klicke schnell weiter.

    Dass Rezensionsexemplare weniger kritisch besprochen werden, merke ich persönlich kaum. Meiner Meinung nach sollten ReziEx genau so kritisch besprochen werden wie alle anderen Bücher. Wer sich denkt „Das Buch gab’s kostenlos, also verpflichte ich mich zu einer guten Rezension“ o.ä. sollte lieber keine Rezensionsexemplare annehmen, denn geschönte Rezensionen bringen weder dem Verlag noch den Lesern was.
    Viele Blogger, die ich kenne, posten allerdings auch nur Rezensionen zu Büchern, die sie (wenigstens teilweise) empfehlen können. Ich glaube, das verwischt die Einschätzung nochmal etwas und kann leicht dazu führen, dass Blogger als eher kritiklos aufgefasst werden, obwohl dem gar nicht mal so sein muss.

    Ich selbst nehme gerne Rezensionsexemplare an, aber immer nur so viele, dass ich sie in kurzer Zeit lesen kann. Gleichzeitig versuche ich, mit selbstgekauften und ReziEx die Waage zu halten. Gerade, wenn man weniger Geld für Bücher hat, sind ReziEx eine tolle Möglichkeit, um sie dennoch zu lesen. Angebote wie das Bloggerportal machen es zudem möglich, nicht nur die allerneusten, von den Verlagen übermäßig beworbenen Bücher anzufragen, was ich auch nochmal eine gute Möglichkeit finde, weil mich die stark beworbenen Bücher manchmal eher nerven als ansprechen.

    Liebe Grüße
    Sarah

    • Hallo Sarah,

      so geht es mir auch, kenne ich ein oder zwei Rezensionen, kenne ich sie gefühlt fast alle, da sich die Besprechungen bei den meisten Blogger*innen im Aufbau und Inhalt sehr ähneln. Daher bieten wir viele Rezensionen zu einem Buch höchstens dann einen Mehrwert, wenn jemand eine ganz andere Meinung dann vertritt.

      Mit den nur Empfehlungen posten sprichst du einen wichtigen Punkt an, welcher die Wahrnehmung möglicherweise stark verfälscht. Natürlich kann niemand zur Rezension gezwungen werden. Schließlich steht es jeder Person frei, was sie rezensieren möchte und wenn sie sich nicht „blöden“ Büchern auseinandersetzen möchte, ist das ihr gutes Recht. Allerdings finde ich manchmal diese Empfehlungen ziemlich nichtssagend und kann kaum herauszulesen, was einer Person wichtig für ein gutes Buch ist. Viel besser geht das, wenn eine Person sich auch mal sehr kritisch äußerst. Aber klar, das ist meine persönliche Sicht. Jedenfalls ist es durchaus möglich, dass schlechte Besprechungen von Rezensionsexemplare unterproportional vertreten sind und in direkten Rückmeldungen an den Verlag „versickern“.

      Grundsätzlich finde ich das mit dem Bloggerportal eine gute Idee, frage mich allerdings auch, ob die Verlagsgruppe Random House sich nicht so einen Wettbewerbsvorteil verschafft hat (was natürlich völlig legitim wäre, aber der Vielfalt auch nicht gut täte).

      Liebe Grüße
      Elena

      • Hallo Elena,

        ich persönlich schreibe Kritiken sogar lieber als kontraloses Lob 😉 Ich finde Kritik auch wichtig, einfach um Buchwertungen auch im Vergleich betrachten zu können. Wenn (fast) nur Empfehlungen erscheinen, scheint das Buch toll zu sein, aber man weiß eben nicht, wie viele sich wegen Kritik am Buch nicht dazu geäußert haben.

        Zum Bloggerportal möchte ich dir die Analyse empfehlen, die ich sehr spannend finde: https://www.lesestunden.de/2018/02/worueber-schreiben-buchblogger-analyse-mit-visualisierung-und-statistiken/
        Demnach wirkte sich das Bloggerportal nur kurzfristig auf die Anzahl der besprochenen Bücher auf Buchblogs aus dem Hause Random House aus.

        Liebe Grüße
        Sarah

        • Hallo Sarah,

          das finde ich toll, dass du Kritik wichtig findest, ich nämlich auch 🙂 Sonst ist es nämlich wie von dir angesprochen mit dem Vergleich sehr schwierig …

          Die Analyse habe ich damals bei Erscheinen gelesen, war sehr interessant. „Mein Problem“ hierbei ist, dass diese Zahlen nicht in Relation zum „Buchausstoß“ gesetzt werden und diese Grafik zudem voraussetzt, dass die Zahl der anderen Verlage gleich geblieben ist. Ich habe jetzt keine Ahnung, wie es tatsächlich aussieht, aber es könnte ja sein, dass seit 2015 mehrere Verlage hinzugekommen sind und sich der „Buchausstoß“ um mehrere tausend Bücher erhöht hat. Wenn unter diesen Bedingungen der relative Anteil nicht verändert, kann die Verlagsgruppe Random House absolut trotzdem massiv dazugewonnen haben.

          Liebe Grüße
          Elena

  9. Es ist wirklich auffällig, dass immer mal wieder bestimmte Bücher einige Blogs dominieren. Glücklicherweise hängt dies von den Blogger_innen selbst ab, interessanterweise begegnen mir solche vielbesprochenen Titel beim Lesen meiner favorisierten Blogs doch eher selten. Was auch zeigt, dass es erfreulicherweise doch etliche gibt, die sich eher selbst herauspicken, was sie lesen möchten und weniger auf Vorschläge von Autor_innen/Verlagen eingehen. So ist zumindest meine Vermutung.

    Immer überall das gleiche Buch zu sehen und darüber zu lesen, ist doch langweilig – genau wie du schreibst. Ein schöner Beitrag, vielen Dank dafür 🙂

    Liebe Grüße,
    Sandra

    • Hallo Sandra,

      könnte ja auch daran liegen, dass du bewusst die Blogs danach auswählst, dass sie nicht zu sehr mit dem Strom schwimmen bzw. du einen guten Mix hast? 😉 Ich jedenfalls favorisiere ebenso wie du Blogs, wo ich nicht ständig auf dieselben Bücher stoße. Das bewusste Auswählen möchte ich mit diesem Beitrag jedenfalls gern stärken, damit uns nicht langweilig wird 🙂

