Warum die Flüchtlingskrise keine ist – eine Argumentationshilfe

Symbolbild FlüchtlingeFoto: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Wer den Meinungsäußerungen von „besorgten Bürgern“, bestimmten Politiker*innen und leider auch zahlreichen Medien lauscht, könnte manchmal glauben, dass Deutschland kurz vor dem Abgrund steht. Mit bestimmten Zeitgenoss*innen lässt es sich daher schwerlich diskutieren. Falls Ihr es aber doch versuchen wollt, bekommt Ihr hier zahlreiche Argumente von mir, warum die Situation längst nicht so dramatisch ist. Mittlerweile gibt es übrigens einen zweiten Teil der Argumentationshilfe.

Nachfolgend habe ich mir fünf klassische „Ausrufe“ rausgepickt, die von einem bestimmten Lager gerne vorgebracht werden. Um den Artikel lesbar zu gestalten, aber dennoch fundiert zu antworten, habe ich dabei versucht, einen Mittelweg zwischen prägnanten Aussagen und der ausführlichen Untermauerung mit Belegen zu finden.

1. Deutschland wird überrannt!

Angesichts der Zahl der Menschen, die weltweit auf der Flucht sind, kann davon keine Rede sein. An dieser Stelle möchte ich die UNO-Flüchtlingshilfe zitieren:

Die Zahl der Menschen, die vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen, war noch nie so hoch wie heute. Ende 2017 waren 68,5 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Im Vergleich dazu waren es ein Jahr zuvor 65,6 Millionen Menschen, vor zehn Jahren 37,5 Millionen Menschen.

Quelle: UNO-Flüchtlingshilfe

Auf der Seite findet Ihr viele weitere interessante Zahlen im Vergleich von UNHCR (The UN Refugee Agency). So findet sich Deutschland grad mal auf Platz 6 der größten Aufnahmeländer von Flüchtlingen. Vor uns liegen zum Beispiel Uganda und der Iran.

Auch der Libanon hat mehr Flüchtlinge als Deutschland aufgenommen, auf die 6 Millionen Einwohner kommen 1 Million Flüchtlinge. Übrigens hat der Libanon 563 Einwohner pro km², während es Deutschland auf lediglich 231 Einwohner pro km² bringt (damit liegt Deutschland im weltweiten Vergleich auf Platz 37).

Aktuell nehmen wir 1,4% der weltweit auf der Flucht befindlichen Menschen auf, da lässt sich schwerlich behaupten, dass fast alle Flüchtlinge zu uns kommen.

2. Wir können niemals mit 1,6 Millionen Flüchtlingen auf einmal fertig werden!

Müssen wir auch gar nicht. Dennoch sind die 970.400 Menschen, die im Rahmen der aktuellen Welle von Deutschland aufgenommen wurden (Quelle: UNO-Flüchtlingshilfe), natürlich nicht wenig.

Wer sich fragt, wo die restlichen sechshunderttausend Flüchtlinge geblieben sind: Doppelt- und Dreifachzählungen, da viele der Flüchtlinge an mehreren Orten registriert wurden und dort Anträge gestellt haben. So mancher Flüchtling ist auch in andere Länder weitergereist. Nördlich von uns gibt es nämlich auch noch ein paar Staaten wie Dänemark, Norwegen und Schweden.

Zudem hat Deutschland bereits eine große Flüchtlingswelle gut überstanden. Stichwort Juguoslawienkonflikt. Generell waren die Befürchtungen damals sehr ähnlich zu heutigen und haben zu einigen hässlichen Ereignissen geführt: Hoyerswerda, Rostock, Mölln, Solingen. In einem Bericht des BR wird das alles aufgeschlüsselt. Ich möchte aber darauf hinaus, dass wir es damals hinbekommen haben.

