Funkenflug Oktober 2021

Wahrscheinlich würde mir mein früheres Ich widersprechen, aber gefühlsmäßig erlebe ich derzeit an einem Tag mehr als früher in einer Woche und was eine Woche her ist, scheint mir einen Monat entfernt zu sein. Es ist einfach so unglaublich viel zu tun auf der Arbeit und auch privat drängeln sich die Termine derzeit. Nichtsdestotrotz möchte ich auch den Oktober Revue passieren lassen.

Lesefunken: Diesen Monat habe ich leider nur ein halbes Buch geschafft, „Green Rising“ von Lauren James. Dabei gefällt mir die Geschichte sehr gut, nimmt sie doch Bezug zum sehr aktuellen Thema Klimawandel und vermischt dieses mit Science Fiction. Vielleicht braucht es auch in der Realität einen grünen Aufstand, denn auf Grünfinger brauchen wir nicht zu hoffen…

Film- und Serienträume: Im Oktober war ich in meinem ersten James-Bond-Film. „Keine Zeit zu sterben“ war auch ohne Vorkenntnisse unterhaltsam, allerdings sind mir natürlich viele Bezüge und Hintergrundgeschichten verborgen geblieben. Aus meiner Sicht könnte es auch gern der letzte Bond-Film sein, nicht nur der letzte mit Daniel Craig.

Weitere Filme gab es Zuhause, dabei war unter anderen „Wir waren wie Lieder„, eine romantische Komödie aus Spanien, die zeigt, dass das über jemanden Hinwegkommen ganz schön lange dauern kann. Außerdem habe ich mir einige Weihnachtsfilme angesehen, bevor sie Ende des Monats aus dem Programm genommen wurden: „Broadcasting Christmas“ fand ich überraschend gut, „Christmas under Wraps“ trotz Plumpheit auch. In „Holiday Rush“ steigerten sich die Charaktere im Verlauf des Filmes deutlich und „Cinderella Story – Ein Weihnachtswunsch“ kämpfte zwar mit einigen zu starken Übertreibungen, hatte jedoch auch gute Spins zur üblichen Story. Am besten gefiel mir aber „I’m Not Ready For Christmas„, weil der Film keine (deutlich) überzeichneten Figuren hatte und auch die Story nicht direkt von der ersten Minute an komplett vorhersehbar war, sondern immer mal wieder überraschende Elemente aufwies.

An Serien flimmerte auch einiges über den heimischen Monitor. Da war „Squid Game„, was ich gern beendet habe und zwar nicht für das Serienhighlight des Jahres halte, aber dennoch für gute Unterhaltung. Außerdem habe ich die letzten Folgen der aktuellen Staffel von „Chesapeake Shores“ gesehen und es wird zum Ende hin doch erstaunlich dramatisch, natürlich alles offen gelassen für die nächste Staffel.

Am interessanten fand ich die NDR-Dokumentation „Kevin Kühnert und die SPD„, aber da könnte meine sozialdemokratische Präferenz auch reingespielt haben. Die Dokumentation zeigt gut, dass politische Arbeit und Medienbild manchmal doch ganz schön weit auseinanderklaffen. Jedenfalls hat es mein Bild von ihm bestätigt und meiner Meinung nach sollte die SPD wirklich aufhören, Angst davor zu haben, links zu sein. Ich bin gespannt, wie es politisch nicht nur bei Kühnert weitergeht.

Spielfunken: Weiterhin alles beim Alten. Ich spielte immer noch in den PnP-Runden „Die Gruft der Auslöschung„, „Das Lied der sterbenden Sonne“ und „Candlekeep Mysteries“ mit, auch wenn das zustande kommen einzelner Session schon manchmal echt dauert. Auch von „State of Survival“ lasse ich nicht die Finger, aber während ich früher da immer mal wieder reinschaute, beschränkt sich die Spielzeit nun meist auf eine halbe Stunde am Morgen und eine halbe Stunde am Abend.

Unterwegsfunken: Ich war dreimal auf Wanderung. Einmal eine Weinwanderung mit FES-Ehemaligen in den Mainzern Wein“bergen“, die ungünstigerweise aber nach meiner ersten Party mit Kolleg:innen seit 2019 stattfand. Beides hat mir gut gefallen, aber die Kombination war nicht die beste. Außerdem ging es weiter auf dem Rheinsteig, wobei der erste Versuch aufgrund massiv gehäufter Krankheitsfälle abgesagt wurde. Als Ersatzveranstaltung gab es dann eine kleine Rundwanderung in Wiesbaden. Der zweite Versuch wurde dann aber trotz leichten Regen durchgezogen und wir haben die zweite Etappe erfolgreich abgeschlossen.

Meilenweit weg erscheint mir, dass wir im Kolleg:innen-Kreis Anfang Oktober bei durchaus noch angenehmen Temperaturen die Saison im Lieblings“bier“garten haben ausklingen lassen. Und dass ich am ersten Oktoberwochenende in Berlin war, um einige FES-Ehemalige zu treffen. Meine Eltern haben mich auch in diesem Monat wieder besucht. Wahrscheinlich habe ich grad noch das ein oder andere vergessen…

Blogfunken: Schweigen im Walde.

Zukunftsfunken: Im November habe ich noch so einige Pläne, die ich umzusetzen gedenke, bevor der aus meiner Sicht mangels stringenter Umsetzung anderer Maßnahmen unvermeidliche nächste Shutdown kommt. Jedenfalls gibt es die Tage einen Spieleabend bei mir, um ein Geburtstagsgeschenk aus dem letzten Jahr einzulösen. Ich gehe zu ein paar Stammtischen und war bereits zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags einmal im Kino. Wenn es sich ausgeht, würde ich auch gern paar Weihnachtsmärkte besuchen. Aber erstmal heißt es meinen Vorgesetzten weiterhin vertreten und somit die Arbeit von normalerweise zwei sehr gut ausgelasteten Personen nicht völlig unter die Räder kommen zu lassen… Nichtsdestotrotz werdet Ihr diesem Monat vielleicht etwas mehr hören und lesen von mir, denn ich habe mir das digitale Litcamp Heidelberg eine Karte gekauft und werde in einigen Sessions vorbeischauen. Ich freue mich, einige bekannte Gesichter wiederzusehen!

1 Kommentare

  1. Gefühlt bist du die einzige Person, bei der aktuell viel los ist 😀
    Oh, Green Rising habe ich mir heute bestellt, bisher hat Lauren James meine Erwartungen zwei mal übertreffen können. 🙂
    Deine Erwähnung des Litcamps erinnert mich daran, dass ich eigentlich mindestens einen Beitrag darüber schreiben wollte, aber dann war die Zeit und Energie dafür irgendwie doch nicht da. Vielleicht hole ich das ja noch nach, auch wenn es nicht mehr so aktuell ist.

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