      Liebe Grüße
      Elena

  10. Vorneweg: Der Kommentar wird länger, tut mir leid.
    Ich finde den Artikel unglaublich spannend, obwohl ich vermutlich keinen der Punkte uneingeschränkt unterschreiben würde. Was das Thema anbetrifft, finde ich Generalisierungen immer schwierig, denn natürlich hast du mit deinen Beobachtungen nicht unrecht: Natürlich gibt es BloggerInnen, die überwiegend dieselben Bücher rezensieren und übermäßig positiv an diese Bücher herangehen. Wenn ich sehe, dass schon wieder dieselben BloggerInnen dieselben Neuerscheinungen bewerben, obwohl sie vielleicht thematisch nichts damit zutun haben und abgesehen von REs (wenn überhaupt die) kaum etwas zu lesen scheinen, verdrehe ich auch die Augen. Ich denke nur nicht, dass der Sachverhalt sich so einfach darstellen lässt bzw. mit all deinen angesprochenen Punkten verbinden lässt.
    Ich finde es ganz natürlich, dass BloggerInnen, die über ähnliche Bücher oder in ähnlichen Genres bloggen, eher miteinander zu tun haben als mit BloggerInnen aus anderen Sparten. (Beispielsweise würde ich keinen Blog lesen, der ausschließlich Liebesromane rezensiert, weil mich das null interessiert.) Da diese sich dann untereinander lesen, Posts teilen und sich eben auch Bücher empfehlen, kann es passieren, dass dann eben überall dieselben Bücher gelesen werden. Das ist zumindest mein Eindruck: Das hat nicht unbedingt etwas mit REs zu tun, sondern einfach mit ähnlichen Geschmäckern – und wir sind ja hier, um Bücher zu empfehlen (oder davon abzuraten). Ich habe Bücher empfohlen, die ein RE waren, und die sich daraufhin andere BloggerInnen gekauft haben, und ich habe Bücher empfohlen, die kein RE waren und bei denen meine Begeisterung ähnlich ansteckend war. Dein Artikel suggeriert mir ein bisschen zu sehr, dass REs komplett die Vielfalt ausmerzen, dabei züchten REs nicht zwingend mehr REs, wenn das irgendwie Sinn macht? 😀
    Was die kritische Betrachtung anbetrifft ist eine Generalisierung meines Erachtens noch weniger möglich. Ich selbst habe REs mit einem und zwei Sternen bewertet, drei kommen oft vor, natürlich sind da auch Bücher drunter, die ich gut finde. Wenn man einem/einer BloggerIn folgt, sollte man auch auf deren ehrliche Meinung vertrauen. Von den 54 Büchern, die ich bisher dieses Jahr gelesen habe, waren 10 REs (davon vier eBooks): eins habe ich mit einem Stern bewertet, drei habe ich mit zwei Sternen bewertet, zwei mit drei Sternen. Ich weiß, dass ich mich nicht zu rechtfertigen habe, und doch habe ich immer das Bedürfnis, mich zu rechtfertigen: Man kann kritisch sein und REs rezensieren, das hat nichts mit den REs im Prinzip, sondern mit dem Blogger bzw. der Bloggerin dahinter zu tun.
    Bei mir kommt hinzu, dass die REs, die ich anfrage, sich eigentlich in zwei Kategorien gliedern: Bücher, auf deren Erscheinen ich mich unglaublich freue und die ich daher gerne vorablesen möchte, und, wichtiger, Bücher, die ich mir eigenständig nicht unbedingt kaufen würde, da ich nicht sicher bin, ob sie mich überzeugen werden. Ich weiß nicht, ob mich das zu ’ner moralisch miesen Person macht, aber ich gehe so ein Risiko tatsächlich lieber bei REs ein.
    Also, ja, ich verstehe deinen Gedankengang, wirklich, und ich verstehe auch den „Teufelskreis“, den du darstellen willst; ich glaube nur wirklich nicht, dass es so einfach ist. Ich persönlich fühle mich nicht wohl damit, BloggerInnen so über einen Kamm zu scheren. Aber vielen Dank für den Beitrag – ich finde es sehr spannend, da das eigene Verhalten und die Wahrnehmung zu reflektieren.

    • Hallo Isabella,

      zuerst einmal hast du natürlich recht, dass in diesem Artikel einiges an Generalisierung steckt. Für eine wissenschaftliche Arbeit hätte ich wesentlich zurückhaltender formuliert. Aber ich möchte hier die Leute mit einen klaren Standpunkt ein bisschen aus der Reserve locken 😉

      Zu deiner These mit den gegenseitigen Empfehlungen: Diesen Effekt wird es selbstverständlich geben. Wenn ich aber in den ersten zwei Wochen nach Erscheinen zehn Rezensionen zum selben Buch lese, glaube ich jedoch eher nicht daran, dass diese auf Empfehlungen nach dem Lesen beruhen (allerdings könnte natürlich ein vorheriges „heiß machen“ auf die Neuerscheinung stattgefunden haben).

      Bei den einem Punkt mit der Kritik habe ich geschrieben, „[…] bei Blogger*innen lese, die viel mit Rezensionsexemplaren arbeite“. Da ist natürlich die Frage, wo fängt viel an. Wenig ist es bei dir nicht mehr, aber viel eben imo auch noch nicht. Das zum einen. Zum anderen: Selbstverständlich kann jemand trotz vieler REs kritisch sein, ich stelle allerdings in Frage, ob die Personen das tatsächlich noch sind. Denn ein Buch kritisch zu rezensieren, bedeutet imo mehr Arbeit, als kurz eine begeisterte Rezension zu schreiben.

      Ich finde das hier interessant zu lesen, dass einige bei den REs bewusst mehr Risiko als bei den „normalen“ Büchern eingehen. Ich denke aber, dass da auch der Schlüssel liegt, damit da 1) unterschiedliche Bücher rezensiert werden und 2) nicht (fast) nur positive Rezensionen geschrieben werden.

      Zu guter Letzt hast du natürlich auch damit recht, dass es nicht so einfach ist, aber ich habe mich zu Gunsten eines roten Fadens fokussiert.

      Viele Grüße
      Elena

  11. Hallöchen, ein spannender Beitrag und eine spannende Diskussion!
    Ich finde grundsätzlich hast du in vielen Punkten recht – aber ich kann nicht vorbehaltlos zustimmen, ohne aber zu sagen. Hihi!

    Ich spreche von mir selbst, das gilt also nicht für alle Buchblogger*innen, aber vielleicht für den ein oder anderen.
    Ich suche mir meine Rezensionsexmplare meist selbst aus und frage gezielt an – es sind Bücher, die ich mir ohnehin vermutlich früher oder später kaufen würde. Und ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, Verlage gezielt nach unbekannteren oder älteren Büchern anzufragen.
    (Das gilt natürlich nicht für Bücher, die ein riesiges Werbepaket bekommen und einmal gratis an die halbe Bloggerwelt verteilt werden)

    Rezensionsexemplare werden bei mir früher und flotter gelesen, weil ich natürlich dem Verlag/Autor*in schnell Rückmeldung geben möchte. Und je nachdem ob ich mit dem Autor vielleicht persönlich Kontakt habe – z.B. kleiner Selfpublisher – formuliere ich meine Rezensionen anders.
    Bücher von irgendwelchen großen Namen oder ausländischen Autor*innen kritisiere ich sprachlich schärfer als Bücher von jemandem, mit dem ich auf twitter in Kontakt bin. Was für mich aber auf keinen Fall heißt, Sachen schönzureden oder Lobhymnen zu singen. Aber anstatt zu sagen „Das ist richtig schlecht!“ sage ich vielleicht „Die Umsetzung hat mir nicht gut gefallen.“

    Die Ballung von Rezensionen und die Eintönigkeit ist mir leider vor allem auf Booktube und Bookstagram aufgefallen – die größeren Kanäle lesen alle mehr oder minder dieselben Bücher. Das finde ich tatsächlich schade, aber ich versuche mehr und mehr auch kleinen Blogger*innen zu folgen, die eben nicht nur die großen Titel lesen.
    Ab und an macht mich der Hype selbst neugierig (z.B. bei THUG), oft bin ich aber auch überdrüssig wenn alle ein und dieselben Bücher hochloben (z.B. ACOTAR).