3. Die kommen alle nur wegen unseres Wohlstands!

Zunächst einmal: Laut Mediendienst-Integration, der sich wiederum auf UNHCR beruft, haben 5,4 Millionen Menschen Syrien verlassen, was einem Viertel der Bevölkerung entspricht. Es ist daher davon auszugehen, dass die große Welle vorbei ist. Nebenbei bemerkt: Die Seite erklärt auch Kontingent-Flüchtlinge. 2013 und 2014 wurden etwa 20.000 Syrer so in Deutschland vorrübergehend aufgenommen und dürfen bis zum Ende des Konflikts bleiben. Das alles aber nur am Rande

Was hat die Welle im Jahr 2015 damals ausgelöst? Nicht der Syrien-Konflikt selbst nicht, der tobt bereits seit 2011 und die Menschen flohen damals (wie heute) vor allem in die Nachbarländer. Sondern Hunger. Das Nahrungsmittelprogramm der Vereinten Nationen war im Dezember 2014 gezwungen, die Lebensmittelhilfe für 1,7 Millionen syrische Flüchtlinge in den Nachbarländern einzustellen. In der Folge wurden die Rationen immer weiter gekürzt und die Flüchtlinge litten Hunger. Wie es dazu kommen konnte und was dann geschah, berichtet dieser FAZ-Artikel von Ende 2015.

Wenn wir den Menschen genug zu Essen und ein Dach über dem Kopf geben, dann bleiben viele „gerne“ dort, wo sie sind. Es müssen eben die Grundbedürfnisse nach der Maslowschen Bedürfnispyramide erfüllt werden.

4. Nur eine Obergrenze wird den Zustrom begrenzen!

Abgesehen davon, dass viele Flüchtlinge gar nicht hinter unseren Wohlstand her sind, sondern von wesentlich existenzielleren Bedürfnissen getrieben werden, die wir „einfach“ vor Ort erfüllen sollten: Wie soll das nachvollziehbar für diese Menschen umgesetzt werden?

Schon allein die technischen Abläufe bei dem Gedankenexperiment bereiten mir Kopfzerbrechen: Brechen wir das runter auf Monats-, Wochen- oder gar Tageskontingente oder sollen die sich alle pünktlich zum 1.1. melden? Wo sollen die sich melden: In Deutschland, an der Grenze, in einem sicheren Land, in ihrem unsicheren Heimatland? Nach welchen Merkmalen soll entschieden werden? Soll es eine Quotierung geben? Und das liest sich dann irgendwo ein Mensch durch in seinem Heimatland und stellt dann einen Antrag, nachdem er vorher geprüft hat, ob nach Platz ist und harrt dann weiter in seiner unsicheren Heimat aus, während ein Beamter nach Monaten entscheidet?

Abgesehen davon stellt sich die Frage, nach welchen Maßgaben so eine Obergrenze festgelegt werden soll: Deutschland ermittelt für jeden Winkel Deutschland die Kapazitäten in Kindergärten, Schulen, Sprachkursen, Wohnungen usw.? Oder bestimmt die Zahl einfach aus dem Bauch raus? Ich sehe schon Klagen wie bei den Medizin-Studiumsplätzen, dass doch noch ein Platz frei gewesen wäre.

Aber für mich der Hauptkritikpunkt: Was soll aus den Menschen werden, welche „über“ sind? Haben die dann keinen Anspruch mehr darauf, dass ihr Anspruch geprüft wird? Denn darum geht es: Eine Begrenzung der Menschen, die versuchen können, Schutz zu beantragen.

5. Die sind alle kriminell!

Nicht krimineller als andere Menschen in ihrer Altersgruppe und vergleichbaren sozialen Verhältnissen. Ich habe ein ganzes Semester lang eine Kriminologie-Vorlesung besucht (und die Klausur erfolgreich bestanden), in der ich mir Statistiken über Statistiken in Form von Diagrammen zu verschiedenen Straftaten, aufgeschlüsselt nach demographischen und sozio-ökonomischen Merkmalen angesehen habe.