    Ich denke viele sind sich der grundlegenden Mechanismen durchaus bewusst, aber das kommt eben auch darauf an wofür man bloggt und was man erreichen möchte. Manche fühlen sich wohl in ihrer Reziexemplar-Blase und wollen gar nicht Leute zum diversen Lesen animieren oder die Vielfalt der Bücherwelt hervorheben. Manche machen es bestimmt, um eben einfach neue, gehypte Bücher zu bekommen. Aber nicht alle.

    Danke für diesen Beitrag und die spannende Diskussion!
    Ich erlaube mir zum Schluss noch etwas Eigenwerbung, denn über objektive und subjektive Rezensionen habe ich auch schon mal was in einem Video philosophiert: https://www.youtube.com/watch?v=08OI4ST7VhQ

    Tüdelü,
    Babsi

    • Hallo Babsi,

      der Beitrag soll ja zur Diskussion einladen, also nur her mit den Kritikpunkten 🙂

      Es ist auf jeden Fall auch eine gute Möglichkeit, zu mehr Vielfalt zu sorgen, indem du selbst aussuchst und auch ältere Bücher anfragst. Da ist die Wahrscheinlichkeit wesentlich geringer, dass ein Dutzend Blogger*innen zeitgleich mit dir dasselbe Buch anfragen.

      Grundsätzlich finde ich es auch gut, dass Rezensionsexemplare Priorität besitzen. Allerdings bleibt es ja bei einigen Blogger*innen nicht nur bei einer Handvoll im Jahr, so dass eigentlich immer irgendwelche REs grad Vorrang haben.

      Deine Art Kritik zu formulieren finde ich auch bei persönlichen Kontakt deutlich genug. „Schlimm“ wird es für mich nur, wenn sie praktisch ausgelassen wird.

      Instagram und Youtube sind nicht wirklich meine Medien, daher kann ich da nichts abschließendes sagen, aber deinen Eindruck habe ich auch. Vermutlich, da dort noch stärker als bei Buchblogs versucht wird, den Geschmack „der Massen“ zu treffen.

      Wahrscheinlich hast du recht, dass den meisten das durchaus bewusst ist, aber ein bisschen Awareness schaffen schadet ja nie.

      Eigenwerbung die zum Thema passt ist gern erlaubt, auch wenn ich bisher noch nicht zum Video schauen gekommen bin.

      Viele Grüße
      Elena

  12. Aleshanee

    Hi!

    Also ich kann dir da eigentlich – aus meiner Sicht – nicht wirklich zustimmen …

    1. Rezensionsexemplare führen zur Ballung von Rezensionen

    Das mag durchaus zutreffen, aber manche Neuerscheinungen werden auch einfach von vielen gekauft, und gleich gelesen und gleich rezensiert. Und ich mag es schon, wenn ich mehrere Meinungen zu einem Buch habe und nicht nur eine einzige, so dass ich besser rauslesen kann, ob es zu mir passt oder nicht.

    2. Nur bestimmte Bücher werden rezensiert

    Ich folge so vielen Blogs, da kommen ständig andere Bücher zum Vorschein und nie nur eins oder zwei O.O Ich muss sogar oft suchen, wenn ich mal mehrere Meinungen zu einem Buch sehen möchte.

    3. Wenige Bücher dominieren

    Seh ich auch nicht so. Klar gibt es Bücher die gehypt werden, aber da gilt das gleiche wie bei Punkt 2: Ich folge vielen verschiedenen Blogs und hab immer eine Menge Auswahl an unterschiedlichen Buchrezensionen oder Buchvorstellungen

    4. Kritik ist selten

    Seh ich auch anders. Ich selber lese ja auch Rezensionsexemplare und hab dabei alles dabei von 1 Stern bis 5 Sterne. Es dominieren tatsächlich gut bewertete Bücher, das bestätigt aber nur dass ich weiß, was ich will 😀

    5. Wenige Bücher dominieren

    Aus oben genannten Punkten ist das bei mir nicht der Fall.

    ———-
    Gerade Autoren und Autorinnen die frisch anfangen sollten die Chance haben gesehen zu werden. Und wenn die Blogger/Leser das Buch anspricht und sie es ausprobieren möchten, warum nicht? Entweder sagt mir das, was ich in den Rezensionen lese zu und ich möchte es auch lesen, oder es sagt mir nicht zu und ich lasse es sein.
    Wenn ich bestimmten Blogs eine zeitlang folge merke ich ja eigentlich, ob wir beim Lesen auf derselben Wellenlänge sind und dann kann man das sehr gut unterscheiden.

    Liebste Grüße, Aleshanee

    • Aleshanee

      Noch vergessen: Ich selber schreibe zu so gut wie allen Büchern, die ich lese, Rezensionen. Egal ob Rezi-Exemplar oder nicht. Wenn ich denke, dass ich etwas zu dem Buch zu sagen habe oder sagen möchte, dann tu ich das 😉

      • Hallo Aleshanee,

        da haben wir einfach sehr unterschiedliche Wahrnehmungen. Ich folge etwa 60 Blogs via Feedreader und dann sehe ich natürlich auch jeden Tag eine Menge Beiträge über Twitter.

        1. Das kommt sicherlich auch ab und zu vor. Allerdings verteilen sich die Rezensionen dann meistens besser über mehrere Wochen und nicht über wenige Tage. Zudem lese ich auch gern mehrere Rezensionen, aber wenn die gut schrieben sind, reichen mir 2-3 Stück.

        2. Ich möchte hier keine Autor*innen direkt nennen, aber bestimmte Bücher habe ich jeweils während verschiedener Litnetzwerken wirklich auf jeden zweiten bis dritten Blog gefunden. Natürlich nicht alle auf einen, aber die Häufung war sehr auffällig. Das war eine Stichprobe von etwa hundert Blogs, die ich über eine Woche verteilt besucht habe.

        3. Mit etwa 60 verschiedenen Blogs habe ich durchaus auch keine ganz kleine Auswahl.

        4. Manche Blogger*innen äußern generell kaum Kritik, das sagt der Punkt primär aus. Das kann daran liegen, dass es wirklich nichts zu kritisieren gibt oder sie keine Kritikpunkte sehen. Ob das mit den vielen REs dann eine Korrelation oder eine Kausalität ist, kann ich natürlich nicht aus dem Stegreif beurteilen.

        5. Das ist doch schön.

        Mein Beitrag richtet sich auch absolut nicht dagegen, neue Autor*innen auszuprobieren. Aber ich würde mir wünschen, dass mehr verschiedene neue Autor*innen ausprobiert werden.