Beim Lesen von Statistiken sind dabei verschiedene Dinge zu beachten. Zum Beispiel: Wer der Tat verdächtigt wird, sagt gar nichts darüber aus, wer die Tat begangen hat. Warum jemand der Tat verdächtigt wird, hat verschiedene Motive. Wer also die Polizeiliche Kriminalitätsstatistik (PKS) (die eine Eingangsstatistik ist) liest, sollte die Zahl der Tatverdächtigen dementsprechend mit Vorsicht genießen. Auch der gewählte Vergleichszeitraum ist bei einer Zeitreihe sehr interessant: In den letzten Jahrzehnten ist die Zahl der begangenen Verbrechen in nahezu allen Bereichen stark gefallen, aber wir schauen derzeit fast nur auf die Zahlen ab den Nuller Jahren. Wer da mal etwas weiter zurückgeht, stellt fest: Das sah alles schon mal ganz anders aus. Beispielsweise gab es 1993 fast 1.500 Mord-Fälle und 2015 nur 555 Fälle (Quelle: Die Kriminalpolizei). Das sagt übrigens nichts über die Anzähl der Täter und Opfer aus! Dann ist da noch das Problem von Eingangs- und Ausgangsstatistik (wer wurde denn am Ende für was verurteilt), wo die jeweiligen Jahre nicht zwingend mit dem Tatjahr zusammenhängen. Oh, und habe ich schon erwähnt, dass die Definition zu Zuwanderer vielleicht nicht das umfasst, was Ihr zunächst denkt?

Jedenfalls stimmt es, dass anteilig zur Bevölkerung „Flüchtlinge“ mehr Taten begehen. Jedoch sind es 1) überwiegend Taten, die nur Ausländer begehen können. 2) Diese begehen sie fast ausschließlich an anderen „Zuwanderern“. 3) „Flüchtlinge“ leben häufig in sozial eher schlechten Verhältnissen und begehen vergleichbar viele Taten wie Deutsche aus solchen Verhältnissen. 4). „Flüchtlinge“ sind überwiegend jung und männlich und haben somit das Geschlecht und vor allem Alter, wo besonders viele Straftaten begangen werden.  Mimikama hat sich mit dem Thema gewohnt provokant auseinandergesetzt. Weniger provokant hat das auch schon mal die ZEIT aufgeschlüsselt. Ich fürchte mich jedenfalls nicht mehr als früher vor Gewaltverbrechen.

Mehr Argumente gesucht?

Viele soziale Organsiationen haben ebenfalls Argumentationsleitfäden verfasst, zum Beispiel PRO ASYL, Amadeu Antonio Stiftung, IG Metall, ver.di und der Respekt!-Initiative der IG Metall gemeinsam.

Zum Schluss: Dein Feedback!

Was denkst du: Helfen dir meine Argumente weiter? Was siehst du anders? Zu welchen klassischen „Ausrufen“ wünschst du dir noch Argumentationshilfe?

Ich freue mich auf Eure Antworten!

16 Kommentare

  1. Ein Argument, das mich zuletzt regelrecht sprachlos gemacht hat: wer den Weg über das Meer wählt, sei kein Flüchtling, sondern ein Psychopath, denn niemand bei klarem Verstand könne nur wegen wirtschaftlicher Interessen diese Gefahr auf sich nehmen und (mit der Behauptung, dass Männer ihre Frauen und Kinder zurück lassen) noch dazu verantwortungslos. Dass es dabei ohnehin um Leben und Tod geht und auch viele Mütter bzw ihre Kinder über das Mittelmeer kommen, wurde nicht akzeptiert, sondern als Lüge klassifiziert. Genauso wie das Argument der sinkenden Zahlen in der Verbrechensstatistik. Da habe ich von mehreren schon gehört, das Läge nur daran, dass Taten von Flüchtlingen absichtlich nicht aufgenommen würden. Da redet man gegen Wände und endet am Schluss doch nur bei „Nein“ „Doch“ „Nein“

    Danke für deinen Artikel

    • Es ist wirklich furchtbar, wie manche Menschen denken. Dabei sagt das Denken über die Motive von Flüchtlinge mehr über sie selbst als über die Flüchtlinge aus. Aber ich denke, ich werde dennoch den Punkt mit dem Meer noch in die Argumentationshilfe aufnehmen, hab da noch bisschen was „auf Lager“.

      Gerne!

    • Ja, man redet einfach gegen eine Wand. Es ist schrecklich, was sich da an in den letzten Monaten an Wut, sogar Hass, Uneinsichtigkeit und „Verschwörungsüberzeugungen“ in die Köpfe so vieler Menschen zu schleichen scheint. Wenn man schon nicht von der mitfühlenden und/oder helfenden Sorte ist, könnte man ja wenigstens sein unqualifiziertes, uninformiertes Geschwurbel für sich behalten, aber man muss ja laut herausschreien, was man für ein Arschloch ist, nur damit man gefühlt Recht behält und sich Luft machen kann.