        Zum Nachtrag: Das halte ich für das einzig sinnvolle Vorgehen 🙂 Manchen Rezensionen ist nämlich anzumerken, dass der oder die Verfasser*in eigentlich nichts zu sagen hatte und dann kann sich die auch geschenkt werden …

        Viele Grüße
        Elena

        • Aleshanee

          Guten Morgen Elena,

          ich hab deinen Beitrag heute in meiner Stöberrunde verlinkt 🙂

          Ja, da scheinen wir wirklich andere Wahrnehmungen zu haben … oder ich achte nicht so sehr drauf. Wenn ich durch den Blogroll scrolle (bei mir sind es knapp 300 Blogs) sind doch immer sehr unterschiedliche Bücher und eben auch andere Beiträge dabei, so wie deiner hier 😉 Mir fällt manchmal schon auf, dass ein „neues“ Buch öfters auftaucht, ob das jetzt ein Verlagsbuch ist, ein bekannter Autor oder ein SPler macht da aber keinen Unterschied, das ist schon sehr gemischt. Deshalb hab ich mich in Gedanken noch nie wirklich damit beschäftigt.

          Das Problem ist wohl auch die Schnelllebigkeit, die ja vor der Buchwelt nicht Halt macht. Kommt ein neues Buch raus ist es oft schon nach 2 Monaten wieder in der Versenkung verschwunden, weil in der Zwischenzeit ja wieder zig Trillionen andere Bücher erschienen sind … deshalb will jeder sofort und oft gesehen werden.

          Das liegt aber dann auch an den Lesern und nicht nur an dem Problem dass du ansprichst. Viele glauben ja dass „alle“ nur an den Neuerscheinungen interessiert sind, aber das ist gar nicht so. Gerade wenn ich Rezensionen zu älteren Büchern schreibe merke ich sehr oft genauso viel Interesse.

          Liebste Grüße, Aleshanee

          • Hallo Aleshanee,

            danke für die Verlinkung!

            Mit der Schnelllebigkeit sprichst du definitiv etwas wichtiges an. Es sind oftmals nur wenige Wochen, wo ein Buch nach Erscheinen viel Aufmerksamkeit bekommen kann und dementsprechend wird auch versucht, möglichst viel davon zu generieren.

            Aber ich habe mich aus diesem Rennen weitestgehend ausgeklinkt und rezensiere Sachen, die schon ein paar Monate oder Jahre auf dem Markt sind. Manchmal interessiert das Buch dann niemanden mehr, aber ab und zu gibt es dann auch richtig viel Aufmerksamkeit. Genau das kann aber auch mit aktuellen Büchern passieren, die interessieren manchmal auch anscheinend niemanden.

            Liebe Grüße
            Elena

  13. Ich hab das völlig anders beobachtet.

    Kritk ballt sich – ja, tut sie. Aber unter ca. 20 Rezis sind meist 2 – 3 STück dabei, die sehr kritisch sind, einige Rezis, die Kritkpunkte nennen und ein paar Stück, die total begeistert sind. Außerdem kann ich die Rezis z.B. über Amazon filtern, sodass ich unabhängig von der Anzahl nur die Kritischen lesen kann. Besonders bei Leserunden sind Menschen sehr offen und das merkt man später auch in den Rezis.

    Viele Bücher hätte ich nicht gelesen, wenn sie nicht als Rezi-Ex angeboten werden würden z.B. „Der weiße Fleck“ (DDR-Gefängnis) oder „Believe me“ (Biografie Eddie Izzards). Für mich ist das ne tolle Variante, mich an Neues zu wagen. Denn: Ein Fehlkauf tut immer weh. Wenn das Buch kostenlos war, tut es weniger weh.

    Natürlich kommt man in Versuchung, mehr Rezi-Ex zu lesen und seinen eigenen Lesengeschmack zu vernachlässigen. Aber das ist ein Entwicklungsprozess. Man hat immer die Wahl, es sei denn, man macht das ständig.

    • Hallo Evy,

      anscheinend liest du gern Rezensionen über Amazon? Ich schaue dafür ja gern bei Goodreads rein. Mein Beitrag bezieht sich jetzt aber eigentlich nur auf Blogs. Ich bevorzuge es die Blogs zu lesen, die (fast) immer Kritikpunkte anführen, während ich reine „Jubelrezensionen“ meistens auslasse. Für mich macht es da eher die Qualität der Rezensionen denn die Quantität.

      Um Neues auszuprobieren und Bücher eine Chance zu geben, die jemand sonst nicht gelesen hätte, finde ich Rezensionsexemplare gut. Ich sehe aber weniger Mehrwert drin, wenn alle auf denselben „ausgetretenen“ Pfaden wandeln und dasselbe „Hype-Buch“ lesen, was sie sich sowieso kaufen wollten.

      Entscheidend ist es auf jeden Fall, einen gesunden Mix zu finden 🙂

      Viele Grüße
      Elena

      • Naja, ich lese oft über Portale, weil ich dort auf einen Blick alle Rezis zu einem Buch sehen kann. Und ich lese, wenn ich die Zeit habe, alle Rezis zu einem Buch, um das Vorurteil „Positive Rezis geben mir nix“ zu hinterfragen. Und tatsächlich habe ich aus dem Großteil der Rezis Punkte mitgenommen, die mich zum Nachdenken anregten.

        Und: Es ist doch toll, dass jemand Rezensionen schreibt. Ich habe z.B. Shades of Grey gelesen und darüber geschrieben – weil ich wissen wollte, was MIR das Buch gibt. Ein Buch wegen eines Hypes NICHT zu lesen, das wäre doof.

        Neben dem Druck ist für mich das einzige Gegenargument, dass man nie weiß, welchen Einfluss das Kostenlose tatsächlich hat. Manchmal weiß man das nichtmal als Rezi-Autor.

        • Aggregierte Bewertungen von Büchern finde ich als ersten Indikator, ob ein Buch etwas „taugt“, auch sehr hilfreich. Wobei die Durchschnittsbewertungen einen auch manchmal in die Irre führen können, weshalb ich auch immer paar Rezensionen anschaue …

          Jedenfalls können auch positive Rezis sehr nützlich sein, wenn in ihnen kritische Aspekte angesprochen werden. Nicht jede im Grundtenor sehr positive Rezension ist für mich direkt eine schlechte, da kommt es immer noch auf dem Inhalt an.

          Es soll sich selbstverständlich auch niemand davon abhalten lassen, ein Buch TROTZ des Hypes zu lesen. Ich habe auch so einige Autor*innen, die immer populärer geworden sind, und da ist mir das egal. Kritisch finde ich es, wenn ein Buch nur WEGEN des Hypes gelesen wird. Vor allem, wenn noch niemand das Buch selbst gelesen hat, es aber in aller Munde ist. Da warte ich dann fast immer die Rezensionen ab, was sich oftmals als gut erweist, denn die Bewertungen sind leider zu häufig eher mäh.

          Beim letzten Absatz stimme ich dir voll zu.

  14. Guten Abend 🙂
    Als ich DAMALS eine Buchbloggerin war, habe ich mich bewusste gegen Rezensionsexemplare entschieden. Ich wollte mich nicht diesen Druck aussetzten und ich wollte frei nach schnauze lesen. Ich wusste, dass ich ein sehr launige Leserin bin.
    Ich hatte ein einziges Rezensionsexemplar und zwar von einer Buchbloggerin mit der ich mich gut verstanden hatte. Das Buch hatte mich allerdings nicht überzeugt. Ich hatte dann ein mulmiges Gefühl, als ich das Buch Bewertet habe und ich weiß noch, dass es mich beeinflusst hatte, dass es ein Rezensionsexemplar war. Deshalb stand für mich fest, dass ich das nicht nochmal machen möchte.