        • Danke für den Link! Sobald ich Zeit habe, werde ich mir das mal zu Gemüte führen. Meinem Gefühl (!) nach sind es eben schon mehr Leute geworden, alleine schon, wer da in meinem Umfeld alles plötzlich „umgekippt“ ist, erschreckt mich massiv. Aber ja, in der Summe machen diese Leute wahrscheinlich dann gar nicht so viel aus und zum Glück sind sie noch immer eine – wenn auch laute – Minderheit. Ich habe mich die letzte Woche tatsächlich dazu aufgerafft, einen Kommentar bei der Tagesschau zu schreiben und habe fest damit gerechnet, dass tonnenweise Scheiße über mir ausgekippt wird, aber schon ein paar Stunden später war ich so froh, dass ich es gemacht habe – weil die Leute, die für Hetze und Hass nichts übrig waren, so deutlich gezeigt haben, dass sie in der Mehrheit sind. Das hat mir wieder etwas Mut gemacht.

          • Brunhilde Witthaut

            Danke, dass du das gemacht hast. Ich schweige auch nicht länger.

  2. Hey Elena,

    Danke für den tollen Artikel. Dass das NahrungsmittelProgramm eingestellt wurde, wusste ich gar nicht. Das trägt auf jeden Fall auch mehr zum Verständnis bei.
    Was ich immer höre, ist auch das Argument, dass das ja alles Wirtschaftsflüchtlinge wären und das ja gar nicht die wirklich ganz Armen kommen, denn für die Überfahrt übers Mittelmeer muss ja bezahlt werden…
    Schön finde ich das auch immer, wenn sich darüber aufgeregt wird, dass die ja alle keine Ausweisdokumente dabei haben. Wie viele keine Ausweisdokumente dabei haben, weiß ich nicht, aber ich denke mir da immer: Ja klar, dass erste woran ich denke, wenn mir die Bomben um den Kopf fliegen und ich merke, dass ich flüchten muss, ist der Reisepass bzw Ausweis. Den darf man bloß nicht vergessen! *Sarkasmus off*
    Es ist wirklich ein schwieriges Thema, wo ich manchmal auch etwas zwiegespalten bin. Es war richtig die Flüchtlinge aufzunehmen, aber ich glaube dennoch, es ist auch so einiges schief gelaufen bei der Flüchtlingskrise vor 2 Jahren. Wie man das besser machen kann, wüsste ich allerdings auch nicht. Die Richtung, in die sich Europa seitdem entwickelt, gefällt mir aber gar nicht. Es ist ja leider nicht nur hier in Deutschland so.

    LG, Moni

    • Hallo Moni,

      gerne 🙂

      Bei der Überfahrt ist es häufig so, dass ganze Familien zusammenlegen, um einer Person dies zu ermöglichen. Deswegen auch die vielen jungen, alleinreisenden Männer …

      Mit den Papieren verhält es sich zudem so, dass ein Teil sich keine vor dem Krieg hat ausstellen hat lassen und diese jetzt natürlich sehr schwierig zu bekommen sind. Und zum anderen kassieren Schlepper die gerne dauerhaft ein, um die weiterzuverkaufen. Aber ohne Abgabe der Papiere kommst du oft auch nicht auf das Boot.

      Aus meiner Sicht war das alles spätestens mit den Problemen bei der Ernährung vorhersehbar. Zudem hat Europa viel zu spät ernsthaft Stellung bezogen, nachdem es vorher „gezündelt“ hat. Nun ist das Kind aber in den Brunnen gefallen: Die Menschen zerstreut in alle Himmelsrichtungen und Assad hat den Syrienkonflikt gewonnen. Natürlich bin ich immer noch dafür, diesen Konflikt zu beenden, aber viele Menschen werden niemals zurückkehren können.