    Liebe Grüße
    Mandy

    • Hallo Mandy,

      ist das auch schon so lange her? *g* Jedenfalls sind Rezensionsexemplare absolut kein Muss für Buchblogger*innen und wer sich nicht mit ihnen wohlfühlt, sollte auf jeden Fall auf sie verzichten. Geht schließlich auch prima ohne 🙂

      Liebe Grüße
      Elena

  15. Hey Elena,

    ein Thema, das das Wasser zum Kochen bringen könnte.

    Ich sehe es folgendermaßen: Mich stört es selten, dass man zur gleichen Zeit viele Rezensionen zum gleichen Buch sieht, da mich Neuerscheinungen ja doch interessieren. Jedem/r Blogger/in ist sicherlich klar, dass er/sie nicht allein das Buch rezensieren wird. Ich lese mir davon maximal 2 Rezensionen durch und dann ist gut. Alles andere macht keinen Sinn, egal wie individuell geschrieben wurde. Natürlich ist es Werbung für das Buch, ob nun gut oder schlecht ist dann zweitrangig. Auch negative Publicity ist Publicity.

    Da wäre ich auch schon am Punkt, dass ein Rezi-Ex die Meinung zum Positiven beeinflusst. Ich sage, das ist nicht der Fall. Vielleicht gibt es Ausnahmen, die bei Rezi-Ex immer 5 Honigkuchenpferde vergeben. Das kann ich allerdings nicht belegen. Bisher ist mein Eindruck so, dass jeder Einzelne ehrlich ist und seinen Meinung schildert, egal in welche Richtung es geht.

    Mein Blog ist noch recht klein und ich bekomme selten Rezensionsexemplare. Es macht mir nichts aus. Mein SUB möchte schließlich auch mal abgearbeitet werden und damit auch ältere Bücher.
    Und solange sich jeder ein Herz fasst, ein Buch aus dem SUB nimmt und das rezensiert, bleibt die Vielfalt erhalten.

    Liebe Grüße Tina

    • Hallo Tina,

      dass dich das nicht stört, finde ich gut. Mich nervt es leider mit der Zeit schon, grad wenn es Bücher von Autor*innen sind, denen ich sehr kritisch gegenüberstehe.

      Du hast natürlich recht, dass die Meinungen nicht immer positiv ausfallen. Aber wie du aber auch selbst schreibst: Auch negative Publicity ist Publicity. Und während es mich zum Beispiel nervt, ständig etwas von den einen Buch zu lesen, macht es den anderen vielleicht erst recht neugierig.

      Auf jeden Fall toll, dass du deinen SuB schätzt und auch ältere Bücher liest. Denn wie du richtig anmerkst, wenn das alle tun, trägt das viel zur Vielfalt bei.

      Liebe Grüße
      Elena

  16. Hey Elena,
    diese Rezensionswellen zu 1. sind wirklich krass und stören mich auch. Mittlerweile warte ich ab, ob das Buch auch danach noch Leser findet oder nur als RE gelesen wurde. Trotzdem finde ich es bei einigen Büchern gut, dass es mehrere Rezensionen zu einem Zeitpunkt gibt, weil ich somit auf das Buch überhaupt erst stoße (bei eher unbekannten Autoren).
    3. finde ich wirklich schade. Es gibt wirklich einige Blogs, die nur REs rezensieren und selbstgekaufte Bücher nicht. Das kann ich gar nicht verstehen, denn Bücher sollen Aufmerksamkeit bekommen, wenn man was dazu zu sagen hat, sie einen geflasht oder auch total enttäuscht haben, aber nicht, weil man sie kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen hat!!
    Bei 4. muss ich widersprechen. Vielleicht gibt es einige wenige Blogger, die dem Autor oder Verlag Honig ums Maul schmieren, aber die ich bisher gelesen habe sind immer ehrlich. Vielleicht resultiert der Eindruck daher, dass die meisten Bücher als RE anfordern ,die sie unbedingt lesen möchten (und ihnen meistens auch zusagt) und abgebrochene RE gar nicht erst rezensiert, sondern weiter gegeben werden.
    Da REs Werbung sind, spielt das schon etwas in die Vielfalt der Buchbloggerwelt, aber man sieht ja auch, dass die Blogger mit den gehypten und beliebten Büchern mehr Follower haben. Ich glaube, die Leser an sich, stürzen sich auch schon auf eine bestimmte Gruppe von Büchern, deshalb auch die Leser hinter den Buchkanälen und daher noch mehr die Leser, die diesen folgen. Man sieht es ja auch beim Cover: Die meisten Blogger, booktuber und Instagrammer mögen keine Gesichter mehr auf den Covern sehen, geben tut es sie aber trotzdem noch in großer Zahl, weil wir nur einen kleinen Anteil an den Lesern ausmachen.
    Ich würde aufgrund deiner genannten Punkte nicht sagen, dass REs schlecht sind, aber wenn man Pro und Kontra von REs aufführt, dann sind einige deiner genannten Aspekte sicherlich zu nennen.
    lg, Tine =)

    • Hallo Tine,

      1. Bei eher unbekannten Autor*innen machen mir diese Wellen auch weniger aus als bei Bestseller-Autor*innen, wo ich innerlich aufstöhne, dass die schon wieder ein Buch herausgebracht haben.

      3. Ja, total meine Meinung! Ich finde es schade, wenn Bücher untergehen, nur weil sie nicht einer Rezensionspflicht unterliegen.

      4. Diese Praxis mit dem Weitergeben ist eigentlich auch nochmal ein Thema für sich …

      Tja, dass mit den gehypten Büchern ist natürlich wirklich ein Wettbewerbsvorteil dahingehend, da an einer Meinung dazu wahrscheinlich die meisten Menschen interessiert sind. Während sie bei unbekannteren Büchern nicht so schnell klicken. Wenn jemand aber nur mit dem Strom schwimmt, endet das auch leicht in Einheitsbrei.

      Rezensionsexemplare haben definitiv auch positive Aspekte, wenn sie „richtig“ eingesetzt werden, aber ich glaube, die sind hinreichend bekannt 🙂

      LG Elena

  17. Dem mangelnde Vielfalt Gedanken kann ich absolut folgen deshalb lese ich so gerne Klassiker oder abseits des Mainstreams und hoffe,d ass auch diese meine Leser interessieren.

    • Ich finde es schön, dass du auch abseits des „Mainstreams“ liest, da sich dort viele Perlen verbergen. Klassiker lohnen sich sowieso oft 🙂

  18. Hallo Elena,

    das ist ein toller Artikel geworden und jetzt „muss“ ich auch meinen Senf dazu geben 🙂

    1. Ja, ich stimme zu, dass es Zeiten gibt, in welchen man das Gefühl hat, es wird nur über ein bestimmtes Buch gebloggt. Aber es steht mir als Leserin auch frei, mich aktiv zu entscheiden, das Buch auch zu lesen oder eben auch nicht. Niemand wird dazu gezwungen. Wenn mir die Artikel zu viel werden, dann scrolle ich einfach drüber.
    2. Vielfalt entsteht nicht nur aus dem Angebot sondern auch aus der Nachfrage. Möchte ich mich der „Herde“ anschließen oder doch meinen eigenen Stil pflegen?
    3. Ich versuche für mich eine ausgewogene Mischung aus selbst gekauften Büchern und Rezensionsexemplaren zu finden. Ich muss auch dazu sagen, hätte ich manches geschenkte Buch nicht bekommen, hätte ich eine wundervolle Geschichte verpasst. Es liegt also wie immer im Auge des Betrachters, ob er ein Buch annimmt oder nicht.
    4. Ich habe Rezensionsexemplare bereits mit einem Stern bewertet. Wenn die Geschichte schlecht ist, dann ist das einfach so. Ich will mich nicht verdrehen.
    5. Da wären wir wieder bei Punkt 1 – Angebot und Nachfrage!

    Insgesamt möchte ich meine Auswahl an Rezensionsexemplaren einschränken, aber nur weil ich mich manches Mal einfach gestresst fühle! Ich lese, weil es mir Spass macht und nicht weil ich muss. Mit dem Nachfragen gehe ich natürlich eine Verpflichtung ein, die ich einhalten möchte/muss. Wobei ich auch erwähnen möchte, dass ich mir meist nur Bücher aussuche, die mir voraussichtlich auch gefallen. Ich kaufe mir ja auch nur Bücher, von denen ich glaube, dass ich sie gut finde.

    Ganz liebe Grüße aus Tirol
    Marie

    • Hallo Marie,

      danke für den ausführlichen Kommentar! Darauf möchte ich drei Dinge erwidern:

      1) Ich kann zwar entscheiden, was ich lese und was nicht. Wenn aber „fast überall“ das gleiche Buch besprochen wird, ändert es nichts daran, dass ich gefühlt an den Buch nicht vorbei komme.
      2) Ich glaube schon, dass es mit uns als Leser*innen etwas macht, wenn wir überall das gleiche Buch sehen. Natürlich strömen wir deswegen nicht gleich alle dumpf in die Buchhandlungen und kaufen es, aber erhält wesentlich mehr Aufmerksamkeit.
      3) Angebot und Nachfrage treffen natürlich auch hier zu, dennoch sehe ich grad uns als Blogger*innen in der Verantwortung, weg von den „Spitzentitel“ hin zur Breite zu gehen und (auch) Bücher zu lesen, die eben nicht durch das Marketing gepusht werden.

      Liebe Grüße
      Elena

  19. Ich verstehe zwar, was du meinst, sehe das persönlich aber etwas anders bzw. glaube ich zwar durchaus, dass du mit einigen Punkten insgesamt Recht hast, auf mich persönlich treffen sie jedoch nicht zu. Ich entscheide selbst, was ich lese, völlig unabhängig von dem Faktor, ob es das Buch als RE gibt oder nicht. D.h. ich entscheide idR beim Durchstöbern der Vorschauen, welche Bücher auf der Wunschliste landen und welche nicht. Wenn es zu einem Buch, das ich unbedingt lesen möchte, dann REs gibt – schön – wenn nicht, auch egal, denn dann kaufe ich mir das Buch eben oder leihe es aus, o.Ä.. Ich lese ein Buch nicht nur, weil es als RE angeboten wird und beziehe meine Bücher auch nicht größtenteils als REs. Vielmehr durchsuche ich eventuelle Rezensionsangebote nach den Büchern, die ohnehin auf meiner Wunschliste stehen, wenn überhaupt. Insgesamt beziehe ich deutlich weniger REs als früher, insbesondere aus zeitlichen Gründen.

    • Danke für deinen Kommentar. Offenbar entscheiden nicht alle Menschen so wie du, andernfalls wären Rezensionsexemplare ja dann ziemlich sinnlos bis kontraproduktiv, wenn Leser*innen sich die Bücher bei nicht vorhandenen REs stattdessen kaufen würden.

  20. Hallöchen,
    ich finde das Thema dieses Beitrags wirklich interessant, weshalb ich schon sehr gespannt auf die fünf Punkte bin.
    Zum ersten möchte ich gleich etwas sagen. Du hast natürlich recht, dass so eine Flut an Rezensionen zum gleichen Buch etwas irritierend ist. Aber genau so wird man auf das Buch Aufmerksam und das ist für unbekannte Autorinnen natürlich extrem wichtig.
    Ich habe gar nicht so sehr das Gefühl, dass in letzter Zeit immer wieder die gleichen Bücher gelesen werden. Wenn ich meinen Blogger-Feed anschaue, herrscht da momentan eine ziemlich tolle Vielfalt.
    Zum vierten Punkt: Das kann ich mir sehr gut vorstellen, beide Optionen. Mir ist auch aufgefallen, dass es mir wahnsinnig schwer fällt, Rezensionsexemplare schlecht zu bewerten. Ich versuche dann immer, in der Rezension noch was positives zu finden, um es nicht ganz so schlecht darzustellen. Das ist eigentlich nicht optimal, aber bei direktem Kontakt mit Autor oder Verlag tun mir die dann immer sehr leid, wenn ich schlecht bewerte. Das ist der Grund, weshalb ich kaum Rezensionsexemplare annehme und eigentlich keine mehr anfrage.

    Aber ja, es stimmt definitiv, dass Verlage mit Bloggern das Leseverhalten steuern. Es gibt eben doch immer mal wieder Titel, die aus dem Nichts auftauchen und plötzlich überall sind.
    Liebste Grüße, Kate

    • Hallo Kate,

      zu 1): Du hast natürlich recht, dass es grad bei unbekannten Autor*innen wichtig ist, dass eine gewisse Menge zusammenkommt, um Aufmerksamkeit zu schaffen.

      Zu 4): So etwas meinte ich 🙂 Ich gehe schon stark davon aus, dass keiner einen Buch 5 Sterne gibt, wenn es seiner Meinung nach lediglich 3 Sterne verdient, nur weil es ein RE ist. Aber ich denke schon, dass es zum Beispiel dann eher beendet wird und geschaut wird, wo sich auch noch was positives finden lässt.

      Zum Glück gibt es nur gelegentlich Wellen, wo ein paar Bücher gefühlt überall auftauchen. Die meiste Zeit empfinde ich meinen Feedreader vielfältig gefüllt. Nichtsdestotrotz denke ich, dass da noch Potenzial vorhanden ist.

      Liebe Grüße
      Elena

  21. Du fasst das absolut nachvollziehbar zusammen, mir geht das da wie dir. Und es ist tatsächlich oft so: hast du die eine Rezension zu dem Buch gelesen, kennst du alle anderen. Und zu jeder Rezension diese absolute Euphorie. Da fällt es mir schwer, dem Buch überhaupt noch Beachtung zu schenken. Diese Hype-Bücher treffen nämlich nur äußerst selten meinen Geschmack. (Der letzte Hype, der tatsächlich meinem Geschmack entsprach, war Harry Potter.) Und nach der 20. euphorischen Rezension, nach der ich mir das Buch besorge, um zu schauen, was dran ist, das mich dann doch nur wieder enttäuscht oder langweilt, verliert man da einfach den Glauben. Es sei jetzt mal dahingestellt, ob es an der Übermasse an Rezensionen zu „gehypten“ Büchern liegt oder an meinem Geschmack. Vielleicht ein bisschen von beidem …

    • Hach, wir verstehen uns 🙂 Wenn ich eins, zwei Rezensionen gelesen habe, dann gibt es nur noch verhältnismäßig wenige Blogger*innen, deren Rezension mich zu einem Buch noch interessiert. Und ja, diese Euphorie erstaunt mich immer wieder. Vielleicht, weil ich selber nur selten in Begeisterung verfalle? Schön, wenn fast jedes Buch total einschlägt, aber ich kann den Rezensionen nicht ganz trauen.