      Liebe Grüße
      Elena

      • Hey Elena,

        Danke für die zusätzlichen Informationen. Ich muss mir das echt mal merken. Ich bin da echt immer etwas blockiert, wenn ich mit anderen drüber reden. Wirklich überzeugen kann man diejenigen, die was anderes glauben wollen, wahrscheinlich eh nicht. Aber diese Argumente bestärken mich selber in meinem Grundgefühl und das ist doch auch schon was wert.

        LG, Moni

    • Brunhilde Witthaut

      Dass mit den fehlenden Pässen liegt u.a. daran, dass teilweise Pässe gar nicht existieren. Die Kurden zum Beispiel wurden in Syrien jahrelang als staatenlos angesehen und haben keine Pässe bekommen. Dann gab es Pässe, aber für Männer, die noch keinen Wehrdienst geleistet haben (bei Assad) galt dieser nur für 2 Jahre. Und da verlängert man halt nicht immer. Pässe haben oftmals gar keine Bedeutung.
      Zudem nehmen auch Schlepper schon mal Pässe ab und „vergessen“ dann, sie wieder auszuhändigen.

      • Stimmt, bei den Kurden und einigen anderen Gruppierungen gab es ja schon vor dem Konflikt große Schwierigkeiten, überhaupt Papiere zu bekommen. Sollte ich wohl auch noch als Punkt in der Argumentationshilfe aufnehmen 🙂

  3. Danke für diesen Beitrag. Leider mache ich auch zunehmend die Erfahrung, dass Menschen noch nicht mal mehr zuhören bzw. alle Argumente ignorieren, solange sie nicht in ihr Weltbild passen.
    Dass es nicht wirklich mehr Menschen geworden sind, die solche Einstellungen vertreten, sondern dass diese nur lauter geworden sind, würde ich gern glauben, aber in meinem Umkreis und auch meiner Familie habe ich da leider gänzlich andere Erfahrungen gemacht.
    Und die politische Entwicklung in Österreich zeigt leider auch, dass rechtsextreme Parteien nicht nur gewählt werden, sondern trotz sehr fragwürdiger Entscheidungen weiter auf der Erfolgswelle schwimmen, solange sie nur laut genug „Flüchtlinge raus“ rufen.

    Ich gebe zu, ich stecke da schon in einem ganz tiefen Frustloch und bin auch allmählich an einem Punkt, wo ich keinen Optimismus mehr finde.

    • Die Studie ist nun auch schon zwei Jahre alt, vielleicht hat sich die Situation auch geändert. Ich glaube aber dennoch, dass viele sich vorher nur nicht „getraut“ haben, offen bestimmte Positionen zu vertreten.

      Jedenfalls kann ich deine Frustration gut nachvollziehen, grad in Österreich ist es derzeit sehr unschön. Aber umso wichtiger ist es, dass wir dagegen halten.

  4. Der Freund meiner Schwester kam selbst vor drei Jahren aus dem Iran. Da er eine lebensrettende OP brauchte, die er dort weder bekomme noch hätte jemals bezahlen können.
    Da meine Schwester auch lange im Flüchtlings Bereich gearbeitet habe, haben wir auch oft miterlebt was an all diesen Vorurteilen wirklich dran ist… erschreckend was für ein Bild die breite Öffentlichkeit von diesen Themen hat!
    Und noch erschreckender ist es, mit wie viel Hass und Abneigung der Freund meiner Schwester täglich konfrontiert ist.
    Obwohl er arbeitet, Steuern und Miete zahlt usw.

    • Danke für deinen Kommentar. Es ist wirklich erschreckend, dass viele Menschen glauben, anhand des Aussehens wissen zu können, ob ein Mensch ein „wertvolles Mitglied“ der Gesellschaft oder nur ein „Schmarotzer“ ist.

  5. Ein wirklich sehr guter und wichtiger Artikel. Es muessten sich mal viel mehr Leute eingehend mit dem Thema beschaeftigen, bevor sie irgendwelche daemlichen Stammtisch Parolen raus hauen. Ich finde es sehr schade, dass Fluechtlingen mit so vielen Vorurteilen begegnet wird, anstatt sich mal in ihre Lage hineinzuversetzen und sich ihre Geschichte anzuhoeren. Wenn man selbst in der Lage waere, wuerde man ja schliesslich auch ganz anders darueber denken. LG Jennifer

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