      • Ich kriege dann auch meist den Eindruck, dass es eher gekauft als ehrliche Rezensionen sind. Aber ist nur mein. Eindruck muss ja nicht stimmen. Aber neige dann trotzdem dazu das Buch erstmal zu ignorieren.

  22. Pingback: Babsi taucht ab (Juni 2018) • BlueSiren

  23. Huhu,

    bei einigen Punkten kann ich dir zustimmen, wie die Rezensionsflut zu bestimmten Büchern zum ET.
    Bei anderen allerdings nicht: ich zum Beispiel bewerte immer recht kritisch, sei es jetzt Rezensionsexemplar oder nicht, das macht bei mir keinen Unterschied. Ich rezensiere ja beides. Allerdings stimmt es, ich lese gerne Reziexemplare, aber ich lasse mich dadurch nicht lenken. Ich lese ja nur, was mir gefällt und nicht, weil es das Buch gerade als Reziex gibt und ich es sonst nicht lesen würde.
    Nur um mal ein bisschen andere Argumente zu bringen 🙂 Denn ich finde nicht die Tatsache, dass es Reziexemplare gibt, ist negativ, sondern der Umgang einiger Blogger damit.

    Liebe Grüße, Kerstin

  24. Vielen Dank für den Artikel. Als Indie und Nicht-Buchbloggerin habe ich das noch nie so gesehen. Allein wie stark Verlage in die Szene eingreifen können (und sollten?), ist ein interessantes Thema.
    Generell keine Rezensionsexemplare mehr zu akzeptieren, halte ich allerdings für keine sehr durchdachte Lösung. Wie meine VorrednerInnen bereits ansprachen: man sucht sich ja die Bücher, von denen man glaubt, dass sie den persönlichen Geschmack treffen.
    Und was ist so schlimm daran, auch einem mittelmäßigen Buch etwas Positives abzugewinnen? An manchen Stellen deines Artikels (und auch in einigen Kommentaren) kommt es beinahe so rüber, als seien nur schlechte Rezensionen glaubwürdig. Dabei heißt „kritisch“ doch nicht gleich schlecht, sondern lediglich differenziert.
    Eine andere Frage, die mir eine BuchbloggerIn bestimmt beantworten kann, ist: wieso akzeptieren so wenige (gelesene) Blogs Reziexemplare von uns Selfpublishern? Da viele gegen die scheinbare Allmacht der Verlage protestieren, wäre es doch folgerichtig, auch Indies eine Chance zu geben.
    Würde mich über eine Antwort freuen! (:

    Alles Liebe,
    Sheyla

    • Wenn es so rüberkommt, dass ich nur schlechte Rezensionen glaubwürdig finde, muss ich wohl noch etwas an meinen Formulierungen arbeite. Was für mich aber in der Tat aber wenig glaubwürdig ist, wenn fast nur Superlative verwendet werden und es keine Aspekt am Buch zu geben schien, die nicht ganz so gelungen sind. Vor allem, wenn nahezu alle Rezensionen so geschrieben sind. Denn auch bei sehr guten Büchern gibt es eigentlich immer irgendetwas, was noch besser oder anders gemacht werden hätte können. Das anzusprechen gehört für mich zu einer differenzierten Rezension dazu. Wenn hingegen nur drinsteht, dass die Geschichte so spannend war, der Schreibstil so flüssig und das Buch so hammertoll, dann ist für mich keine Aussagekraft da. Eine gute Rezension spricht an, was ich vom Buch erwarten kann und was nicht.

      Dann das SP-Blogger*innen-Thema. Grundsätzlich hast du recht, dass es schwierig ist, Blogger*innen für Selfpublisher-Rezensionsexemplare zu gewinnen. Das liegt meiner Meinung nach vor allem an drei Gründen.
      1) Zunächst einmal werden viele Blogger*innen mit unpersönlichen Anfragen zugeschüttet: Da wird gar nicht geschaut, worüber die Person bloggt und ob das Genre für sie interessant sein könnte. Wir als Adressaten sollen aber mehrere Stunden das Buch lesen und dann darüber schreiben.
      2) Dann ist die Qualität äußerst wechselhaft. Es gibt toll lektorierte Bücher, die „wie vom Verlag“ wirken. Und Bücher, wo die Autor*innen offenbar der Meinung waren, dass jegliche Fremdeinwirkung ihr Werk verschandeln würde.
      3) Die Fähigkeit mit Kritik umzugehen ist teilweise nicht sehr stark ausgeprägt, so dass es immer wieder Fälle gibt, wo Blogger*innen wüste Beschimpfungen für ihre Rezensionen durch die Autor*innen ernten.
      Mir ist wie vielen anderen Blogger*innen bewusst, dass die Selfpublisher keine einheitliche Masse sind, sondern Individuen. Trotzdem finde es unter diesen Aspekten nachvollziehbar, dass viele lieber verzichten. Es haben aber auch schon viele Blogger*innen Beiträge dazu geschrieben, wie sich eine erfolgreiche Zusammenarbeit herstellen lässt. Mir fällt nur spontan jetzt konkret kein Beitrag zum Verlinken ein. Aber es ist definitiv nicht unmöglich, Rezensionsexemplare unter Blogger*innen zu bringen. Dazu am besten mal in entsprechenden Plattformen für Selfpublisher recherchieren oder auch mal einen Literaturcamp oder ähnliches teilnehmen.

      Liebe Grüße
      Elena

      • Hi Elena,

        es stimmt wohl, dass sich immer Kritikpunkte finden lassen. ^^
        Dass einige Blogger so… durchwachsene Erfahrungen mit Selfpublishern machen mussten, ist ziemlich schade. Was das Lektorat betrifft, darf ich allerdings anmerken, dass es bei jedem Buch, das mehr als 100 Seiten hat, eine recht gewaschene Investition darstellt, die sich gerade am Anfang nicht jeder leisten kann. – Dass sich dem Leser nicht auf jeder Seite Rechtschreibfehler aufdrängen sollten, ist klar.
        Danke für die Tipps und Deine nachvollziehbare Erklärung!

        Alles Liebe,
        Sheyla McLane

  25. Pingback: [Die Sonntagsleserin] Juni 2018 - Phantásienreisen

  26. Huhu =)
    Ein sehr interessanter Beitrag, auch wenn ich dir ehrlich gesagt überhaupt nicht zustimme. Prinzipiell sind deine Kritikpunkte schon nachvollziehbar und wenn ich die selben Bücher immer wieder in meinen Blogroll sehe wünsche ich mir häufiger auch mehr Rezensionsdiversität, aber meiner Meinung nach, ist es das Verhalten einiger Blogger und nicht die Rezensionsexemplare per se die diese Probleme verursachen. Das ist, als ob man sagen würde alle Werkzeuge seien schlecht, weil Einige missbraucht wurden.

    Ich denke sogar, dass Rezensionsexemplare für die Vielfalt förderlich sein können. Ich zum Beispiel lebe von sehr wenig Geld im Monat und kann mir vielleicht alle zwei Monate ein neues Buch leisten. Wenn ich also in den Laden gehe und mir eins kaufe, wähle ich etwas aus, wovon ich mir sicher bin, dass es gut ist. Ich bleibe auf sicherem, gewohnten Terrain. Wenn ich das Buch allerding als Rezensionsexemplar erhalten kann, bin ich eher geneigt auch mal was auszuprobieren und andere Genre zu entdecken da für mich außer Zeit kein Verlust entsteht und wenn‘s mir nicht gefällt, ja dann schreib ich das auch so. Ich habe Rezensionsexemplare durchaus auch schon mal mit nur 2 bewertet. Darüber hinaus rezensiere ich jedes Buch, ob gekauft oder nicht. Rezensionsexemplare machen vielleicht 30 Prozent meiner Rezensionen aus, wenn überhaupt.

    Was ich damit sagen will ist, dass man nicht beim Werkzeug, sondern beim Nutzer ansetzten sollte und dass es durchaus auch viele Blogger gibt, die einen ordentlichen Umgang mit Rezensionsexemplaren pflegen und auch vielfältig rezensieren. Dass auch Indie Autoren und Selfpuplsiher darauf bauen, dass Blogger Rezensionsexemplare annehmen wurde ja auch schon mehrmals erwähnt.

    Summa Sumarum, nicht meine Meinung aber definitiv eine interessante Diskussion und lesenswerter Artikel. Habe ihn auch gleich in meiner Monatsübersicht verlinkt.
    LG Miss PageTurner

    • Hallo Miss PageTurner,

      du hast natürlich recht, wenn du sagst, dass der Umgang mit den Rezensionsexemplaren entscheidend ist. Es gilt für fast alles: Die Dosis macht das Gift. Ich habe mich bewusst auf die negativen Aspekte konzentriert. Ich sehe durchaus auch positive Aspekte, aber die sind imo hinreichend bekannt.

      Es ist auch wahr, dass es je nach Budget schwierig sein kann, ohne Rezensionsexemplare öfters an Neuerscheinungen zu gelangen. Allerdings scheint es manchmal dahingehend auszuarten, dass Blogger*innen meinen, bei „fast jeder“ Neuerscheinung dabei sein zu müssen. Vielleicht würde ohne sie also der „Druck“ sinken, Neuerscheinungen rezensieren zu müssen? Denn Bücher werden ja nicht dadurch schlecht, dass sie nicht mehr frisch aus der Presse sind. Und für den Absatz ist es auch sehr förderlich, wenn interessierte Leser*innen in ihrer Bücherei bestimmte Neuerscheinungen zur Anschaffung anfragen.

      Danke für das Verlinken 🙂

      LG Elena

  27. Hallo,

    ich kann viele deiner Einwände gut nachvollziehen! Mir fehlt auch oft die Vielfalt, und ich habe vor ein paar Monaten einige Blogs von meiner Leseliste geschmissen, bei denen einfach NIE Bücher zu finden waren, die NICHT schon überall gehypt wurden.

    Wenn ich Rezensionsexemplare anfrage, versuche ich immer, darauf zu achten, dass es nicht gerade die gehypten Bücher sind. Manchmal verschätze ich mich da allerdings und frage ein Buch an, das dann viel beliebter ist als ich erwartet hatte… Das ist dann ärgerlich.

    Daher frage ich vermehrt direkt bei Verlagen wie Suhrkamp oder Diogenes an statt über gebündelte Plattformen wie das Bloggerportal. Bei Netgalley frage ich noch häufig an, denn da kann ich mir aktuelle Rezensionsexemplare sortieren lassen nach „am häufigsten angefragt“. Da drehe ich den Spieß einfach um und schaue mir die Titel an, die weit abgeschlagen auf den letzten Seiten stehen.

    Bei mir gibt es auch negative Rezensionen zu Rezensionsexemplaren. Eine Autorin schrieb mir einmal, mir ein Buch zu schicken sei eine Mutprobe… (Dabei werde ich doch nie gemein, nur kritisch!) Aber ich denke schon, dass sich viele Blogger das nicht trauen, weil sie Angst haben, dass es dann in Zukunft keine Rezensionsexemplare mehr gibt.

    Ich habe diesen Beitrag HIER für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt. In der Rubrik versuche ich immer, auch Rezensionen zu Büchern verlinken, die man nicht auf jedem zweiten Blog sieht.

    LG,
    Mikka

    • Hallo Mikka,

      ja, das kann schon mal passieren, dass ein Buch die Aufmerksamkeit weckt und dann ist es auf einmal in aller Munde. Ab und zu ist das ja auch vollkommen okay. Es nervt halt nur, wenn wie von dir im Absatz davor geschrieben, nie Bücher bei einer Person zu finden sind, die nicht gehypt werden oder wurden.

      Dein Ansatz beim Anfragen von Rezensionsexemplaren klingt jedenfalls klasse 🙂 Grad bei Netgalley gehe ich nämlich auch von einen sich selbst verstärkenden Effekt aus: Oh, das Buch wurde schon oft angefragt? Dann wird es wohl gut sein, das nehme ich auch!

      Ich denke, es ist mit den Vermeiden von Kritik eigentlich größtenteils simpler: Viele Leute möchten als nett und sympathisch wahrgenommen werden. Da jemanden dann in Form der Rezension zu schreiben, dein Buch war nicht so toll, das ist nicht so einfach. So mal ich es auch immer anstrengender finde, aktiv zu reflektieren als passiv aufzunehmen. Aber natürlich wird auch am Ende stehen, dass es den Verlag nicht gefallen könnte, wenn zu viel „rumgenörgelt“ wird.

      Vielen Dank für das Verlinken 🙂 Ich mache so etwas ja monatlich mit dem „Fremden Funken“, da verlinke ich unter anderem auf kritische Rezensionen, die einen anderen Blick auf Bücher eröffnen.

      Liebe Grüße
      Elena

  28. Alles sehr gute Gründe, die ich nur so unterschreiben kann. Ich fordere keine Rezensionsexemplare an und es kam in Einzelfällen schon vor, dass ich Bloggern/Blogs nicht mehr folgte, weil ich den Eindruck hatte, dass sie nicht frei kritisieren, weil sie die Beziehungen zu Verlagen nicht riskieren wollen oder keine „kritische Stimme“ haben.

    • Meine Antwort kommt bisschen später als sonst, da ich die letzte Woche unterwegs war. Jedenfalls schön, dass du den Beitrag zustimmst 🙂 Ich habe wie du aus den von dir genannten Gründen auch schon Blogs entfolgt. Denn das Lesen solcher Rezensionen gibt mir dann nichts.

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